Archiv für die Kategorie 'Schwangerschaft'

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Schwangere gehören zu den “Risikogruppen” für die ausreichende Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D. Zudem kann der Vitamin D-Mangel bei Schwangeren gravierende gesundheitliche Folgen für Mutter und Kind, Für Geburt und Neugeborenes haben.

In der Vergangenheit  haben viele Ärzte aus Sorge über mögliche Nebenwirkungen vor allem bei hochdosierten Vitamin D-Gaben in der Überprüfung und Therapie des Vitamin D-Mangels sehr zurückhaltend agiert.

Jetzt scheinen diese Bedenken zerstreut zu werden. Den ganzen Beitrag lesen »

Lungenentzündung durch Vitamin D-Mangel

Zu wenig Sonnenschein-Vitamin. Foto: Fotolia

Babies, die mit einem Vitamin D-Mangel geboren wurden, erleiden sechs mal häufiger eine Lungen- oder Bronchien-Entzündung als die Kinder, die schon bei der Geburt ausreichend mit dem “Sonnen-Hormon” Vitamin D versorgt sind. Die bisherigen Empfehlungen – auch in Deutschland – für den gesunden Vitamin D-Spiegel in der Schwangerschaft sind unzureichend. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonne vertreibt Parodontose

Sonnen-Vitamin macht Zähne und Zahnfleisch gesund

Parodontitis, eine bakterielle Entzündung des Zahnfleischs, ist in der Schwangerschaft ein oft unterschätztes Problem. Einer der Gründe für das häufige Auftreten besonders in der Schwangerschaft ist der in dieser Zeit besonders weit verbreitete Vitamin D-Mangel. Darauf weist jetzt die Deutsche Gesellschaft für geschlechtsspezifische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGGZ) hin. Den ganzen Beitrag lesen »

Jede Jahreszeit hat ihre Überraschungen - der nass-kalte November ganz besonders

Babies, die im November geboren werden, leben länger. Dieses Ergebnis einer Studie der Universität Greifswald ist auf den ersten Blick verblüffend. Die deutsche Presse zeigte sich denn auch angemessen beeindruckt.

Auf den zweiten Blick aber zeigt sich, dass diese Erkenntnis keineswegs neu ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Vitamin D-Mangel in der Schwangerschaft Folgen für die KinderEin Mangel an Vitamin D in der Schwangerschaft, wenn der Bedarf besonders hoch ist, ist weit verbreitet. Je nach Grenzwert sind bis zu 80 Prozent der Schwageren mit Vitamin D unterversorgt.

Dieser Mangel an Sonnenschein-Vitamin hat nicht nur Folgen für den Verlauf der Schwangerschaft und für die Geburt selbst, sondern für die Kinder dieser Frauen weit über das Baby-Alter hinaus.

Eine Langzeitstudie mit 568 indischen Frauen konnte jetzt nachweisen, dass Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft – gemessen zwischen der 28. und 32. Schwangerschaftswoche -  ein Vitamin D-Defizit  (<20 ng/ml – <50 nmol/l) fünf und sogar knapp 10 Jahre nach der Geburt bei verschiedenen Gesundheitsindikatoren den Kindern von Müttern mit ausreichender Versorgung während der Schwangerschaft deutlich unterlegen waren.

So wiesen diese Kinder eine geringere Armmuskulatur und eine höhere Insulin-Resistenz auf und waren damit stärker gefährdet, an Diabetes zu erkranken.

Quelle: PubMed

Studie: Ghattu V Krishnaveni et al., Maternal vitamin D status during pregnancy and body composition and cardiovascular risk markers in Indian children: the Mysore Parthenon Study, American  Journal of Clinical Nutrition, März 2011 vol. 93 no. 3 628-635

Im Winter, wenn die Sonnenstrahlen in nördlichen Ländern selbst zur Mittagszeit so schräg einfallen, dass die UVB-Strahlen kaum die Erde erreichen, steigen die Fälle von Eklampsie, einer typischen, gefährlichen Schwangerschafts- und Geburts-Komplikation, auf das Doppelte an.

Ärzte am berühmten Karolinska Institut in Schweden analysierten die Daten von 482,759 Erstgeburten von schwedischen Frauen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Dabei stellten Sie fest, dass Komplikationen im letzten Drittel der Schwangerschaft und bei der Geburt in den dunklen Monaten des Jahres fast zwei Mal so häufig auftraten wie in den übrigen Monaten.

Die Forscher resumieren: “Ein Mangel an Sonnenlicht erhöht die Anfälligkeit der Frauen für eind Eklampsie – wahrscheinlich aufgrund eines Vitamin D-Mangels.”

Quelle: PubMed

Studie:  A. Rylander, P.G. Lindqvist, Eclampsia is more prevalent during the winter season in Sweden, Acta Obstet Gynecol Scand. 2011 Jan;90(1):114-7

Der Mangel an “Sonnenschein-Vitamin D” ist bei Schwangeren sehr viel weiter verbreitet als vermutet. Eine aktuelle US-Studie ermittelte jetzt einen Vitamin D-Mangel (<32 ng/ml) bei fast 70 Prozent der schwangeren weißen Frauen. Bei den Afro-Amerikanerinnen waren es sogar 97 Prozent.

Diese Werte liegen deutlich über den Durchschnittswerten nicht schwangerer amerikanischer Frauen.  Frauen, die zum ersten Mal schwanger waren, wiesen ein deutlich höheres Vitamin D-Defizit auf. Den ganzen Beitrag lesen »

Mehr Sonne und Sonnenschein-Vitamin D für Schwangere

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Mit der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Vitamin D . Ein Vitamin D-Mangel während der Schwangerschaft ist weit verbreitet und birgt Gefahren für Mutter und Kind.

Vor allem eine typische Kombination von Symptomen, insbesondere Bluthochdruck, zusammengefasst als “Präeklampsie“, führt zu Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf und während der Geburt. Auf die Präeklampsie ist eine große Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen und von Todesfällen zurückzuführen. Daten aus den USA deuten auf 76.000 Todesfälle bei werdenden Müttern und fast eine halbe Million bei Neugeborenen hin. Ein wirkungsvolle Vorbeugung gibt es derzeit noch nicht.
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Vitamin D-Mangel bei Schwangeren erhöht die Gefahr von Schizoprenie bei Neugeborenen

Ausreichende Vitamin D-Versorgung in der Schwangerschaft schützt das Neugeborene vor Schizophrenie. Foto: Fotolia

Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und dem Auftreten von Schizophrenie bei Neugeborenen. “Es ist wahrscheinlich, dass dieses Phänomen für einen Großteil der Fälle in Dänemark verantwortlich ist.” So die Autoren einer Studie von australischen und dänischen Forschern, die in diesen Tagen erschienen ist.

Die Blutproben für die Untersuchung kommen von  424 Patienten mit Schizophrenie in Dänemark und eine ebenso großen Kontrollgruppe Gesunder, nach Geschlecht und Geburtsdatum verglichen.

Je nach der Höhe des Vitamin D-Spiegels im Blut wurden die Probanden in fünf Gruppen eingeteilt, von den niedrigsten bis zu den höchsten Werten. Es stellte sich heraus, dass die Neugborenen in den niedrigsten drei Gruppen ein doppelt so hohes Risiko hatten, an Schizophrenie zu erkranken, wie die Teilnehmer in der vierten Gruppe mit einem Vitamin D-Spiegel von 40,5 – 50,9 nmol/L. 44 Prozent der Schizophrenie-Fälle könnten durch diesen Zusammenhang erklärt werden.

Zur Verblüffung der Autoren hatten aber auch die Neugeborenen in der Gruppe mit den höchsten Werten ein leicht erhöhtes Risiko gegenüber der darunter liegenden Gruppe. Eine Erklärung für diesen “Ausreisser” fanden die Forscher nicht.

In einem Interview mit der “Psychiatric News” schränkt Prof. John J. McGrath, Leiter der Forschungsgruppe, ein: “Natürlich ist Schizophrenie eine heterogende Krankheit. Kein Wissenschaftler glaubt, dass ein einziger Faktor die Schizophrenie erklären kann.”
Aber: “Vitamin D-Mangel  herrscht in vielen Gesellschaften und macht vor allem bei Schwangeren und jungen Müttern Sorge.  Aus Sicht des Gesundheitswesens ist die Aussicht, eine so schwere Störung wie Schizophrenie zu verhindern mit einem so einfachen, sicheren und billigen Mittel ist eine Vorstellung, die bisher undenkbar schien.”

Eine Übersicht über die Literatur zum Thema und über den Stand der Forschung bisher geben die gleichen Autoren in einem Beitrag zum Schizophrenia Bulleting

Quelle: Highwire

Studie:  John J. McGrath et al., Neonatal Vitamin D Status and Risk of Schizophrenia, A Population-Based Case-Control StudyArch Gen Psychiatry. 2010;67(9):889-894

Geburt und Neugeborene bei Vitamin D-MangelTrotz rasch anwachsender Informationen über Sonne und Vitamin D in der Schwangerschaft ist die Verunsicherung der schwangeren Frauen – vor allem angesichts der dermatologischen Angstkampagnen – nach wie vor groß.

Schwangere gehören zu den “Problemgruppen” in der Bevölkerung mit überdurchschnittlichem Vitamin D-Mangel bei gesteigertem Vitamin D-Bedarf.  Schon unter “normalen” Bedingungen erreichen Frauen, laut Nationaler Verzehrsstudie von 2008, zu 91 Prozent nicht die empfohlenen Ernährungs-Richtwerte für die notwendige Vitamin D-Aufnahme. Die möglichen Folgen sowohl für die Geburt als auch für die Neugeborenen sind gravierend. Nirgendwo richten die Aufrufe  zum “totalen Sonnenschutz” mehr Schaden und Leiden an als gerade hier.

In einer Podiumsveranstaltung der Universität Hohenheim (Vitamin D-Mangel in Deutschland – ein Grund zur Sorge?) mit einem halben Dutzend hochkarätiger Experten gab es über die Dramatik der schleichenden Vitamin D-Mangel-”Pandemie”  keine abweichende Meinung. Prof. Berthold Kletzko, Pädiater am Universitätsklinikum München, nutzte gar sein Schlusswort für einen Appell an die verantwortlichen Organisationen und Politiker, dem Problem mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Ähnlich der dringende Aufruf von zwei der bekanntesten pädiatrischen Vitamin D-Forscher vom UCL Institute of Child Health and Centre for Paediatric Epidemiology and Biostatistics in London, Elina Hyppönen und Barbara Boucher zu einem “unified approach in National policy“  bei der Vermeidung von Vitamin D-Mangel in der Schwangerschaft, der in der August-Ausgabe des British Journal of Nutrition erschienen ist.

Zwei weitere Studien aus den vergangenen Wochen belegen diese Dringlichkeit:

Eine der häufigsten Geburtskomplikationen ist die Präeklampsie, eine Kombination verschiedener Symptome, vor allem Bluthochdruck und Ödembildung. Vitamin D-Mangel spielt dabei eine wichtige Rolle.  Forscher vom Massachusetts General Hospital in Boston, USA, untersuchten 51 Fälle von Präeklampsie bei ansonsten gesunden Frauen und verglichen die Vitamin D-Werte in der Mitte der Schwangerschaft mit denen von 304 Frauen mit unauffälligen Geburten.

Frauen mit einem Vitamin D-Spiegel von 50 nmol/L oder weniger litten vier Mal häufiger an einer schweren Präeklampsien als Schwangere mit normalen Werten von 75 nmol/L oder mehr. Nach Ausschluss verschiedener anderer Faktoren stieg das Risko einer Präeklampsie für Frauen mit Vitamin D-Mangel um mehr als das Fünffache.

Ein holländische Studie vom Institute of Health Sciences mit 3730 Schwangeren aus der Region Amsterdam belegt die Folgen eines Vitamin D-Mangels während der Schwangerschaft für die Neugeborenen: Niedrigeres Geburtsgewicht (im Durchschnitt -115 Gramm) sowie ein deutlich mehr als doppelt so hohes Risiko einer unterdurchschnittlichen Größe und eines verzögerten Wachstums.

Ein Teil der Neugeborenen konnten allerdings diese Start-Defizite durch schnelleres Wachstum und Gewichtszunahme im ersten Lebensjahr wieder “wettmachen”.

Anders als erwartet spielte die ethnische Herkunft keine wesentliche Rolle beim Auftreten des Vitamin D-Mangels und seiner negativen Folgen.

Besonders gefährdet sind Schwangere bei einer Grippe-Epidemie, der üblichen saisonalen Influenza wie auch bei neue auftretenden Erkrankungen etwa der “Schweinegrippe” (H1N1). Die schützende Rolle des Sonnenschein-Vitamins D bei Virus- oder bakteriellen Infektionen ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt.

Daher sollten, besonders während der Grippe-Saison aber auch darüber hinaus, schwangere Frauen ihren Vitamin D-Spiegel im Blut auf 40 bis zu 80 ng/ml halten – entweder durch zusätzlich eingenommene mehrere tausend Internationale Einheiten (IE) pro Tag oder durch den Aufenthalt an der Sonne. Dieser Aufenthalt an der Sonne ist für 99 Prozent der Bevölkerung immer dann sowohl ausreichend als auch sicher, wenn der Schatten, den der Körper wirft, kleiner ist als die Körpergröße (Übers. die Red.).”
So der Rat zweier prominenter Experten, William B. Grant, SUNARC,und John J. Cannell, The Vitamin D Coucil, in einem Kommentar in der September-Ausgabe der Zeitschrift Critical Care Medicine.

Quelle: Diverse

Studien:
E. Hyppönen, B.J. Boucher, Avoidance of vitamin D deficiency in pregnancy in the United Kingdom: the case for a unified approach in National policy, British Journal of Nutrition, 2010 Aug;104(3):309-14

Arthur M. Baker et al., A Nested Case-Control Study of Midgestation Vitamin D Deficiency and Risk of Severe Preeclampsia , Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 18. August 2010, online vorab veröffentlicht

E.R. Leffelaar et al., Maternal early pregnancy vitamin D status in relation to fetal and neonatal growth: results of the multi-ethnic Amsterdam Born Children and their Development cohort, British Journal of Nutrition. 2010 Jul;104(1):108-17

Christopher J. Robinson et al., Plasma 25-hydroxyvitamin D levels in early-onset severe preeclampsia, American Journal of Obstetrics & Gynecology, Vol. 203/4, 366.e1-366.e6, October 2010

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