Logo Bundesfachverband BesonnungMit der endgültigen Verabschiedung der “Solarienverordnung” (“UV-Schutzverordnung”, UVSV) durch die Bundesregierung und wenige Tage vor dem Inkrafttreten durch die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt kommt ein einigermaßen mühsamer Prozess zu einem Ende, das schließlich von allen aufatmend begrüßt wird.

Keine Frage, die notwendigen Bestimmungen zum Verbraucherschutz hätte man knapper, effizienter und vor allem kostengünstiger regeln können. Der Nationale Normenkontrollrat hatte gar den Papierkorb als Endstation für die Verordnung empfohlen. Am Ende überwiegt aber wohl bei allen Beteiligten die (erschöpfte) Erleichterung.

Mit etlichen verbleibenden Risiken und Unklarheiten wird die UVSV in den nächsten Monaten und Jahren beweisen müssen, ob sie tatsächlich die Risiken der UV-Strahlen beim “kleinen Bruder der Sonne”, dem Solarium, begrenzen und die positiven Gesundheits- und Wohlfühl-Wirkungen stärken kann – oder doch nur im Interesse bestimmter Gruppen eine Branche in ihrer Existenz gefährdet.

Die Inhalte der Verordnung waren spätestens seit der Verabschiedung einiger Änderungen im Bundesrat vor etlichen Monaten bekannt Jetzt wird es für die Betriebe darauf ankommen, die umfangreichen Umrüstungen der Geräte bis zum Jahresende abzuschließen, den geforderten Informationsgeboten nachzukommen und das Personal innerhalb von 16 Monaten entsprechend zu schulen. Für viele Qualitäts-Sonnenstudios ändert die Verordnung wenig oder nichts. Für andere sind die notwendigen Investitionen aber nur schwer zu “stemmen”. Vor allem die Selbstbedienungstudios, von denen viele schon in den letzten Jahren erhebliche Summen in Sicherheit und Kundeninformation investiert hatten, stehen vor kaum lösbaren Aufgaben.

Der Branchenverband “Bundesfachverband Besonnung – Licht ist Leben” hat in einer Stellungnahme die Verordnung im wesentlichen begrüßt und steht bereit, die Umsetzung mit allen verfügbaren Mitteln zu fördern und zu beschleunigen. Andererseits aber verweist der Verband auch auf die nicht wenigen Fallstricke der Verordnung, an der alle richtigen Absichten am Ende scheitern könnten.

Quelle: Stellungnahme und Pressemeldung des Bundesfachverbands Besonnung (BfB)

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