Knochenweiche bei KindernWer macht sich in jungen Jahren schon Gedanken über seine Knochen? Oder wer denkt bei Babies nach oder gar vor der Geburt an “Knochenweiche”? Damit kann man sich ja immer noch im Alter beschäftigen, wenn es akut wird!

Ein doppelter Irrtum! Denn zum einen wird in den frühen Jahren die Substanz aufgebaut, von der die Knochen in den mittleren Jahren und im Alter “zehren”. Zum anderen aber tritt zunehmend eine Knochenschwäche,  Osteopenie genannt, schon bei Neugeborenen und kleinen Kindern auf. Osteopenie kann in eine Osteoporose übergehen. 

Der Kampf gegen die Osteoporose beginnt als schon mit der Geburt und sogar davor, in der Schwangerschaft. Entscheidend dabei ist die ausreichende Versorgung von Mutter und Kind mit dem Sonnenschein-Vitamin D.

Eine Studie an der Universität von Siena, Italien, schockte jetzt die Fachwelt mit einem erschreckenden Befund: Über 40 Prozent der Neugeborenen in der Studie litten unter einer Osteopenie. Die Wissenschaftler fordern daher eine Erhöhung der Grenzwerte für die tägliche Vitamin D-Zufuhr auf 2.000 IE für Neugeborene und sogar 5.000 IE für ältere Kinder. Gängige Referenzwerte für Kinder liegen heute in vielen Ländern zwischen 400 und 600 IE/Tag.

Für und wider einen flächendeckenden Vitamin D-Tests bei Schwangeren

Weltweit wird in zahlreichen Studien ein Vitamin D-Mangel bei der Mehrheit der schwangeren Frauen festgestellt. Nur eine Minderheit dieser Fälle wird behandelt, vor allem weil der Mangel nicht erkannt wird.

Die Folgen für das Baby sind nicht nur die erwähnte Osteopenie, sondern auch eine deutliche Zunahme der Asthma-, Diabetes 1-Fälle sowie von Wachstums- und Entwicklungsstörungen vor allem auch des Gehirns etc.  Für die Schwangeren selbst erhöht sich die Gefahr von Schwangerschaft-Diabetes, Entzündungen und Geburtskomplikationen.

Daher fordert jetzt die Australian and New Zealand Bone and Mineral Society gemeinsam mit den Edokrinologen und Kinderärzten der beiden Länder einen Vitamin D-Test für alle Schwangeren als Standard. Andere Fachgesellschaften halten das aus finanziellen Gründen für übertrieben und plädieren für den Test nur bei Schwangeren mit erhöhtem Risiko von Vitamin D-Defiziten. Außerdem könne in jedem Fall auch ohne Test Vitamin D verabreicht werden ohne Furcht vor negativen Nebenwirkungen.

Dass sich hier aber ein großes und vor allem wachsendes Problem stellt, wird von keiner Seite bezweifelt.

Sonne ist gut - auch für Ihr Baby!

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Quellen: Vitamin D-Council/Eurekalert

Studie:  F. Bagnoli et al., Vitamin D as a drug, J Matern Fetal Neonatal Med. , 24. Oktober 2011,  Suppl 1:7-11.

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