In der Schweiz werden in diesen Tagen die Ergebnisse zweier Umfragen publiziert, die Aufschluss über das Verhalten von Solarien-Nutzern und über ihre Wünsche geben sollen.

Dass Umfragen allein durch die Fragestellung in bestimmte Richtungen gelenkt werden, ist ja nicht neu. Hier bestätigt sich diese alte Erkenntnis wieder einmal:
Gefragt hatten der Photomed-Verband der Schweiz und das schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BGA). Im Newsletter des Verbands werden die Ergebnisse verglichen. Um die Frage nach der Nutzung von Solarien durch Jugendliche “drückte” sich das BGA, indem es einfach die Alterkategorien mit 16-25 Jahren benannte. Die Photomed-Studie dagegen zeigt einen Wert bei 1 Prozent Nutzung bei Jugendlichen unter 18 Jahren. Kein Anlass also, die Gesetzesmaschine anzuwerfen und Verboten auszusprechen.

Ähnlich beim Vergleich von Sonnenbränden im Solarium oder im Freien. Hier zeigte die Photomed-Studie Wert von 17 Prozent der Befragten, die irgendwann einmal einen Sonnenbrand im Solarium erlitten hatten, im Vergleich zu 63 Prozent der Befragten mit Sonnenbränden (auch vielfachen) in Freien. Zwar kommt die BGA-Studie zu ähnlichen Ergebnissen bei den Solariennutzern, scheut aber den Vergleich zu den Sonnenbränden an der Natursonne.

Übrigens: Die 17 Prozent der Kunden mit Sonnenbranderfahrung im Solarium dürften in Deutschland noch wesentlich niedriger liegen. In der Schweiz existieren überwiegend Selbstbedienungs-Studios während in Deutschland die Studios mit Personal und Beratung weit überwiegen. Über Studien über die regelmäßig und wiederholt von Jugendlichen im Urlaub erlittenen Sonnenbrände hatten wir hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Quelle: Newsletter des Photomed-Verbands der Schweiz

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