Sonne vertreibt Parodontose

Sonnen-Vitamin macht Zähne und Zahnfleisch gesund

Parodontitis, eine bakterielle Entzündung des Zahnfleischs, ist in der Schwangerschaft ein oft unterschätztes Problem. Einer der Gründe für das häufige Auftreten besonders in der Schwangerschaft ist der in dieser Zeit besonders weit verbreitete Vitamin D-Mangel. Darauf weist jetzt die Deutsche Gesellschaft für geschlechtsspezifische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGGZ) hin. In einer Studie der Universität von North Carolina, USA, wurden 235 Schwangere untersucht, von denen etwas die Hälfte unter  moderater oder deutlicher Parodontitis litt.

Die Schwangeren mit niedrigem Vitamin D-Spiegel hatten auch dann noch ein mehr als doppelt so hohes Risiko für eine Parodontalerkrankung wie die Frauen mit normalen Werten. Und das selbst dann noch, wenn alle anderen Risikofaktoren (Nikotin u.a.) berücksichtigt wurden.

Dass das Sonnenschein-Vitamin hier eine besondere Rolle spielt, wird auch deutlich aus der Tatsache, dass die Fälle von Parodontitis im Winter deutlich zunahmen. Im “Vitamin D-Winter” von Oktober bis März kann in unseren Breiten die Sonne kein Vitamin D in der Haut bilden.

PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Präsidentin der DGGZ, dazu laut Mitteilung des Verbands: “Bekannterweise zeigen 40 % der Schwangeren Symptome einer Parodontalerkrankung, und auch ein Zusammenhang solcher parodontalen Symptome mit Frühgeburtlichkeit ist bestätigt. Bisher konnte jedoch nicht zweifelsfrei gezeigt werden, dass eine frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie in der Schwangerschaft auch das Frühgeburtsrisiko senken. Diese Studie bringt uns einen deutlichen Schritt weiter: Ungefähr 40 % der Schwangeren entwickeln einen Vitamin D-Mangel, der wiederum eine Parodontitis begünstigt.“

Quelle:  DGGZ-Mitteilung

Studie: Kim A. Boggess et al., Vitamin D Status and Periodontal Disease Among Pregnant Women, Journal of Periodontology 2011, 82/2, 195-200

2 Kommentare zu “Mangel an Sonnenschein-Vitamin in der Schwangerschaft führt zu Parodontitis und erhöht das Risiko einer Frühgeburt”

  1. [...] D-Mangel haben kann, haben wir in verschiedenen Studienberichten in diesem Blog beschrieben (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, [...]

  2. Riemeram 16.07.2013 um 10:53

    Ich finde es immer wieder gut, dass man die Quelle als Link noch mit hinzufügt. Ich finde das es bei DGGZ ausgezeichnete Informationen gibt!

    Liebe Grüße
    Riemer

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