Persönlichkeitsmerkmale und Vitamin D

Offen, neugierig, zugewandt - welche Rolle spielt dabei das Sonnenschein-Vitamin?

Das Sonnenschein-Vitamin D hat einen erheblichen Einfluss auf die Funktion des menschlichen Gehirns und damit auf Persönlichkeitsmerkmale wie Extrovertiertheit und Offenheit für neue Erfahrungen, Freundlichkeit, Pflichtbewusstsein oder Neurosen.

Die Zellen des menschlichen Gehirns, das haben die Forschungen der letzten Jahre ergeben, sind an vielen Stellen mit einem Vitamin D-Rezeptor ausgestattet, der als eine Art Türsteher das aktivierte Vitamin D (1,25 dihydroxyvitamn D) ins Zellinnere transportiert. Das Vitamin D, genauer das D-Hormon, steuert dort verschiedene Stoffwechselprozesse und Nervenfunktionen, verhindert Entzündungen und Gefäßschädigungen.

Welche Folgen das für verschiedenen Persönlichkeitsmerkmale haben könnte, ist bisher noch nicht untersucht worden.

Forscher an der Universität Tübingen unterzogen jetzt 206 gesunde Frauen und Männer im Alter von 18 bis 44 Jahren einem Persönlichkeitstest (NEO Five-Factor Inventory, NEO-FFI) und erhoben parallel dazu den Vitamin D-Spiegel der Teilnehmer. Vor allem zwischen den Charakterzügen “Offenheit” und “Extrovertiertheit” einerseits und den Werten des aktiven Vitamin D andererseits fanden die tübinger Wissenschaftler einen eindeutigen Zusammenhang.

Das Sonnenschein-Vitamin, Produkt von UV-Strahlen auf der Haut, und seine Wirkungen auf Hirntätigkeit, Persönlichkeit, Charaktermerkmale und Stimmungen könnte nicht zuletzt auch die besondere Attraktivität der Sonnenbank erklären – bis hin zur oft zitierten Solarien-Sucht (Tanerexie).

Quelle: PubCrawler

Studie:  A. Ubbenhorst et al.,  Exploring the relationship between vitamin D and basic personality traits, Psychopharmacology (Berl). 29. Januar 2011 online vorab veröffentlicht.

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