Weit verbreitete Medikamente aber auch Dopingmittel, vor allem Steroide wie Kortison oder Anabolika  (künstliches Testosteron), können sich negativ auf den Vitamin-Spiegel und damit auf die Gesundheit der Verbraucher auswirken. Seit langem ist bekannt, dass die Einnahme von Steroiden die Knochendichte schwächen kann. Jetzt weist eine Studie des Albert Einstein College of Medicine, New York, nach, dass diese Wirkung auf den “bremsenden” Einfluss der Steroid-Präparate beim Vitamin D-Stoffwechsel zurückzuführen ist.

Die Forscher analysierten die Daten von 22,650 Teilnehmern, Kindern und Erwachsenen, an dem repräsentativen National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES).  Patienten, die über einen gewissen Zeitraum Medikamente auf Basis von Steroiden, eingenommen hatten, litten mehr als doppelt so häufig wie andere Teilnehmer an einem akuten Vitamin D-Mangel (weniger als 10 ng/ml, empfohlen werden 20-30 ng/ml).

Die Empfehlung der Autoren: Menschen, die Steroid-Präparate einnehmen müssen, sollten ihren Vitamin D-Spiegel bestimmen lassen und ein Defizit durch mehr Sonnen/Sonnenbank oder Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen.

Menschen, die Steroid-Hormone für den Muskelaufbau einnehmen, also genau genommen dopen, bezahlen den erwünschten Muskelzuwachs mit einer Schwächung der Knochen, die das jetzt fehlende Vitamin D für die Einlagerung des Kalziums dringend brauchen.  Schwächung statt der erhofften Stärkung!

Quelle: Newswise

Studie:  Amy L. Skversky et al., Association of Glucocorticoid Use and Low 25-Hydroxyvitamin D Levels: Results from the National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES): 2001–2006, The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Dezember 2011, 96 /12, 3838-3845

 

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben