Eine Meta-Studie bestätigt einmal mehr die Behauptung im Titel: “Krebszellen mögen keine Sonne” der beiden Autoren Profs. Spitz und Grant (erschienen im Mankau Verlag).

In ihren “Rückzugsgefechten” gegen die wachsenden wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedeutung von Sonne und dem Sonnenschein-Vitamin D für die Gesundheit weisen Dermatologen-Verbände immer wieder auf die “mangelnde Belastbarkeit” der inzwischen mehr als 10.000 Studien zu diesem Thema hin. Dabei spielt der Zusammenhang des weit verbreiteten Vitamin D-Mangels mit dem Auftreten vieler Krebsarten, vor allem von Brust-, Prostata- und Darmkrebs, eine besondere Rolle.

In einer umfassenden Meta-Studie, eine Zusammenschau der wichtigsten, bisher publizierten Daten, legen jetzt britische, holländische und französische Forscher den aktuellen Stand des Wissens zu Vitamin D und Darmkrebs im Rahmen des “World Cancer Research Fund Continuous Update Projects” vor.

Das Ergebnis in der Zusammenfassung: “Diese Meta-Analyse stützt die Belege für einen Zusammenhang zwischen der Vitamin D-Versorgung, dem Vitamin D-Mangel …und dem Darmkrebs. Eine Verbesserung der Vitamin D-Versorgung der Bevölkerung könnte voraussichtlich die Zahl der Darmkrebs-Erkrankungen senken.

Optimale Vitamin D-Versorgung halbiert das Risiko bei Dickdarmkrebs

Nur wenige Tage später erschien eine weitere Meta-Studie zum Thema Vitamin D und Darmkrebs im Rahmen der Physicians’ Health Study von Wissenschaftlern der Harvard Universität und verschiedner anderer Institute.

Etwa 2.700 Fälle von Darmkrebs wurden analysiert und in Verbindung gesetzt zu den Vitamin D-Werten der Patienten. Bei den bestversorgten Teilnehmern  lag das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken um 34 Prozent niedriger als bei den Teilnehmern mit den niedrigsten Werten.

Noch deutlicher der Unterschied, wenn nur der Dickdarmkrebs in die Untersuchung einbezogen wurde. Hier lag das Risiko bei genau der Hälfte. Oder umgekehrt: Die Teilnehmer mit den niedrigsten Vitamin D-Werten erkrankten doppelt so häufig an Dickdarm-Krebs wie die am besten mit Vitamin D versorgten Teilnehmer.

Quelle: PubMed

Studien:
Mathilde Touvier et al., Meta-analyses of vitamin D intake, 25-hydroxyvitamin D status, vitamin D receptor polymorphisms and colorectal cancer risk, Cancer Epidemology, Biomarkers & Prevention, online vorab publiziert, 04. März 2011

Jung Eun Lee et al., Circulating levels of vitamin D and colon and rectal cancer: the Physicians’ Health Study and a meta-analysis of prospective studies, Cancer Prevention Research, online vorab publiziert 23. März 2011

2 Kommentare zu “Darmkrebs-Zellen mögen kein Sonnenschein-Vitamin”

  1. [...] [...]

  2. [...] Ergebnisse hatten wir erst kürzlich von einer weiteren Meta-Studie berichtet. Über einzelne Studien zum Sonnenschein-Vitamin D und Darmkrebs wurde hier, hier, hier, [...]

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