Archiv für die Kategorie 'sonnenlicht'

Sonne am Wochenende schützt vor Melanom

Wochenende an der Sonne genießen schützt vor Hautkrebs (Foto: fotolia)

Wer seine Wochenenden in der freien Natur und damit an der Sonne verbringt, startet seine Arbeitswoche am Montag entspannter und leistungsfähiger  und er/sie hat gleichzeitig etwas für seine Haut und seine Gesundheit getan.  Die wöchentlichen Sonnenstunden geben nämlich nicht nur der Haut den sanften, attraktiven Braunton, sondern sie schützen auch vor dem “schwarzen” Hautkrebs, dem Melanom. Den ganzen Beitrag lesen »

Mit der Sonne leben Frauen länger

Mit der Sonne leben Frauen länger

Frauen, die sich regelmäßig sonnen, leben länger!

Das ist die knappe Zusammenfassung einer umfassenden schwedischen Studie mit den Daten von 40.000 Teilnehmerinnen im Alter von 25 bis 60 Jahren, die jetzt bei der Jahrestagung der Schwedischen Medizin-Gesellschaft (Swedish Society of Medicine) von Prof. Hakan Olsson, Onkologe an der Universität Lund, vorgestellt wurde.

Vor allem bei Diabetes 2, Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten zeige sich ein der Zusammenhang von Sonnen-Exposition und einem deutlich geringeren Krankheitsrisiko. Den ganzen Beitrag lesen »

Kürzer kann man`s nicht sagen oder besser: zeigen. Selbst wer des Englischen nicht mächtig ist, versteht was und wie`s gemeint ist:

Kinder an der Sonne

Kinder und Jugendliche brauchen Sonne

Kinder sollten auch im Herbst täglich an die frische Luft, damit ihr Körper den Vitamin-D-Speicher etwas auffüllen kann.” Das rät der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte in einer Pressemitteilung im Vorfeld des Welt-Osteoporosetags.

Tatsächlich gelten Kinder (ab dem zweiten Lebenjahr) und Jugendliche als “Problemgruppe” für die Vitamin D-Versorgung (RKI).

Zwar zitiert die Meldung des BVKJ den Verbandspressesprrecher, Dr. Ulrich Fegeler: „Eine regelmäßige maßvolle Sonnenbestrahlung – ohne einen Sonnenbrand zu riskieren – ist für die Vitamin-D-Versorgung des Körpers wichtig… Kinder und Jugendliche, die selten ins Freie gehen, sind gefährdet, insbesondere im Winter an Vitamin-D-Mangel zu leiden“, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass im Spätherbst und Winter dieser Rat wirklungslos bleiben muss, da die UVB-Strahlen der tief stehenden Sonne von der Ozonschicht in der Atmosphäre ausgefiltert wird.

Die Alternative für Jugendliche nach der Pubertät, das Solarium, ist erst jüngst per “Solariengesetz” (NiSG) verboten worden.

Die Kinder– und Jugendärzte in den USA hatten bereits vor zwei Jahren die Verdopplung der Vitamin D-Richtwerte für Kinder und Jugendliche gefordert (wir haben darüber berichtet).

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.(auch als Audio-Datei)

Es gibt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Aufenthalt an der Sonne und dem Zucker-Stoffwechsel.

Forscher am berühmten Karolinska Institut in Stockholm und er Universtität Lund untersuchten die Daten von fast 20.000  Frauen aller Altersgruppen, repräsentativ für die südschwedischen Bevölkerung, die bereits in den Jahren 1990-1992 zu ihren Gewohnheiten im Umgang mit der Sonne befragt worden waren. Diese Befragung wurde zehn Jahre später noch einmal wiederholt.

Bei Frauen, die sich häufig an der Sonne aufhielten oder gewohnheitsmäßig Sonnenbäder nahmen,  stellte ich in dieser Zeit zu einem Drittel seltener eine Diabetes mellitus ein, als bei den Frauen, die eher den Aufenthalt an der Sonne vermieden. Wie auch schon bei ähnlichen Studien spielte auch hier Übergewicht eine mitentscheidende Rolle.

Schlussfolgerung der Autoren: “Unsere Studie stützt die Vermutung, dass Sonnenlicht eine wichtige Rolle beim Glukose-Stoffwechsel spielt.”

Sonnenschein-Vitamin D verlängert das Leben von Diabetikern

Eine weitere soeben veröffentlichte Langzeitstudie untersuchte die Auswirkungen des Vitamin D-Mangels auf die Entwicklung der Symptome bei Diabetes 2 und auf die Rate der Todesfälle generell und aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Über maximal 23 Jahre verfolgten Wissenschaftler von verschiedenen _Forschungsinstituten in Dänemark den Krankheitsverlauf von 289 Patienten mit Diabetes 2. Die untersten 10 Prozent der Probanden wurden als “schwer defizitär” definiert und  lagen bei Werten von <13.9 nmol/l.
68 Prozent der Teilnehmer starben im Untersuchungszeitraum.

Das Risiko, an einer beliebigen Folgekrankheit zu sterben, war für die Gruppe der Patienten mit einem schweren Vitamin D-Defizit doppelt so hoch (196 bzw. 203 Prozent) wie bei den Patienten mit normalem oder optimalem Vitamin D-Wert. Ebenso hoch das der Unterschied beim Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.

Über Studien mit ähnlichem Ergebnis hatten wir bereits hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet

Quelle: PubCrawler

Studien:
P.G. Lindquist et al., Are active sun exposure habits related to lowering risk of type 2 diabetes mellitus in women, a prospective cohort study?,  Diabetes Research and Clinical Practice, Oktober 2010 ;90(1):109-14.

Christel Joergensen et al., Vitamin D Levels and Mortality in Type 2 Diabetes, Diabetes Care, vol. 33/10, Oktober 2010

Ryan McLaughlin vor dem schottischen Parlament  Foto: David Cheskin/PA Wire

Ryan McLaughlin vor dem schottischen Parlament Foto: David Cheskin/PA Wire

Ein 14-jähriger Schüler und seine Protestaktionen führen jetzt zur Einberufung einer internationalen Konferenz über die Gesundheitswirkungen des “Sonnenschein-Vitamin D”.

Ryan McLaughlin aus dem schottischen Glasgow hatte sich mit einer Petition an das schottische Parlament gewandt: Er habe erfahren, dass Vitamin D und der besonders in Schottland weit verbreitete Sonnen- und damit Vitamin D-Mangel eine wichtige Rolle bei der Multiplen Sklerose seiner Mutter spielen könnte. Der Schüler wollte das Parlament veranlassen, Richtlinien über die Versorgung mit Vitamin D zu erlassen und über das richtige Verhalten an der Sonne besser zu informieren – statt die Angst vor den Sonnenstrahlen noch zu schüren.

Seiner Bitte hatte er mit Mahnwachen vor dem Parlament Nachdruck verliehen und in den Medien damit einige Aufmerksamkeit erregt. Jetzt hat das Parlament und die Regierung darauf positiv reagiert:

Die schottische Regierung stellte einen “dringenden Bedarf” nach öffentlichen Informationen fest,  sowohl für Ärzte als auch für medizinische Laien, besonders Mütter.  Eine entsprechende Kampagne wurde in Auftrag gegeben.

Ausserdem wurde für den 27. April dieses Jahres eine wissenschaftliche Konferenz einberufen, an der Experten zu Sonnenlicht, Vitamin D und Multipler Sklerose (MS) aus aller Welt teilnehmen werden.

Abgeordnete und Regierungsmitglieder beglückwünschten Ryan McLaughlin zu seinem ungewöhnlichen Erfolg.

Quelle: Times Online

Winter-Sonne reicht nicht

Winter-Sonne reicht nicht Foto: iStockphoto

Vitamin D-Mangel ist weit verbreitet in der deutschen Bevölkerung. Vor allem im Vitamin D-Winter (bei uns zwischen Oktober und März) trifft es viele der „Problemgruppen“, vor allem die Alten und die Jugendlichen. Eine Unterversorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D bei 80 Prozent dieser Gruppen hat dramatische Auswirkungen vor allem auf chronische Erkrankungen und „Volkskrankheiten“ wie Osteoporose, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall, Krebs und Infektionskrankheiten, Demenz und Depression.

Die Kosten für das Gesundheitssystem gehen in die Milliarden. Kosten, die vermeidbar wären. Die im Winter fehlenden UVB-Strahlen der Sonne lassen sich nämlich durch künstliche Besonnung problemlos ersetzen. Schon mit einer kleinen Serie von UVB-Bestrahlungen oder Bestrahlungen mit Sonnen-ähnlichen Geräten kann eine erhebliche Verbesserung des Vitamin D-Spiegels erreicht werden.

Bei dem besonders langen Winter im hohen Norden ist es nicht verwunderlich, dass sich vor allem auch finnische Wissenschaftler mit dieser Möglichkeit beschäftigen, der Natur auf die Sprünge zu helfen. Ein Forschergruppe aus Lahti im finnischen Norden testeten mit 56 gesunden Frauen aller Altersgruppen die Wirkungen einer Bestrahlung mit ausschließlich UVB und alternativ mit simulierten Sonnenstrahlen auf die Vitamin D-Bildung über die Haut.

77 Prozent der Frauen wiesen zu Beginn der Versuche einen Vitamin D-Mangel (weniger als 50 nmol/L) und 11 Prozent sogar einen schweren Mangel (weniger als 25 nmol/L) aus.

Schon nach sieben Bestrahlungen mit insgesamt 13 SED (Standard Erythema Units) auf den gesamten Körper war der Vitamin-d-Spiegel um 11,4 nmol/L gestiegen, bei der Bestrahlung nur von Gesicht und Armen immerhin um 1,0 nmol/L. Bei den Bestrahlungen mit sonnenähnlichem Licht erhöhte sich der Spiegel im Durchschnitt um 3,8 nmol/L.

Selbst bei Messungen nach zwei Monaten lag der Vitamin D-Spiegel der UVB-bestrahlten Gruppe noch deutlich über der der nicht bestrahlten Kontrollgruppe.

Es hat sich gezeigt, dass schon eine kurze, niedrig dosierte UVB-Bestrahlung die Vitamin D-Versorgung im Winter deutliche verbessern kann,“ so fassen die finnischen Wissenschaftler das Ergebnis Ihrer Tests zusammen.

Über ähnliche Ergebnisse hatten wir hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Quelle: Highwire

Studie: K. Vähävihu et al., Narrow-band UVB course improves vitamin D balance in women in winter, British Journal of Dermatology 2010, Jan 22. (online vorab veröffentlicht)

junger-mann-in-der-sonneMännliche Hormone (Androgene) richten sich nach der Sonne.  Männer mit einem normalen Vitamin D-Spiegel im Blut von mindestens 30 ng/l haben deutlich höhere Testosteron-Werte (insbesondere an nicht gebundenem, verfügbarem und daher wirksamen Testosteron) als Männer mit niedrigeren Vitamin D-Werten (20-29 oder gar <20 ng/l).
Diese Werte sind – genau wie die Vitamin D-Werte – von der Sonneneinstrahlung abhängig. Ende März – am Ende des “Vitamin D-Winters” -  ist der Testosteron-Spiegel am niedrigsten, Ende August am höchsten. Flapsig gesprochen: Je höher die Sonne steigt, desto männlicher der Mann!

Ganz so drücken es zwar die Forscher an der Medizinischen Universität Graz nicht aus, die diesen Zusammenhang untersucht haben und jetzt die Ergebnisse in der Fachzeitschrift “Clinical Endocrinology” veröffentlichten.  Ihre Untersuchungen von 2299 Männern über einen  Zeitraum von vier Jahren bestätigen aber einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der  Versorgung mit dem “Sonnenschein-Vitamin D”, saisonalen Einflüssen und der Höhe des wirksamen männlichen Hormon-Pegels.

Da 80-90 Prozent des “Sonnenschein-Vitamins”  durch die UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium über die haut im Körper selbst gebildet wird, reicht die Ernährung für eine ausreichende Versorgung nich annnähernd.  “Das UVB-Licht ist und bleibt der wichtigste Lieferant, wer zu wenig in der Sonne ist, muss Vitamin D zusätzlich einnehmen“, so der Leiter der Forschungsgruppe, Dr. Winfried März vom Synlab Medizinischen Versorgungszentrum Heidelberg, im Interview mit pte.

Vor allem im Winter könne künstliches Sonnenlicht in Solarien das fehlende Sonnenlicht  ersetzen. “Die nötige Menge ist nicht einmal besonders hoch. Eine Exposition von 15 bis 20 Minuten reicht dafür aus“, so der Mediziner abschließend.

Quelle:  ScienceDaily/pte

Studie: E. Wehr, S.  Pilz, B.O. Boehm , W. März, B. Obermayer-Pietsch, Association of vitamin D status with serum androgen levels in menClinical Endocrinology 29. Dezember 2009

Menschen mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung verringern ihr Darmkrebs-Risiko um die Hälfte im Vergleich zu Menschen mit Vitamin D-Mangel. So das Ergebnis einer großen europäischen Studie mit einer halben Million Teilnehmern in 10 europäischen Ländern.

Forscher vom Imperial College, London, und der International Agency for Cancer Research (IARC) hatten in den Jahre 1992-1998 im Rahmen der  European Prospective Investigation into Cancer study (EPIC) umfangreiche Daten zu Ernährung und Lebensführung abgefragt und Blutwerte erhoben. In den folgenden Jahren waren 1.248 Menschen aus dieser Gruppe an Darmkrebs erkrankt und wurden in dieser Studie mit ebenso vielen gesunden Probanden verglichen.

Das Ergebnis bestätigt frühere epidemologische Studien, über die wir hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtete haben.

Diese große und sorgfältig durchgeführte Studie ist ein überzeugender Beleg für die Bedeutung des Vitamin D für den Schutz vor Darmkrebs…. Wir wissen, wie wichtig es ist, darauf zu achten, genügend Sonnenlicht zu bekommen – ohne die Haut zu schädigen -  um den Vitamin D-Spiegel im Blut hoch zu halten (Übers. d.Red),” so der Leiter der Studie am Imperial College,  Prof. Elio Riboli.

Einen Zusammenhang zwischen der Verminderung des Darmkrebs-Risikos und Vitamin D-reicher Ernährung konnten die Forscher nicht finden. Das Sonnenlicht sei offensichtlich sehr viel bedeutender für die Vitamin D-Versorgung als die Ernährung.

Eine Entdeckung von großer Bedeutung machten die Forscher sozusagen nebenbei: Vitamin A, Retinol, das etwa in Lebertran vorkommt, bremst die positive Wirkung von Vitamin D oder macht sie gar ganz zunichte. Diese Erkenntnis erklärt möglicherweise auch die widersprüchlichen Ergebnisse frühere Studien, je nachdem ob diese Studien in nordlichen Lädern mit hohem Lebertran-Konsum oder in südlichen Landern durchgeführt wurde. Die Fogeln dieser Entdeckung für die Therapie vieler chronischer Erkrankungen ist noch garnicht abzusehen.

Kleine Ironie am Rande: Die gleiche Organisation, die IARC, die Solarien erst kürzlich und die Sonne bereits 1992 als krebserregend eingestuft und damit eine Flut negativer Schlagzeilen über die künstliche Besonnung produziert hatte, betont jetzt mit der Veröffenltichung der spektakulären Bedeutung des “Sonnenschein-Vitamins” z. B. für den Darmkrebs die wichtige Rolle der Sonne bei der Vorbeugung und Heilung dieser Krebsart (und vemutlich vieler anderer bösartiger Tumore).

Quelle: Pressemeldung Imperial College

Studie:  Jenab et al.,  Association between pre-diagnostic circulating vitamin D concentration and risk of colorectal cancer in European populations: a nested case-control study, British Medical Journal 2010;340:b5500 (21. Januar 2010) – PDF

Vitamin D nutritional policy in Europe” ist der Titel eines Memorandums, den der Ständige Ausschuss der Europäischen Ärzte (Comité Permanent des Medecins Européen, CPME) Ende Oktober verabschiedet hatte.

Die Europäischen Ärzte unterstreichen darin die in der jüngeren Forschung zunehmend deutlich gewordene Bedeutung des Vitamin D nicht mehr nur für Knochen und Muskeln sondern mehr noch für das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System, die Zellteilung und Krebs sowie für den gesamten Soffwechsel des Menschen. Die Unterversorgung von mehr als der Hälfte der euroäischen Bevölkerung müsse überwunden werden. Das gelte besonders für die “Problemgruppe” der älteren Menschen.

Die natürliche Lösung dieses Problems durch das  Sonnenlicht (im Freien oder im Solarium) wird in diesem Dokument zwar als  ein einfach gangbarer Weg gesehen, der aber durch die Gefahr der Hautschädigungen bei Mißbrauch nicht empfohlen werden könne.

Bleibe nur der Weg über Nahrungsergänzung. Schon eine Gabe von 600-800 IE (Internationle Einheiten) proTag könne den Vitamin D-Spiegel im Blut um entscheidende 20 nmol/L (8 ng/mL) anheben. Die möglichen Nachteile dieser Strategie bleiben allerdings unberücksichtigt. Die Abhängigkeit einer solchen Strategie von sozialen, kulturellen und finanziellen Umständen wird immerhin erwähnt.

Dem Ständigen Ausschuss der Europäischen Ärzte gehören die wichtigsten nationalen Ärzteorganisationen der Mitgliedstaaten in der Europäischen Union an.

Quelle:  CPME

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