Bei dunklerer Haut raicht die Sonne oft nicht für die Vitamin D-Synthese

Selbst die Sommersonne "produziert" nicht immer genügend Sonnenschein-Vitamin - vor allem bei Menschen mit stärkerer Pigmentierung - foto: iStockphoto

Die von manchen Dermatologen und vielen Medien unermüdlich wiederholte Aussage: “Gesicht und Hände für 10 Minuten an die Sonne reicht aus für die optimale Vitamin D-Versorgung” war immer schon albern und unverantwortlich, wenn das dann auch noch für den Winter oder die Stunden außerhalb der Mittagszeit behauptet wurde.

Eine experimentelle Studie weist jetzt sogar nach, dass bei manchen Bevölkerungsgruppen, vor allem bei Menschen mit dunklerer Hautpigmentierung, selbst die Sommersonne nicht ausreicht, die Vitamin D-Speicher zu füllen.

Die Forscher an der Universität von Manchester (UK) hatten im Winter – also ohne jede Einwirkung der Natursonne – eine Gruppe von 15 erwachsenen Einwanderern aus Südasien und eine Gruppe aus 109 Weissen im Alter von 20 bis 60 Jahren unter kontrollierten Laborbedingungen regelmäßig UV-Strahlen, die genau der Sommesonne glichen, auf größeren Körperflächen ausgesetzt. Die Veränderungen im Vitamin D-Spiegel wurden wöchentlich ermittelt.

Während die weissen Probanden (Hauttyp 1 und 2) mit einem Vitamin D-Mangel zu Beginn im Verlauf des Experiments tatsächlich in der Mehrheit einen Vitamin D-Spiegel von 20 ng/ml erreichten, blieben alle Südasiaten auch am Ende der Besonnungsserien noch unterhalb dieser untersten Schwelle des “Normalen”.

Die gängigen Empfehlungen für den Aufenthalt an der Sonne zur Vitamin D-Synthese sind vor allem für die dunkleren Hauttypen völlig unzureichend“, fassen die Autoren der Studie das Ergebnis zusammen.

Quelle: PubMed

Studie: Mark D. Farrar et al.,  Recommended summer sunlight exposure amounts fail to produce sufficient vitamin D status in UK adults of South Asian origin, American Journal of Nutrition,  14. September 2011, online vorab veröffentlicht

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