Sendung über Vitamin D-Mangel dim Winter und die Folgen

Sendung über Vitamin D-Mangel im Winter und die Folgen für die Gesundheit

Die Berichterstattung über das “Sonnenschein-Vitamin D”, seine Quellen, vor allem die Sonne, und seine Wirkungen  wird im deutschen Fernsehen nicht nur immer häufiger sondern – zumindest im öffentlich-rechtlichen Bereich – immer informativer und ausgewogener.

Auffällig aber bleibt der seltsame Widerspruch zwischen der Information, z.B. dass 90 Prozent unserer Vitamin D-Versorgung durch UB-Strahlen auf der Haut “hergestellt” wird, und dem geradzu jungfräulich scheuen Umgang mit dem Thema Sonne und Besonnung. Der Hinweis auf die Sonnenbank als Vitamin D-Quelle wird in der Regel ohnehin ängstlich vermieden.

Ein typisches Beispiel für die Vorzüge aber auch Widersprüche der öffentlich-rechtlichen TV-Berichterstattung über Sonne, Vitamin D und Gesundheit war die heutige Sendung im “zibb“-Programm des rbb-Fernsehens (Berlin-Brandenburg).

rbb-Sendung “zibb-Service: Vitamin D-Mangel”

Auch die Bayern hängen an ihren Vorurteilen

Vitamin D-Mangel im Winter beim Bayerischen Rundfunk

BR zu Vitamin D-Winter mit Lücken

Eine ähnliche Mischung auf guter Information und lieb gewonnenen, nie überprüften Vorurteilen bietet die morgige Sendung des Byerischen Rundfunks, BR. In der Sendung “Gesundheit!” geht es um Autoimmunerkrankungen unter der Überschrift  “Hilft Vitamin D bei Rheuma?”

Neben vielen sachlich gut recherchierten Fakten dann plötzlich wieder eine Behauptung, die irgendjemand aus einem alten Redaktion-Zettelkasten gefischt zu haben scheint:

Auch der Besuch des Solariums bringt nichts, da dort die UV-B-Strahlen aus dem Licht herausgefiltert werden.
In dieser Form ist das schlicht Unsinn und in Studien bereits seit der Frühzeit der Vitamin D-Forschung widerlegt.

Man muss hinter solchen Sätzen nicht unbedingt verschwörungstheoretisch den Einfluss der mächtigen Kosmetik-Industrie und einiger Dermatologen-Verbände vermuten. Vielmehr sind solche Negativ-Aussagen über die künstliche Besonnung über Jahrzehnte “gewachsen” und von Redakteursmund zu Redakteursmund, von Zettelkasten zu Zettelkasten weitergegeben und daher nur schwer aus dem journlistischen Recycling herauszulösen.

Hilfreich wäre wahrscheinlich, wenn es neben dänischen, norwegischen, kanadischen und US-amerikanischen Studien auch entsprechende Untersuchungen in Deutschland gäbe. Nicht auszuschliessen, dass dann der Mythos von den UVB-freien Sonnenbänken wie Wasser unter der Sonne verdampfen würde.

Hier das Video in der Mediathek (Dienstag, 14. Dezember, 19.00 Uhr und Mittwoch , 15. Dezember, um 11.45)

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