Mann und Frau in der Sonne - Kornfeld

Mittagssonne geniessen! Foto:Fotolia

Die Mittagssonne war mega-out! Jetzt ist sie wieder voll im Trend!

Mehr als 30 Jahre lang gehörte die Warnung vor der Mittagssonne, vor allem im Sommer, zum Mantra der Ratgeber-Redaktionen in sämtlichen Medien und natürlich bei den “Souffleuren” aus der “Anti-Sonne-und-Solarien”-Kamarilla mit ihren Sonnen-Angst-Kampagnen. 30 Jahre lang hat der falsche Rat:
“Meide die Mittagssonne um jeden Preis!
einen vernünftigen und gesundheitsfördenden Umgang mit der Sonne, mit ihren UV-Strahlen und mit der Vitamin D-Versorgung verhindert.

Jetzt wendet sich der Trend! Gesundheitsorganisationen und offizielle Stellen revidieren ihre Aussagen und Empfehlungen – und die Medien werden, wie immer, in einigem Abstand folgen. Der neue Rat:
“Nutze die Mittagssonne, mit Verstand!”

Nach ersten vorsichtigen Anläufen in den Empfehlungen von Fachärzte- und Gesundheitsverbänden in USA und Kanda in den vergangenen zwei Jahren schwenken jetzt in Großbritannien selbst diejenigen Organisationen auf die neue Linie ein, die bis vor Kurzem noch die UV-Strahlen der Sonne und natürlich der Sonnenbank in polemischen Presse-Feldzügen bekämpft hatten, wie etwa Cancer Research UK (vergleichbar mit der Deutschen Krebshilfe) oder der britische Dermatologenverband (British Association of Dermatologists).

Sieben Gesundheitsverbänden, darunter-  neben den genannten -  die Fachgesellschaften für Diabetes, Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf, Osteoporose und der Hausärzte geben in einer gemeinsamen Erklärung die Marschrichtung vor:
15 Minuten in der Mittagssonne im Sommer ohne Sonnencreme selbst für die hellhäutigen Briten, das ist nun der neue Standard.

Der Grund liegt auf der Hand: Der epidemische Vitamin D-Mangel verursacht inzwischen Gesundheitskosten in einer Größenordnung, die die Gesundheitssysteme selbst der reichen Industrieländer unzumutbar belasten.  Dass es dabei ohne die UVB-Strahlen der Sonne oder der Sonnenbank nicht geht, hat sich damit nach tausenden wissenschaftlicher Studien in den vergangenen Jahren auch bei denen durchgesetzt, die bisher mit einer Art Tunnelblick auf die schädlichen Folgen des Sonnen-Missbrauchs gestarrt und damit den “Notstand” bei der Vitamin D-Versorgung mit verursacht hatten.

Nach dieser Kehrtwende dürfte auch in der breiten Öffentlichkeit und in den Medien die Einsicht wachsen, dass sich die notwendige Warnung vor dem “Zuviel” an Sonne und UV-Strahlen (“Ballermann-Syndrom”) sehr gut verträgt mit dem Rat für entspannten, ebenso regelmäßigen wie mäßigen Sonnen-Genuss als Quelle von Gesundheit und Vitalität.

Oder wie es Prof. Rona Mackie, von der British Association of Dermatologists, ausdrückt: “Totaler Sonnenschutz und Sonnencremes mit hohen Lichtschutzfaktor überall und zu allen Zeiten ist nicht ideal … Einige der Aussagen über die Gefahren der Sonne waren nicht vernünftig. Was wir jetzt sagen ist, dass 10-15 Monuten in der Sommersonne ohne Sonnenschutz mehrere Male pro Woche wahrscheinlich die sicherste Balance darstellt zwischen ausreichendem Vitamin D und jedem denkbaren Hautkrebs-Risiko.” (Übers. d. Red.)

Drastischer die Reaktion eines Wissenschaftlers, der schon seit Jahren vor der “Sonnen-Angst” gewarnt und den “Sonnen-Raub” verurteilt hat, Dr. Oliver Gillie vom Health Research Forum: ” Die Öffentlichkeit ist mutwillig getäuscht worden durch den Rat, die Sonne zu meiden.”

Hier das Positionspapier im Original: Cancer Research Joint Postion Statement on Vitamin D 16th Dec 2010

Im SonnenNews-Blog hatten wir verschiedentlich über Studien zur Bedeutung der Mittagssonne für die Vitamin D-Versorgung berichtet (hier, hier und hier). Im Interview mit der Redaktion hatte Prof. Moan diesen Punkt besonders betont:

Quelle: BBC News/UK Press Association

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