Menschen, die in Ihrem Urlaub im Süden regelmäßig Sonnencremes benutzen, erleiden fast doppelt so  häufig (OR 1,91) einen Sonnenbrand wie die Sonnenschutz-Muffel.

Das ist eines der interessanten Ergebnisse einer umfassenden Studie der Dänischen Krebsgesellschaft (Danish Cancer Sociey) über mehrere Jahre. Die Forscher befragten 11.158 repräsentativ ausgewählte Dänen im Alter von 15—59 Jahren nach ihren Urlaubsreisen, ihrem Verhalten an der Sonne, mit welcher Absicht sie in die sonnigen Gefilde reisten und wie oft sie sich dabei einen Sonnenbrand zuzogen.

Fast die Hälfte der Befragten reisten mindestens einmal im Jahr im Urlaub südwärts. Jeder zweite davon holte sich dabei mindestens einmal einen Sonnenbrand, etwa 60 Prozent häufiger als die Zuhausegebliebenen. Deutlich mehr als die Hälfte reisten gen Süden, um sich zu sonnen und zu bräunen.

Während die Sonnenbrand-Gefahr sich bei den Sonnencreme-Nutzern verdoppelte, stieg sie bei den Urlaubern, die sich gezielt in die Sonne legten – eingecremt oder nicht – um zu bräunen gar um das 3,4fache. Sonnenbrand erhöht nachweislich langfristig die Hautkrebsgefahr

Damit wird einmal mehr der Verdacht belegt, dass die immer wieder -  zuletzt von der IARC – behauptete Hautkrebsgefahr durch Solarien keineswegs von den Solarien selbst ausgeht, sondern bedingt ist durch den Anteil an Solarienbesuchern, die  im Freien und vor allem im Urlaub immer wieder im Übermaß sonnen und dadurch ihre Hautgesundheit gefährden. Genau dieses unverantwortliche Verhalten bei der Suche nach der knackig braunen Haut aber wird ja im Sonnenstudio – zumindest in Qualitätsstudios – durch angemessene Dosierung der Sonnenstrahlen eingedämmt.

Tatsächlich würde eine Studie beim Vergleich der Sonnenbrandgefährdung von “Sonnenfreaks” durch das Sonnen im Urlaub mit dem regelmäßigen Sonnen auf einer Sonnenbank zu eindeutig positiven Ergebnissen zugunsten der Sonnenbank führen. Nicht die Sonnenbank erhöht die Hautkrebsgefahr (es gibt gute Gründe für die Behautpung des Gegenteils), sondern lediglich der unkontrollierte und ungezügelte Missbrauch der Sonnenstrahlen – oft nach langem “Sonnenentzug” im Büro, im Winter oder bei den zunehmenden “Indoor”-Freizeitbeschäftigungen.

Da der Sonnenbrand vor allem bei bei Babys und Kleinkindern Spätfolgen bis hin zu Hautkrebs haben kann, ist hier die Information über die notwendige Schutz-Dosis von besonderer Bedeutung. Hier: Hausmittel gegen Sonnenbrand bei Babys und Kleinkindern.

Quelle: HighWire

Studie:  Brian Køster et al., Vacations to sunny destinations, sunburn, and intention to tan: A cross-sectional study in Denmark, 2007-2009, Scandinavian Journal of Public Health, 25. Januar 2011, vol. 39, no. 1, 64-69

Ein Kommentar zu “Mit Sonnencreme mehr Sonnenbrand”

  1. [...] einige dieser Studien haben wir hier, hier, hier und hier [...]

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