Archiv für die Kategorie 'Osteoporose'

Vitamin D-Mangel führt zu Stürzen und Brüchen Foto: iStockphoto

Wenn der Mensch nicht genug Sonne und damit nicht genug “Sonnenschein Vitamin D” bekommt, werden die Muskeln schwach und die Knochen brechen. Diese Erkenntnis ist längst nicht mehr umstritten. Den ganzen Beitrag lesen »

Ein Drittel der acht Millionen Osteoporose-Fälle in Deutschland sind Manner jenseits der 50 Jahre. Obwohl die Osteoporose eine der am schnellsten anwachsenden “Volkskrankheiten” ist, wird sie als “Alterserkrankung” und “Frauenkrankheit nach den Wechseljahren” von den Jüngeren nicht ernst oder überhaupt zur Kenntnis genommen.  Dabei müsste die Vorbeugung in jungen Jahre beginnen: Mit der Stärkung der Knochen in der Aufbauphase bis etwa zum 30. Lebensjahr und dem Abbremsen der Knochenabbaus in den Jahren danach. Dabei spielt das Vitamin D eine entscheidende Rolle.

Jetzt schlagen auch die Urologen Alarm. Den ganzen Beitrag lesen »

(c) iStockphoto

Knochenbrüche bei Frauen nach den Wechseljahren aufgrund von Vitamin-Mangel sind in vielen Studien nachgewiesen und dokumentiert.  Ob aber das “Sonnenschein-Vitamin” auch bei jungen Frauen eine wichtige Rolle spielt bei Knochenbrüchen aufgrund langfristiger Belastungen, war bisher nicht untersucht worden.

Eine Studie am Naval Health Research Center in San Diego, Kalifornien, konnte jetzt nachweisen, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D das Risiko eines Ermüdungsbruchs der Unterschenkelknochen um die Hälfte senken kann.

Soldatinnen der US-Navy wurden in den Jahren 2002-2009 auf ihren Vitamin D-Spiegel im Blut getestet. 600 von ihnen erlitten im der Folgezeit einen Ermüdungsbruch des Schien- oder Wadenbeins. Ihre Werte wurden verglichen mit 600 anderen Soldatinnen, die keine Brüche erlitten hatten.  Es stellte sich ein stabiler, linearer Zusammenhang zwischen Vitamin D-Spiegel und Bruchrisiko heraus:
Je höher die vitamin D-Werte, desto seltener kam es zu Ermüdungsbrüchen.

Quelle: PubMed

Studie:  Burgi et al., High serum 25-hydroxyvitamin D is associated with low incidence of stress fractures, Journal of Bone and Mineral Research, online vorab publiziert 22. Juni 2011

Yeshiva-Kuvien-Fotolia

Yeshiva (Foto: Kuvien-Fotolia)

Selbst in sonnenreichen Ländern ist eine Vitamin D-Mangel weit verbreitet. Das zeigen Daten aus zahlreichen Studien etwa zum Vitamin D-Spiegel von verschleierten Frauen in arabischen Ländern. Das trifft aber auch auf Männer zu, die sich nach bestimmten religiösen Kleidervorschriften und  Lebensregeln richten – zum Beispiel ultraorthdoxe Juden. Den ganzen Beitrag lesen »

Rheumtaische Arthritis

Mehr Sonne - und Solarium - bei chronischem Schmerz (Foto: Fotolia)

Der Berufsverband Deutscher Rheumatologen rät den Patienten mit rheumatoider Arthritis, ausreichend Vitamin D aufzunehmen. Ein Mangel verstärke häufig die Gelenkschmerzen und könne das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten erhöhen.

Patienten sollten vom Hausarzt regelmäßig ihren Vitamin-D-Spiegel messen lassen und einen eventuellen Mangel durch ergänzende Präparate ausgleichen.

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Milch gegen Knochenbrüche

Milch allein hilft nicht gegen Knochenbrüche

Milch allein schützt nicht vor Stürzen und (Hüft-)Knochenbrüchen.

Milch ist reich an Kalzium und (etwas) Vitamin D. Von Dermatologen mit obsessiver Sonnen-Phobie wird sie daher gern als Alternative zu Sonne und Solarium gepriesen. Aber so gesund das tägliche Glas Milch – oder mehr – auch ist, auf das Risiko von Knochenbrüchen, vor allem den im Alter so gefährlichen Hüftbrüchen,  hat es keinen Einfluss – zumindest bei Frauen nicht!

Ein Forscherteam am Zentrum für Alter und Mobilität der Universität Zürich unter Leitung von Prof. Heike Bischoff-Ferrari war in einer umfassenden Meta-Studie mit insgesamt über 190.000 teilnehmenden Frauen der Frage nachgegangen, ob mit einer Ernährung reich an Milch und Milchprodukten die Gefahr von Knochenbrüchen vor allem bei älteren Frauen vermindert werden könnte – mit enttäuschendem Ergebnis: Ein Zusammenhang von Milchkonsum mit Hüftknochenbrüchen konnte nicht beobachtet werden, gleichgültig wieviel Milch die Frauen täglich zu sich nahmen.

Bei den Männern allerdings, ging das Risiko von Hüftbrüchen mit zunehmendem Milchkonsum leicht (9 Prozent) zurück.

Ernährung allein reicht nicht zur Vorbeugung von Knochenbrüchen

Bestätigt wird dieses Ergebnis der züricher Meta-Studie durch eine sehr viel breiter angelegte Untersuchung , an der  im Rahmen der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and nutrition) Studie mehr als ein Dutzend europäischer Forschungsinstitute der Frage nachgingen, ob durch gezielte Ernährung das Risiko von Hüftbrüchen bei älteren Menschen gesenkt werden könnte.

Auch hier stellte sich heraus, dass die Ernährung mit Milchprodukten die Gefahr von Hüftbrüchen nicht minderte.

In der Studie waren insgesamt über 10.000 Männer und fast 20.000 Frauen aus fünf europäischen Ländern mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren über einen Zeitraum von acht Jahren beobachtet worden.

Einen ganz leicht positiven Einfluss zeigen die Studienergebnisse bei einer Diät mit reichlich Gemüsen und Fisch. Negative Folgen für die Knochengesundheit hatten vor allem die ungesättigten Fette in der Nahrung.

Quelle: PubCrawler

Studien:
H. A. Bischoff-Ferrari et. al., Milk intake and risk of hip fracture in men and women: A meta-analysis of prospective cohort studies, Journal of  Bone and Mineral Research, 14. Okober 2010 (online vorab publiziert)

V. Benetou et al., Diet and hip fractures among elderly Europeans in the EPIC cohort, European Journal of Clinical Nutrition, 13. Oktober 2010 (online vorab publiziert)

Flyer "Die Sonne macht`s"

Titel des informativen Flyers zur Osteoporose-Prävention

Sonnen-Magel und den dadurch entstehenden Mangel an Vitamin D3 wird auch von den Ärzten mit zunehmender Sorge registriert. Rund um den Welt-Osteoporosetag gilt die Aufmerksamkeit vor allem den inzwischen als “epidemisch” bezeichneten Defiziten an “Sonnenschein-Vitamin” bei den Frauen jeden Alters.

Osteoporose ist eine der am explosivsten zunehmenden “Volkskrankheiten” mit entsprechenden Milliardenkosten für das Gesundheitssystem. Derzeit wird allein in Deutschland mit 8 Millionen Fällen gerechnet.

Jetzt berichtet die Ärzte Zeitung über eine neue Studie an der Heidelberger Universitätsklinik mit alarmierenden Ergebnissen:

…etwa 75 Prozent aller untersuchten Frauen (hatten) einen Vitamin-D-Mangel, das heißt eine Serumkonzentration von unter 20 ng/ml. Und nahezu jede dritte Frau hatte einen schweren Vitamin-D-Mangel mit Werten unter 10 ng/ml. Im Mittel lagen die Vitamin-D-Spiegel bei 14,9 ng/ml.”

Die Studie wurde bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in München vorgestellt.

Die Vitamin D-Werte waren während der Wintersaison zwischen Ende Oktober und Anfang April bei 209 Frauen zwischen 14 und 86 Jahren  erhoben worden.

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht nicht nur das Risiko für Stürze und Knochenfrakturen, sondern auch das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie für Erkältungskrankheiten“, schreibt die Ärzte Zeitung und empfiehlt ihren Lesern, den Patienten eine Bestimmung ihres Vitamin D-Spiegels im Blut (25(OH)D) anzurate.

Die Leitlinie Osteoporose des deutschen  Dachverbands Osteologie enthält unter anderem den Rat: „…ausreichende Sonnenlichtexposition (mind. 30 Minuten täglich Arme und Gesicht), ggf. Suppl. mit durchschnittlich 800-2000 IE Vitamin D…“ Allerdings kann im sogenannten “Vitamin D-Winter” von Ende Oktober bis März dieser Rat dem Vitmain D-mangel nicht abhelfen: Die UVB-Strahlen der Sonne reichen dann für die Vitamin D-Synthese in der Haut nicht aus. Ausreichend UVB kann in dieser Zeit nur im Solarium “bezogen” werden.

Ein informativer Flyer zu diesem Thema kann beim Photomed-Verband bezogen werden:
Photomed Bundesfachverband Solarien und Besonnung e.V.
Talblick 24
77960 Seelbach
Tel.: 0 78 23/ 96 29 14
Fax:  0 78 23/ 96 29 15
info@photomed.de

Auführliche Fakten zu Osteoporose, Sonnen- und Vitamin D-Mangel auf denInternet-Seiten der International Osteoporosis Foundation.

Osteoporotische Knochen

Kalzium gegen Osteoporose nur mit Vitamin D

Knochen brauchen Kalzium. ein Kalzium-Mangel schwächt die Knochen und führt zu Osteoporose. Die Einnahme von Kalzium-Tabletten allerdings kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen: der “Verkalkung” der Blutgefäße mit dem Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt. Es sei denn, im Körper steht ausreichend Vitamin D zur Verfügung!

Das Sonnenschein-Vitamin (zu 90 Prozent durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium im Körper selbst gebildet) ist nicht nur notwendig für die Einlagerung des Kalziums in die Knochen sondern verhindert auch die  Ablagerung von atherosklerotischen Plaques in den Wänden der Butgefäße und damit die Verengung der Adern bis hin zum Verschluss.

Eine Metastudie aus insgesamt 15 wissenschaftlichen Studien kam zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Kalzium ohne die Erhöhung der Vitamin D-Werte das Herzinfarkt-Risiko um bis zu 30 Prozent erhöht . Auch die Häufigkeit von Schlaganfällen und die Sterberate waren in dieser Meta-Analyse aus Neuseeland und den USA leicht erhöht. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin warnt daher vor einem unkontrollierten Gebrauch von Kalzium-Tabletten, die ja überall ohne Verschreibung zu kaufen sind.
Die Empfehlung für den “Normalfall” lautet also:
Eine kalziumreiche Vollwert-Ernährung und viel Sonnenschein!

Die bekannte schweizerische Vitamin D-Forscherin Prof. Dr. Heike Bischoff-Ferrari erläutert im Interview mit dem Schweizer Fernsehen die “Lehren” aus dieser Studie:

Quelle: idw

Studie: Bolland et.al.: Effect of calcium supplements on Risk of myocardial infarction and cardiovascular events: meta-analysis; BMJ 2010; 341: c3691

rückenschmerzen / bandscheibenvorfallDie Richtlinien und Empfehlungen für die Vitamin D-Versorgung zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose werden nach und nach weltweit dem neuesten Stand der Forschung angepasst.

Jetzt hat die kanadische Osteoporose-Gesellschaft (Osteoporosis Canada) neue Tageswerte für die Supplementierung mit Vitamin D herausgegeben:

  • 400 bis 1000 IE für Erwachsene unter 50 Jahren ohne Osteoporose,
  • 800 bzw 2000 IE für Ältere.

Bis zu 2.000 IE (25 mcg) könnten, so die Autoren, gefahrlos zugeführt werden. Eine höhere Dosis sollte mit dem Hausarzt abgesprochen werden.

In den vergangenen zehn Jahren gab es jede Menge aufregende wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema Vitamin D. Daher war es an der Zeit, die Praxis Richtlinien von Osteoporose Canada anzupassen, ” so Prof. David Hanley, der Leitautor der Richtlinien.

Wie in Deutschland (auf den gleichen Breitengraden wir der südliche Teil von Kanada) reicht die UVB-Strahlung der Sonne zwischen Okotber und April auch in Kanada nicht aus, um die Vitamin D-Versorgung sicherzustellen. Nahrungsergänzung oder künstliche Besonnung müssen die Lücken schließen.

Die Autoren der Richtlinien empfehlen dringend die regelmäßige Überprüfung der Vitamin D-Werte im Blut durch den Hausarzt, da jeder Mensch ganz individuelle Voraussetzungen für die Vitamin D-Synthese im Körper mitbringe.

Quelle: Eurekalert

Richtilinien: Hanley et al., Vitamin D in adult health and disease: a review and guideline statement from Osteoporosis Canada, CMAJ. Juli 2010 (onlien vorab)

Drei Studien aus sehr verschiedenen Instituten in verschiedenen Ländern kommen zur gleichen Zeit zum gleichen Ergebnis: Es gibt einen deutlichen Zusammenhang von Vitamin D-Mangel mit Rheuma bzw. rheumatischer Arthritis.

Alle drei Studien wurden jetzt vorgestellt beim Kongress der Europäischen Liga gegen Rheuma (EULAR) in Rom.

In einer britischen Studie diagnostizierten die Forscher bei knapp 60 Prozent der Rheuma-Patienten einen Vitamin D-Mangel.

Ein Team an der Universität von Verona hatte 1.191 Patienten mit rheumatischer Arthritis auf ihre Vitamin D-Werte getestet und fand eine Unterversorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin bei 80 Prozent der Teilnehmer ohne Einnahme zusätzlicher Vitamin D-Pillen. Aber selbst die Teilnehmer, die 800 IE täglich zu sich nahmen erreichten zu 60 Prozent den optimalen Vitamin D-Spiegel im Blut nicht.

Eine dritte Studie bestätigt diese Befunde. Nur 29 Prozent der Patienten mit rheumatischer Arthritis und Osteoporose erreichten auch nur “befriedigende” Vitamin D-Werte.

Quelle: iWire News

EULAR Kongress-Seite:  www.eular.org

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