Archiv für die Kategorie 'Forschung'

Je mehr Sonnenschein-Vitamin desto männlicher der Mann

Von der Produktion männlicher Geschlechtshormone (Testosteron), über die Funktion der Geschlechtsorgane bis hin zur Qualität der Spermien und damit zur Zeugungsfähigkeit, alle diese Bestandteile von “Männlichkeit” werden beeinflusst vom Sonnenschein-Vitamin D.

Den Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D-Spiegel und Fehlfunktionen des männlichen “Geschlechtssystems”  (Hypogonadismus) hat jetzt eine Forschergruppe aus verschiedenen europäischen Ländern festgestellt im Rahmen einer umfassenden europaweiten Studie zum Alterungsprozess bei Männern (European Male Ageing Study).

Die Forscher hatten 3369 Männer aus acht europäischen Zentren im Alter zwischen 40 und 79 Jahren vor allem auf die Ausprägung der männlichen und weiblichen Geschlechtshormone hin untersucht. Ergebnis: Je geringer die Vitamin D-Werte im Blut, desto gestörter die Balance zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen im Körper der teilnehmenden Männer.

Quelle: Science Daily

Studie: Lee et al., Association of hypogonadism with vitamin D status: the European Male Ageing Study, European Journal of Endocrinology, January 1, 2012 166 77-85, vorab online publiziert

Sonne macht schlank! Und das nicht nur, weil ein gebräunter Körper schlanker aussieht, sondern mit dem Sonnenschein-Vitamin D ganz real durch die Unterstützung des Fettabbaus bei Übergewicht.

Diese nicht mehr ganz neue Erkenntnis wird jetzt in einer klinischen Studie mit Nahrungsergänzung von Vitamin D und Kalzium in Orangensaft bestätigt.  171 übergewichtige Teilnehmer an dem Versuch tranken über einen Zeitraum von 16 Wochen drei Gläser Orangensaft täglich – entweder mit oder ohne Vitamin D- und Kalzium-Zusätzen.  Außerdem wurde in regelmäßigen Abständen das Bauchfett der Teilnehmer gemessen.

Am Ende des Experiments hatten die Probanden mit dem Vitamin D- und Kalzium-verstärkten Orangensaft fast zehn Mal so viel an Bauchfett verloren wie die Gruppe mit dem “normalen” Orangensaft-Konsum, obwohl die Gewichtsabnahme insgesamt nur geringfügig zwischen den beiden Gruppen variierte.

Quelle: PubMed

Studie:  Jennifer L Rosenblum et al., Calcium and vitamin D supplementation is associated with decreased abdominal visceral adipose tissue in overweight and obese adults, American  Journal of Clinical Nutrition, Januar 2012, vorab online 14. Dezember 2011

Wer sonnt lebt längerEine optimale Versorgung (75 – 87,5 nmol/L)  mit dem Sonnenschein-Vitamin D aus den verschiedenen Quellen – Sonnen- und Sonnenbank-Exposition, Ernährung, Nahrungsergänzung – verringert das Sterbe-Risiko insgesamt um etwa 30 Prozent gegenüber den Menschen mit einem akutenVitamin D-Defizit.

Von einer Verbesserung der Vitamin D-Versorgung profitieren die Menschen mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut mehr als diejenigen mit günstigeren Ausgangswerten. In anderen Worten, je krasser das Vitamin D-Defizit, desto größer der Zuwachs an Lebenserwartung durch eine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels. Den ganzen Beitrag lesen »

Weit verbreitete Medikamente aber auch Dopingmittel, vor allem Steroide wie Kortison oder Anabolika  (künstliches Testosteron), können sich negativ auf den Vitamin-Spiegel und damit auf die Gesundheit der Verbraucher auswirken. Seit langem ist bekannt, dass die Einnahme von Steroiden die Knochendichte schwächen kann. Jetzt weist eine Studie des Albert Einstein College of Medicine, New York, nach, dass diese Wirkung auf den “bremsenden” Einfluss der Steroid-Präparate beim Vitamin D-Stoffwechsel zurückzuführen ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonne und Prostatakrebs Australien

Weit weniger Prostata-Krebsfälle in Australiens sonnigem Norden - Zum Vergrößern bitte Karte anklicken

Die Entdeckung eines Zusammenhangs von Sonne, Vitamin D und verschiedenen Krebsarten begann vor mehr als 20 Jahren mit dem Vergleich von regionalen Unterschieden in der Sonnenmenge und -intensität und dem Auftreten von Prostata-, Brust- und Darmkrebs durch Prof. Garland in den USA. Andere ökologische Studien z.B. für Großbritannien und Norwegen folgten.

Jetzt wurde der gleiche Zusammenhang von Sonnenexposition und Prostata-Krebs auf für Australien nachgewiesen – obwohl sich Australien in Geographie, Bevölkerung und Klima wesentlich von den bisher untersuchten Regionen unterscheidet.

Der Abgleich der Daten der durchschnittlichen UV-Intensitäten mit den Prostatakrebs-Statistiken aus den Krebsregistern der australischen Regionen  über einen Zeitraum von 20 Jahren zeigte ein klares Bild: Je weniger Sonnenstrahlen übers Jahr, desto größer die Zahl der Prostatakrebs-Fälle. (Da Australien auf der anderen Seite der Weltkugel liegt, ist dort – anders als bei uns – der Norden sonnenreicher als der Süden.)

Quelle: InfomedSearch

Studie:  T.W. Loke et al., Prostate cancer incidence in Australia correlates inversely with solar radiation, BJU International, 108 Suppl 2:66-70

Dickes Kind - falsche Ernährung - Vitamin D-Mangel - Diabetes 2

Dickes Kind hat Vitamin D-Mangel: Diabetes 2 - Foto: fatihoca/iStockphoto

Dicke Kinder leiden sehr viel häufiger unter einem Vitamin D-Mangel als Kinder mit Normalgewicht. Eine bedrohliche Gesundheitsfolge unter vielen: Das Diabetes-Risiko steigt bei übergewichtigen Kindern erheblich an. Den ganzen Beitrag lesen »

Ein zu niedriger Vitamin D-Spiegel im Blut während der Schwangerschaft verdoppelt das Risiko einer Diabetes 1-Erkrankung für das Baby. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnenlicht und Regenwald

Foto: Dieter/pixelio

Die ungeheure Vielfalt der Pflanzen und vor allem der Bäume im tropischen Regenwald wurde bisher immer vor allem dem – wie der Name schon sagt – reichlichen Regen zugeschrieben. Jetzt fanden Forscher heraus: Nicht der Regen sondern die Sonne sorgt für die Menge der Baum-Arten, die für die tropischen Urwälder so typisch ist.

Auf wenigen Hektar Wald wachsen dort hunderte von Baum-Arten. Die Verfügbarkeit von Wasser und vor allem Sonnenlicht bestimmt dann, welcher Baum sich in welcher Nische entwickeln kann. Den ganzen Beitrag lesen »

Winter-Depression

Mangel an Sonnenschein-Vitamin kann auch bei Männern zu Depressionen führen

Das Sonnenschein-Vitamin D schützt auch die Männer vor depressiven Verstimmungen oder gar Depressionen.

Nach vielen wissenschaftlichen Untersuchungen, die vor allem die Wirkung des Vitamin D auf die Hirnfunktionen und die Psyche von Frauen  belegt hatten, weist jetzt auch eine Studie mit mehr als 3.300 Männern mittleren und höheren Alters nach, dass nicht nur der Winter-Blues, sondern durchaus ernsthafte Depressionen durch eine ausreichende Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin verhindert werden könnten. Den ganzen Beitrag lesen »

Ein zu niedriger Vitamin D-Spiegel erhöht das Risiko, an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken um fast 30 Prozent.

Forscher am renommierten Dana-Farber Cancer Institute, Boston, USA, hatten acht Langzeitstudien mit etwa 1.500 Teilnehmern analysiert.   Gegenüber Teilnehmern mit weniger als 50 nmol/L Vitamin D (25(OH)D) im Blut reduzierte sich die Krebsgefahr um 25 Prozent bei den Patienten mit einem Vitamin D-Spiegel von 50-75 nmol/L, um 29 Prozent bei denen mit 75-100 nmol/L.

Quelle: PubMed

Studie: B.M. Wolpin et al.,  Plasma 25-Hydroxyvitamin D and Risk of Pancreatic Cancer,  Cancer Epidemiol Biomarkers Prev., 15. Nov. 2011, vorab online veröffentlicht

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