Der Sonnenmangel im nördlichen Winter kann tödlich sein. So formuliert eine Pressemeldung des schwedischen Sahlgrenska Academy zur Veröffentlichung eine großen Langzeitstudie über mehr als acht Jahre mit 2.800 schwedischen Männern. Danach verdoppelt der Vitamin D-Mangel, vor allem im schwedischen Winter, das Risiko an einer beliebigen Krankheit zu sterben.

Mit dieser Studie “ist uns wieder einmal deutlich vor Augen geführt worden, wie wichtig die Sonne ist,” kommentiert Dr. Helena Johansson, die Leiterin des Forscherteams.

Der Unterschied zwischen den Vitamin D-Werten am Ende des Sommers (September) und dem Ende des Vitamin D-Winters in Schweden (Mai) war bei allen Teilnehmern gewaltig. Tatsächlich ist die Sonne in Schweden nur sechs Monate lang in der Lage, ausreichend “Sonnenschein-Vitamin” über die Haut zu bilden.

Wir haben nur Todesfälle an sich betrachtet, nicht einzelne Gründe für den Tod. Daher ist es schwierig, über die Gründe im einzelnen zu spekulieren,” so Johansson. Auch auf die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf Frauen wollte sich die Wissenschaftlerin nicht festlegen. Auch die Frage, ob eine allgemeine Erhöhung der Vitamin D-Versorgung tatsächlich die Sterberate, und in welchem Maße, absenken könnte, müsste erst noch in klinischen Studien untermauert werden.

Quelle: The Local

2 Kommentare zu “Wer sonnt lebt länger (15)”

  1. Martin Tunnatam 10.01.2012 um 12:28

    News!

  2. Steffenam 05.09.2012 um 15:43

    Bei der geringen Lichtintensität in den skandinavischen Wintern wäre wohl ein Zusammenhang mit Winterdepressionen wahrscheinlich. Das künstliches Sonnenbaden dort helfen kann die Stimmung aufzulockern ist sehr gut nachvollziehbar.

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