Archiv für die Kategorie 'UV-Strahlen'

Sonne schützt vor Multipler Sklerose

Sonne schützt die Nervenhüllen

Wer häufiger und länger sonnt und sich so einen hohen Vitamin D-Spiegel “ersonnt”, schützt seine Nerven vor Schäden an den Hüllen, die die Nerven im menschlichen Körper umgeben. Schon seit langem ist bekannt, dass die Menschen in den südlichen Ländern und Regionen zum Beispiel weit seltener an der unheilbaren Multiplen Sklerose erkranken als Menschen in nördlicheren Gefilden.
Allerdings erklären Sonnen-Exposition und Vitamin D nur einen Teil dieses Nord-Süd-Gefälles. Den ganzen Beitrag lesen »

Menschen, die in Ihrem Urlaub im Süden regelmäßig Sonnencremes benutzen, erleiden fast doppelt so  häufig (OR 1,91) einen Sonnenbrand wie die Sonnenschutz-Muffel.

Das ist eines der interessanten Ergebnisse einer umfassenden Studie der Dänischen Krebsgesellschaft (Danish Cancer Sociey) über mehrere Jahre. Die Forscher befragten 11.158 repräsentativ ausgewählte Dänen im Alter von 15—59 Jahren nach ihren Urlaubsreisen, ihrem Verhalten an der Sonne, mit welcher Absicht sie in die sonnigen Gefilde reisten und wie oft sie sich dabei einen Sonnenbrand zuzogen. Den ganzen Beitrag lesen »

Fetter Fisch statt Sonne

Dermatologen-Empfehlung: Sonnenschein-Vitamin D ohne Sonne. Viel fetter Fisch!

Nach hinhaltendem Widerstand in den vergangenen Jahren und gelegentlich haarsträubenden Rückzugsgefechten mit merkwürdigen Argumenten haben jetzt auch die Dermatologen die Bedeutung des “Sonnenschein-Vitamins”, Vitamin D, offiziell zur Kenntnis genommen. Nachdem andere medizinische Fachverbände längst neue Leitlinien, Grenzwerte und Empfehlungen zu Vitamin D verabschiedet hatten, ziehen jetzt auch die Dermatologen nach – wie in diesen Tagen die American Academy of Dermatology (AAD).

Dabei stehen die Organisationen der Dermatologen vor einem unlösbaren Dilemma: Nach jahrzehntelangen kostspieligen Feldzügen Seite an Seite mit der Kosmetik- und Pharmaindustrie gegen die Sonne und vor allem gegen das Solarium, würde eine radikale Kehrtwende die Glaubwürdigkeit beider irreparabel beschädigen. Den ganzen Beitrag lesen »

Wintersonne reicht nicht aus

Winter-Sonne reicht nicht für Vitamin D-Versorgung - vor allem bei Älteren

Alte Menschen sind eine der “Problemgruppen”, wenn es um die Versorgung mit dem lebenswichtigen Vitamin D geht – und das zu allen Jahreszeiten, vor allem aber im “Vitamin D-Winter” von Oktober bis März.  Als Folge des Mangels an „Sonnenschein-Vitamin“ drohen Knochenschwund, häufiges Fallen und oft tödlich endende Knochenbrüche sowie Infektions- und Autoimmunkrankheiten.

UVB-Strahlen können dieses Problem besser lösen als die regelmäßige Einnahme von Vitamin D-Präparaten. Den ganzen Beitrag lesen »

Häufiger und regelmäßiger Aufenthalte an der Sonne und eine Vitamin D-reiche Diät verringern das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um 32 bis 43 Prozent!

Entscheidend dabei ist die richtige und ausreichende Dosis an UVB-Strahlen. Ernährung – insbesondere Fisch, aber auch Milchprodukte, Eier und bestimmte Öle -  oder Nahrungsergänzung können  die Wirkung der Sonne unterstützen, allein dagegen haben sie kaum Einfluss auf Entstehung und Verlauf der Krebserkrankung. Den ganzen Beitrag lesen »

Mann und Frau in der Sonne - Kornfeld

Mittagssonne geniessen! Foto:Fotolia

Die Mittagssonne war mega-out! Jetzt ist sie wieder voll im Trend!

Mehr als 30 Jahre lang gehörte die Warnung vor der Mittagssonne, vor allem im Sommer, zum Mantra der Ratgeber-Redaktionen in sämtlichen Medien und natürlich bei den “Souffleuren” aus der “Anti-Sonne-und-Solarien”-Kamarilla mit ihren Sonnen-Angst-Kampagnen. 30 Jahre lang hat der falsche Rat:
“Meide die Mittagssonne um jeden Preis!
einen vernünftigen und gesundheitsfördenden Umgang mit der Sonne, mit ihren UV-Strahlen und mit der Vitamin D-Versorgung verhindert.

Jetzt wendet sich der Trend! Gesundheitsorganisationen und offizielle Stellen revidieren ihre Aussagen und Empfehlungen – und die Medien werden, wie immer, in einigem Abstand folgen. Der neue Rat:
“Nutze die Mittagssonne, mit Verstand!” Den ganzen Beitrag lesen »

Tomatenpaste gegen UV-SchädenTomatenmark schützt die Haut vor Sonnenbrand und UV-Schäden bei übertriebener Besonnung.  Tomaten enthalten viel Lycopin, in Tomatenmark ist diese Konzentration um mehr als das 10fache höher. Dieses Karotinoid wirkt als Antioxydantium gegen die zerstörerischen “Freien Radikalen“, die vor allem durch die UVA-Strahlen in den Hautzellen übermäßig angeregt werden und auch für die vorzeitige Hautalterung mit verantwortlich sind.
Dabei setzt das Tomatenmark mit seiner schützenden Wirkung gleich an mehreren Stellen an. Den ganzen Beitrag lesen »

Frau in der Sonne auf dem Golfplatz

Vom Büro auf den Golfplatz - nicht immer von Vorteil (Foto: Glaubitz-Fotolia)

Fast könnte man sagen: Je reicher die Leute, desto eher verursacht ihr Aufenthalt an der Sonne einen “schwarzen” Hautkrebs, das Melanom. Bei den mittleren und unteren Einkommen gibt es diesen Zusammenhang überhaupt nicht.

Eine Studie an verschiedenen kalifornischen Universitäten mit einem innovativen Ansatz verortete die Teilnehmer, 23,564 Fälle von Melanom aus den Jahren 1998- 2002,  per Geotagging in unterschiedlich sozial strukturierten Wohngebieten und befragte sie nach ihren Sonnen-Gewohnheiten.

Dabei stellt sich heraus, dass die Häufigkeit und Intensität des Aufenthalts an der kalifornischen Sonne nur bei den “Oberen Zehntausend”, den Bewohnern der sozial am besten gestellten Viertel, eine Auswirkung auf das Melanom-Risiko hatte. Die Bewohner der reichsten Viertel hatten um 60 Prozent höheres Risiko an Melanom zu erkranken als die Bewohner der ärmsten Viertel. Den ganzen Beitrag lesen »

Vitamin D-Winter

Wenn die Sonne fehlt ... Foto:Pixelio

Mit dem Beginn des “Vitamin D-Winters” beginnt auch der Vitamin D-Spiegel im Blut abzufallen. Mit dem sinkenden Vitamin D-Spiegel aber steigt die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Normalerweise werden etwa 90 Prozent  des “Sonnenschein-Vitamins D3″ durch die UVB-Strahlen der Sonne in der Haut gebildet. Das aber wird in der kalten Jahreszeit durch mehr Kleidung, weniger Aufenthalt im Freien und vor allem durch den niedrigen Stand der Sonne verhindert. Nahrungsergänzung und /oder Sonnenbank sind jetzt die Alternativen. Den ganzen Beitrag lesen »

Bräunen ohne Sonne mit Melanin-Produktion

Braun ohne Sonne?

“Natürliche” Bräune ohne oder mit wenig Sonne – in regelmäßigen Abständen machen sensationelle Meldungen über wissenschaftliche Entdeckungen die Runde, die den Bleichgesichtern in nördlichen Ländern neue Hoffnung auf mühelos gebräunte Haut machen. Nach dem Hype um die “Barbie-Droge” Melanotan (siehe hier, hier, hier und hier) war im Zeitalter der Gen-Manipulationen diese Meldung absehbar:
Schalter für die Melanin-Produktion entdeckt!

Melanin ist der Stoff, aus dem die Bräune kommt. Es wird, durch die UVB-Strahlen der Sonne (und im Solarium) angeregt in den Melanozyten tief in der Haut gebildet und wandert dann an die Hautoberfläche, wo es von den UVA-Strahlen von Sonne oder Solarium “eingedunkelt” wird. Dieser Prozess ist die natürliche Anpassung der Haut an die unterschiedliche Intensität der Sonnenstrahlen. Je dunkler die Haut, je mehr Melanin vorhanden, desto mehr der UV-Strahlen wird bereits an der Hautoberfläche abgeblockt. Auf diese Weise reguliert die Natur die Balance zwischen der  “guten” Sonne, die für Gesundheit und Wohlbefinden unverzichtbar ist (z. B. für die Vitamin D-Produktion), und der überschüssigen “bösen” Sonne, die die Hautzellen beschädigen und Hautkrankheiten verursachen kann.

Schon seit längerem ist das Transportmittel, ein Molekül mit der Bezeichnung cAMP,  bekannt, mit dem der “Befehl” zur Melanin-Produktion von der Hautoberfläche ins Zellinnere der Melanozyten weitergeleitet wird.

Die Wissenschaftler am Cutaneous Biology Research Center des  Massachusetts General Hospital in Boston haben nur ein Enzym entdeckt mit dem nüchternen Namen PDE-4D3 , das diesen Befehlsweg zu Produktion und Transport des Melanin steuert, vor allem aber eine Überproduktion von Melanin verhindert. Wenn man nun, so die Überlegung der Forscher, dieses Enzym einfach abschaltet, müsste die Melanin-Fabrik in den Melanozyten ständig Überstunden machen und große Mengen Melanin auf die Reise an die Hautoberfläche schicken.

Tiefenbräune ohne langes und wiederholtes Sonnen wäre auf diese Weise möglich. Die Natur wäre ausgetrickst. Die Menschen in nördlichen Ländern hätten eine Hautbräune, wie sie von der Natur eigentlich nur für Menschen in südlichen Ländern vorgesehen ist – mit der Konsequenz allerdings, dass mit den “bösen” Strahlen der Sonne auch die “guten” abgeblockt würden. Der Super-Sonnenschutz würde dazu führen, dass etwa der ohnehin schon epidemische Vitamin D-Mangel in Deutschland noch gesteigert  würde und die Folgen für die Entwicklung chronischer Krankheiten noch dramatischer ausfiele.

Nun ist es allerdings bis zur “Produktionsreife” eines “Abschalters” für das Enzym PDE-4D3 noch ein weiter Weg. Bisher ist es den Wissenschaftlern nur bei Mäusen gelungen, den Schalter sozusagen “per Hand” im Labor zu betätigen.  Die Kosmetikindustrie sieht hier aber schon einen neuen Markt am Horizont auftauchen: Eine Creme, die gleichzeitig tiefe Bräune und Sonnenschutz garantiert – ohne die zuckrigen chemische Färbemittel der Selbstbräuner heute.

Voraussetzung für den Erfolg allerdings: Die wirkungsvolle Verteufelung von Sonne und Solarium, für die hier ja ausreichend Ersatz angeboten würde. Das “Sonnenschein-Vitamin D3″ wird per “Schalter” aus der Betrachtung ausgeblendet.

Daher hat, um nicht in den Verdacht der Entwicklung einer neuen “Barbie-Droge” zu geraten, der Leiter der Studiengruppe, Dr. David Fisher, denn auch gleich den passenden PR-Slogan parat: “Das Haupt-Ziel bei der Stimulierung der Melanin-Produktion ist natürlich die Vorbeugung von Hautkrebs. Nicht nur würde das zusätzliche Melanin die UV-Strahlen direkt abblocken, sondern dieser alternative Weg zu einer braunen Haut würde die Leute davon abhalten, sich an der Sonne oder im Solarium zu bräunen...” (Übers. d. Red.)

Die Studie wird im November in der Fachzeitschrift “Genes & Development” veröffentlicht

Quelle: Eurekalert

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