Optimale Vitamin D-Werte gut für Herz und Kreislauf

Viel Sonnenschein-Vitamin - Herz was willst Du mehr! Foto: iStockphoto

Selten ist eine so große Zahl an Studien-Teilnehmern über eine so lange Zeit auf den Zusammenhang von Vitamin D-Versorgung und Gesundheit, insbesondere Herzgesundheit, beobachtet worden.
Das Ergebnis: Wer sonnt oder über Nahrungsergänzung seinen Vitamin D-Spiegel optimiert, lebt deutlich länger und leidet seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Arterienversteifung oder Diabetes 2.

Forscher an der Universität von Kansas, USA, hatten 10.900 Patienten im Alter zwischen 43 unf 73 Jahren über fast sechs (6) Jahre verfolgt, kontinuierlich deren Vitamin D-Werte erhoben und mit den Krankengeschichten abgeglichen.

Mehr al 70 Prozent der Teilnehmer an dieser Studie wiesen zunächst einen Vitamin D-Mangel auf (>50 nmol/L).  Bei diesem Vitamin D-Mangel stieg  das Sterbe-Risiko um mehr als das Doppelte (264 Prozent), auch wenn andere Faktoren berücksichtigt wurden.

Nach einer Optimierung des Vitamin D-Spiegels bei bisherigen Mangel-Patienten konnte die Sterbe-Wahrscheinlichkeit um fast zwei Drittel gesenkt werden.  Dabei spielten die Herz-Kreislauf-Erkrankungen die entscheidende Rolle.

Der aktuelle Wissensstand zum Thema Sonnenschein-Vitamin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Gleichzeitig mit dieser Langzeitstudie erscheint in diesen Tagen eine Übersichtsstudie, deren Autoren fast so etwas wie ein Who-is-Who der Vitamin D-Forschung darstellen. In einer Sichtung und Bewertung der Studien aus den vergangenen drei Jahren kommen sie zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie die Autoren der Langzeitstudie.

Allerdings weisen die Autoren auch darauf hin, dass bisher erst wenige klinische (Interventions-)Studien die Erkenntnisse aus Beobachtungs- und epidemologischen Studien absichern.  Ob also eine Optimierung der Vitamin D-Versorgung bei Patienten mit einem Vitamin D-Defizit – etwa durch Medikamente  – tatsächlich die beobachteten Wirkungen hat, müsse noch in weiteren Studien belegt werden.

Inzwischen wäre aber eine solche Anpassung an den optimalen Wert (75-100 nmol/L) schon heute sinnvoll,  da die Gabe von Vitamin D nachweislich so gut wie keine Nebenwirkungen hätte und außerordentlich kostengünstig sei – bei einer (plausibel annehmbarer) Fülle positiver Gesundheitswirkungen.

Quelle: PubMed

Studien:
J.L. Vacek et al., Vitamin D Deficiency and Supplementation and Relation to Cardiovascular Health, American Journal of  Cardiology, 07. November 2011, vorab online publiziert

Stefan Pilz et al., Vitamin D, cardiovascular disease and mortality, Clinical Endocrinology (2011) 75, 575–584

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