Archiv für das Tag '25-hydroxyvitamin D'

Ältere Menschen, die nach einem Hüftbruch täglich eine hohe Dosis Vitamin D zu sich nehmen, erleiden weit weniger häufig neue Brüche und Rückfälle als andere. Das Vitamin D schützt vor weiteren Sturzverletzungen und schweren Infektionen. So eine Studie im Schweizerischen  Nationalen Forschungsprogramms «Muskuloskelettale Gesundheit – Chronische Schmerzen» unter Leitung der bekannten Vitamin D-Forscherin Prof. Heike Bischoff-Ferrari vom Zentrum Alter und Mobilität der Universität Zürich.

An der  Studie nahmen 173 Patientinnen und Patienten nach einer Hüftbruchoperation teil. Alle Studienteilnehmer nahmen täglich Vitamin D ein – die eine Hälfte von ihnen in der empfohlenen Standarddosis (800 IE, internationale Einheiten), die andere Hälfte in einer zweieinhalbfach erhöhten Dosis. Dabei zeigte sich: Patienten und Patientinnen mit der höheren Dosis erlitten im Folgejahr deutlich weniger Sturzverletzungen. Zudem schützte die höhere Dosis vermehrt vor schweren Infektionen.

Vitamin D wird zu etwa 90 Prozent in der Haut durch Sonnenlicht gebildet. Mit zunehmendem Alter nimmt der Aufenthalt an der Sonne ebenso ab wie die Fähigkeit der Haut, das Vitamin D herzustellen. In der älteren Bevölkerung ist ein Mangel daher weitverbreitet: In Europa ist mehr als die Hälfte aller Erwachsenen mit Vitamin D unterversorgt.

Aufgrund der Studien-Ergebnisse empfiehlt Bischoff-Ferrari älteren Menschen, die schon einen Hüftbruch erlitten haben, die höhere Dosierung:
Die Standarddosis reicht zwar aus, um die Muskulatur zu stärken und dadurch Stürze zu vermeiden“, so Bischoff-Ferrari. Um bei den dennoch eintretenden Stürzen auch das Knochenbruchrisiko zu verringern, brauche es im Blut jedoch einen höheren Vitamin-D-Spiegel, und somit eine höhere Dosierung.

Vitamin D ist wichtig für starke Knochen, weil es die Aufnahme von wichtigen Knochenbestandteilen wie etwa Kalzium und Phosphat im Darm und deren Einbau in die Knochen fördert. Ein Mangel an Vitamin D kann deshalb zu schmerzhaften Knochenerweichungen und zu einer erhöhten Knochenbruchgefahr führen.

Gegenteilige Wirkung?

Dem scheint eine soeben erschienene australische Studie zu widersprechen.  An der Universität von Melbourne hatten Forscher um Prof. Kerrie M. Sanders drei Jahre lang mehr als 1.000 Frauen von 70 Jahren und älter eine einzelne Dosis Vitamin D von 500.000 IE jährlich verabreicht. Weitere 1.100 Probanden erhielten eine Placebo.

Das unerwartete Resultat:  Mehr Teilnehmerinnen in der Vitamin D-Gruppe erlitten einen Knochenbruch als in der Placebot-Gruppe: 171 gegenüber nur 135 Brüche. Auch die Zahl der Stürze ohne Knochenbruch  in dieser Zeit lag in der Vitamin D-Gruppe höher als in der Placebo-Gruppe.

Diesen scheinbaren Widerspruch löst in einem Kommentar im gleichen Heft der Fachzeitschrift JAMA die bekannte Wissenschaftlerin vom Institut für Ernährung und Altersforschung an der Tufts Universität in Boston, Bess Dawson-Hughes, auf:
Auch in früheren Studien und Tierversuchen habe sich gezeigt, dass bei sehr hohen einmaligen Dosen Vitamin D eine Art Abwehrreaktion (abrupte Verminderung des “aktiven” Vitamin D, 1,25-dihydroxyvitamin D)  einsetze, die die Wirkung des Vitamins vermindere  oder gar ganz verhindere. In diesen Veruchen sei es ausserdem zu Gefäßverkalkungen gekommen. Beides könne die erhöhte Sturz- und Bruchgefahr erklären.

Paradoxerweise könnten aber auch einige der bekannten positiven Wirkungen des “Sonnenschein-Vitamins”, die erhöhte Beweglichkeit durch Stärkung der Muskeln und Verbesserung von Bewegungsschmerzen, durch vermehrte Aktivität der Senioren zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Die Autorin warnt daher vor einmalig extrem hohen Dosen an Vitamin D. Anders als bei der Vitamin D-Synthese durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium, kann es bei der Verabreichung von zusätzlichem Vitamin D etwas in Pillenform zu Fehldosierungen mit negativen Folgen kommen.

Quelle: PubMed, AlphaGalileo

Studien:
Heike A. Bischoff-Ferrari et al.,  Effect of High-Dosage Cholecalciferol and Extended Physiotherapy on Complications After Hip Fracture, Archives of Internal Medicine,  Vol. 170 No. 9, 10. Mai, 2010

Kerrie M. Sanders et al.,  Annual High-Dose Oral Vitamin D and Falls and Fractures in Older Women – A Randomized Controlled Trial, JAMA. 2010;303(18):1815-1822., 12. Mai. 2010

Bess Dawson-Hughes, Susan S. Harris, High-Dose Vitamin D Supplementation
Too Much of a Good Thing?
JAMA, 12. Mai 2010—Vol 303, No. 18

Sonnenschutz ist wichtig. Allumfassender Sonnenschutz, wie von der Kosmetikindustrie und einigen Dermatologen immer wieder propagiert, hat dagegen fatale Folgen für die Gesundheit!

Zwei grundlegende Studien haben sich jetzt mit der “Güterabwägung” zwischen der “guten” und der “bösen” Sonne befasst und kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass der gesundheitliche Nutzen einer kontrollierten, regelmäßigen Besonnung die möglichen Gefahren der UV-Strahlen um ein Vielfaches übersteigt.

Prof. Dr. Jörg Reichrath, Universität des Saarlands, einer der Autoren einer umfassenden Review-Studie: “Wir und andere Forscher haben gezeigt, dass strikter Sonnenschutz zu Vitamin D-Defiziten führt und dass die Diagnose und Behandlung dieses Vitamin D-Defizits, vor allem bei Gruppen mit geringer Sonnen-Exposition, von höchster Wichtigkeit ist.“  Forschungen der letzten Jahre hätten immer wieder nachweisen können, dass Vitamin D-Mangel von großer Bedeutung sei für Vorbeugung und Behandlung vieler Krankheiten wie etlicher Krebsarten, Knochen- und Muskelschwäche, Autoimmun-Erkrankungen wie Diabetes oder Multiple Sklerose, Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck.

Die Studie kommt aufgrund einer gründlichen Analyse der bisher vorliegenden Forschungsergebnisse zu konkreten Empfehlungen für eine ausgewogene Balance zwischen ausreichender Besonnung im Freien oder im Solarium für eine gleichmäßige Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D3 einerseits und der Vermeidung von Hautschäden durch angemessenen Sonnenschutz auf der anderen Seite.

400.000 Leben könnten jedes Jahr gerettet werden

Spektakulärer die Schlussfolgerungen einer Studie von Prof. William B. Grant vom Sunlight, Nutrition and Health Research Center (SUNARC),  San Francisco, USA.
Prof. Grant macht den Versuch, in einer Modellrechnung die positiven wie negativen Folgen einer erhöhten Vitamin D-Versorgung durch UVB-Strahlen von Sonne oder Solarium zu bestimmen.

Kurz zusammengefasst lautet sein Fazit für die USA:
Eine  Erhöhung des durchschnittlichen Vitamin D-Spiegels (25-hydroxyvitamin D) im Blut von derzeit 25 auf 45 Nanogramm pro Milliliter (45 ng/ml) durch eine in etwa Verdoppelung der Sonnen/UVB-Exposition würde zwar einerseits zu einem Ansteig der Hautkrebserkrankungen und Sterbefälle um einige tausend führen.  Der “Gewinn” aber an geretteten Leben durch die mit Hilfe des “Sonnenschein-Vitamins” drastisch verminderte Sterberate bei vielen Volkskrankheiten von Osteoporose über Diabetes bis hin zu Brust-,  Prostata- und Darmkrebs liege bei geschätzten 400.000 pro Jahr allein in den USA. Ein gewaltiger Unterschied in den positiven und negativen Folgen einer verdoppelten UVB-Nutzung.

In einer detaillierten Hochrechnung auf Basis der Forschungsergebnisse vergangener Jahre zu den Auswirkungen von Vitamin D-Mangel auf das Erkrankungs- und Sterberisiko bei den wichtigsten Krankheiten kommt Grant zu dem Schluss: “Die Empfehlung, das UV-Licht der Sonne oder der künstlichen Besonnung zu meiden ist konterproduktiv.” Die ständig wachsende Zahl der einschlägigen Studien sollte dringend zu einer Umkehr der Gesundheitspolitik und öffentlichen Aufklärung führen: Vernünftige Nutzung statt Vermeidung der UV-Strahlen!

Quelle: PubCrawler

Studien:
Jörg Reichrath, Bernd Nürnberg, Cutaneous vitamin D synthesis versus skin cancer development: The Janus-faces of solar UV-radiationDermato-Endocrinology, Volume 1, Issue 5, September/October 2009

William B. Grant, In defense of the sun – An estimate of changes in mortality rates in the United States if mean serum 25-hydroxyvitamin D
levels were raised to 45 ng/mL by solar ultraviolet-B irradiance
, Dermato-Endocrinology 1:4, 207-214

Ein Mangel an Vitamin D schadet Herz und Gefäßen. Darüber haben wir in diesem Weblog allein im Jahr 2008  (z.B. hier, hier, hierhier, hier, hier und hier) häufiger berichtet. Niedrige Vitamin-D-Werte im Blut bedeuten ein doppelt so hohes Risiko für eine Herzattacke, einen Schlaganfall oder ähnliche Störungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Einen umfassenden Überlick über die Forschungen zum Zusammenhang von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck etc. und dem “Sonnenschein-Vitamin D3″ liefert jetzt eine Review-Studie der University of Missouri unter Mitarbeit des bekannten Vitamin D-Forschers Michael F. Holick.

Die Vitamin-D-Werte wieder auf ein normales Maß zu bringen, ist wichtig, um die Gesundheit von Skelett- und Muskelapparat zu erhalten, aber könnte ebenso die Herzgesundheit verbessern“,  so wird der Leiter der Forschungsgruppe, James H. O’Keefe, im “Wissenschaft aktuell“-Blog zitiert.

Vitamin D entsteht zu etwa 90 Prozent über die UVB-Bestrahlung der Haut durch Umwandlung von Cholesterol in Cholecalciferol (Vitamin D3, 25 (OH) D). Im “Vitamin D-Winter” von Oktober bis März reichen die Strahlen der Sonne dafür nicht aus. Nahrungsergänzung oder das Solarium (dazu hier und hier) können den Mangel ausgleichen.

Fast gleichzeitig erscheint eine Studie mit ähnlichen Ergebnissen: Wissenschaftler am University of Colorado Health Sciences Center in Denver, USA, hatten Daten aus dem für die USA repräsentativen Third National Health and Nutrition Examination Survey (1988-1994) mit 16,603 Teilnehmern auf einen Zusammenhang von Herz- und Gefäßerkrankungen mit einem Vitamin D-Mangel analysiert – mit eindeutigem Resultat:

Probanden mit einem Vitamin D-Defizit hatten ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko, an Herz- und Gefäßleiden zu erkranken.

Quelle: PubCrawler

Studien:
John H. Lee et al., Vitamin D Deficiency – An Important, Common, and Easily Treatable Cardiovascular Risk Factor? Journal of the American College of Cardiology, 2008; 52:1949-1956

J. Kendrick et al.,  25-Hydroxyvitamin D deficiency is independently associated with cardiovascular disease in the Third National Health and Nutrition Examination Survey. Atherosclerosis, November 2008, vorab online

Vitamin D,  gemessen als Serum 25(OH)D und in seiner bioaktiven Form 1,25(OH)2D, hat bei Erkrankungen an Mutlipler Sklerose Einfluss sowohl auf die Schwere der Krankheit als auch auf die Wahrscheinlichkeit und Heftigkeit eines neuen Krankheitsschubs.

Eine holländische Studie von der Universität Maastricht ergänzt damit frühere Studien (wir berichteten hier, hier, hier und hier) über die Verbindung von Vitamin D und Multipler Sklerose um einige wichtige Aspekte.

Bei 267 MS-Patienten wurde der Vitmain D-Serumspiegel im Blut über einen Zeitraum von fünf Jahren gemessen und mit der Krankheitsentwicklung der Patienten verglichen.  Bei Patienten mit einem hohen Vitamin D-Spiegel im Blut entwickelte sich die Krankheit deutlich weniger dramatisch und es kam zu weit weniger Rückfällen als bei Patienten mit Vitamin D-Mangel.

Ebenfalls  belegt eine vorab online veröffentlichte Studie von der University of British Columbia, Vancouver, Kanada, die schützende Wirkung der UV-Strahlen vor neuen MS-Schüben.  Die Zeit zwischen den Schüben konnte bei verstärkter UV-Bestrahlung deutlich verlängert werden. Auch die gefährliche Verbindung von Atemwegsinfekten mit MS-Schüben könnte durch die UV-Strahlen und den dadurch gestiegenen Vitamin D-Serum-spiegel im Blut erheblich reduziert werden.

Erst vor wenigen Wochen hatte eine Review-Studie von der New Jersey Medical School, Newark, USA, eine allgemeine Schutzwirkung des “Sonnenschein-Vitamin” D vor Multipler Sklerose festgestellt.

In einer holländischen Studie mit 103 Probanden wurde die Schutzweirkung von Vitamin D bestätigt, in diesem Falle aber nur für Frauen.

Quelle: PubMed

Studien:
J. Smolders et al., Association of vitamin D metabolite levels with relapse rate and disability in multiple sclerosis, Multiple Sclerosis, Vol. 14, No. 9, 1220-1224 (November 2008 – vorab online)

Helen Tremlett et.al, Monthly Ambient Sunlight, Infections and Relapse Rates in Multiple Sclerosis. Neuroepidemiology, 30. Oktober , 2008; 31(4): 271-279. (Online vorab veröffentlicht)

S. Christakos et al., Vitamin D and multiple sclerosisJ Cell Biochem. 2008 Oct 1;105(2):338-43

J.J. Kragt et al., Higher levels of 25-hydroxyvitamin D are associated with a lower incidence of multiple sclerosis only in women, Mult Scler., 21. November2008 (online vorab)

Mangel an Vitamin D verdoppelt das Sterberisiko – allgemein, vor allem aber bei Herz- und Kreislauferkrankungen. So das Ergebnis einer Forschungsgruppe an der Medizinischen Universität Graz, das jetzt in den “Archives of Internal Medicine” veröffentlicht wurde.

Für die Studie untersuchten die österreichischen Forscher den Vitamin-D-Gehalt im Blut von 3.258 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren, die zwischen 1997 und 2000 im Krankenhaus waren und verfolgten ihre Fälle über mehr als sieben Jahre.

Während der Untersuchung starben beinahe doppelt so viele Patienten aus der Gruppe mit dem niedrigsten wie Patienten aus der Gruppe mit dem höchsten Vitamin-D-Wert im Blut. Besonders auffällig sei zudem der Zusammenhang zwischen dem Vitamin-Wert und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gewesen, hieß es in dem Beitrag für das Wissenschaftsmagazin.

In den vergangenen Wochen hatten wir schon mehrfach über Studien mit ähnlichen Ergebnissen berichtet, zum Beispiel hier, hier und hier.

Das lebenswichtige Vitamin D wird zu etwa 90 Prozent mit Hilfe der UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium aus Grundstoffen wie Cholesterol im menschlichen Körper gebildet.

Eine internationale Konferenz (Konsensus-Konferenz) hatte vor Kurzem kalkuliert, dass bis zu 60 Prozent vor allem der älteren Menschen und der Jugendlichen in USA und Europa an einem Vitamin D-Mangel leiden.

Quelle: PubMed

Studien:

Harald Dobnig et al.,  Independent Association of Low Serum 25-Hydroxyvitamin D and 1,25-Dihydroxyvitamin D Levels With All-Cause and Cardiovascular Mortality, Archives of Internal Medicine, 2008;168(12):1340-1349,  23. Juni 2008

S. Pilz , H.Dobnig et al., Vitamin D and mortality in older men and women, Clin Endocrinol (Oxf), 18. Februar 2009   (vorab online)

Sonne gegen Krebs – die Hinweise häufen sich. Fast gleichzeitig sind in diesen Tagen zwei Studien renommierter internationaler Institute erschienen, die einen direkten Zusammenhang herstellen zwischen der Höhe des – zu etwa 90 Prozent durch UV-Bestrahlung im Körper selbst erzeugten – Vitamin D-Spiegels im Blut und dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

In einer epidemologischen Studie über 107 Länder der Erde weisen Forscher von der University of California in San Diego, USA, nach, dass das Brustkrebs-Risiko im gleichen Maße abnimmt wie die Häufigkeit und Intensitat der UV-Bestrahlung durch Natur- und künstliche Sonne zunimmt. Dabei wurden andere Riskiofaktoren wie Alter, Übergewicht, Zahl der Geburten, Alkoholkonsum, Rauchen, Kalorienaufnahme etc. ausgeschlossen. Berücksichtigt wurden auch die Bewölkung und die Veränderungen der Ozonschicht.

Eine Studie vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und der Universitätklinik Hamburg-Eppendorf kommt auf völlig anderem Wege zum gleichen Ergebnis: Frauen mit einem sehr niedrigen Vitamin D-Spiegel (25-hydroxyvitamin D, 25(OH)D) im Blut haben ein deutlich erhöhtes Brustkrebs-Risiko.

Die Wissenschaftler um Dr. Jenny Chang-Claude am DKFZ verglichen die Vitamin D-Werte von 1,394 Brustkrebspatientinnen und ebenso vielen gesunden Frauen und waren selbst überrascht von der Eindeutigkeit der Ergebnisse, auch wenn ein zeitweiser Sonnenmangel durch den Klinikaufenthalt der krebskranken Frauen berücksichtigt werden muss.

Außerdem scheint das Vitamin D auch die Risiken einer Östrogen-Behandlung in den Wechseljahren zu senken.

Quellen: ScienceDaily und EurekAlert

Studien:
S.B. Mohr , C.F. Garland , E.D. Gorham , W.B. Grant, F.C. Garland, Relationship between Low Ultraviolet B Irradiance and Higher Breast Cancer Risk in 107 Countries, Breast Journal, März 2008, vorab online publiziert

J. Chang-Claude et al., Vitamin D receptor gene polymorphisms and haplotypes and postmenopausal breast cancer risk, Breast Cancer Res. 2008 Apr 17;10(2):R31 (vorab online veröffentlicht)

Vitamin D-Mangel verkürzt erheblich die Lebenszeit quer durch alle Bevölkerungsschichten, Altergruppen und Krankheiten. Mit diesem Ergebnis einer epidemologischen Studie an der bekannten Johns Hopkins University, Baltimore, USA, wird einmal mehr bestätigt, was auch für Europa in einer umfassenden Studie erst kürzlich festgestellt wurde: Eine ausreichende Versorgung mit dem “Sonnenschein-Vitamin” durch natürliche und künstliche Besonnung und/oder Nahrungsergänzung mindert das Risiko um bis zu 22%, an Krankheiten wie – in diesem Fall – Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.

Die Forschungsgruppe um Erin D Michos hatte zuvor als die wesentlichen Risiko-Faktoren für einen Vitamin D-Mangel: höheres Alter, weibliches Geschlecht, dunkle Haut, Rauchen, Diabetes und Übergewicht identifiziert.

Die Studie untersuchte die Daten von mehr als 12.000 Erwachsenen aus dem “Third National Health and Nutrition Examination Survey“.

Quelle: ScienceDirect

Studie: Erin D Michos et al., 25-OH Vitamin D Deficiency and the Risk of All-Cause Mortality in the General Population: Results from the Third National Health and Nutrition Examination Survey Linked Mortality Data, Circulation, 2007;116:II_826