Archiv für das Tag 'Brustkrebs'

In einem Versuch, die ständig wachsenden Einsichten in den komplexen Zusammenhang von Sonnenschein-Vitamin D und vielen Krebserkrankungen so knapp wie möglich zusammen zu fassen, hat jetzt der auch in Deutschland weithin als Vitamin D-Experte bekannte Prof. William B. GrantZehn Tatsachen über Vitamin D und Krebs” formuliert.

Hier die 10 Punkte in der Übersetzung durch die Redaktion: Den ganzen Beitrag lesen »

Das Vorkommen von Brustkrebs könnte halbiert werden, wenn Frauen einen Vitamin D-Spiegel im Blut von 47 ng/ml erreichten.

Das ist eine der Aussagen aus einer Übersichtsstudie zu Sonne, Vitamin D und Brustkrebs an der University of California San Diego, USA. Die Forscher hatten die Daten auf elf (11) internationalen Studien analysiert und einen gemeinsamen Risikofaktor  für Frauen mit niedrigem gegenüber Frauen mit hohem Serumspiegel errechnet.

Danach verringern Frauen mit Werten im obersten Fünftel der Teilnehmerinnen ihr Brustkrebsrisiko um knapp 40 Prozent gegenüber den Frauen im untersten Fünftel.

Erst kürzlich hatten wir über eine aktuelle Studie berichtet, die zu ähnlichen Ergebnissen bei der Untersuchung über den Zusammenhang der Sonne-Exposition und der Entstehung von Brustkrebs.

Quelle: PubCrawler

Studie: Sharif B. Mohr et al, Serum 25-Hydroxyvitamin D and Prevention of Breast Cancer: Pooled Analysis,
Anticancer Research, September 2011. vol. 31 no. 9 2939-2948

 

Sonnenscheihn-Vitamin gegen Brustkrebs

Sonne schützt vor Brustkrebs

Häufigere Aufenthalte an der Sonne verringern in allen Altersstufen das Risiko einer Brustkrebserkrankung.

Der Zusammenhang von Vitamin D, dem Sonnenschein-Vitamin, und der Vorbeugung von Brustkrebs ist in den vergangenen Jahren in etlichen Studien belegt worden. (Wir haben hierhier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier darüber brichtet). Oft ging es dabei um den Vitamin D-Status durch Ernährung oder Mahrungsergänzung. Die Forscher um Prof. Laura N. Anderson an der Universität von Toronto aber fragten in ihrer Studie ausschließlich nach Vitamin D aus einer Quelle, dem Sonnenschein. Den ganzen Beitrag lesen »

Eine weitere Studie belegt jetzt den Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und der aggressivsten Form des Brustkrebs sowie mit den Überlebenschancen der Erkrankten. Über frühere Studien zu Vitamin D und Brustkrebs hatten wir hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Forscher am University of Rochester Medical Center in den USA untersuchten 155 Brustkrebspatientinnen im Verlauf eines Jahres vor und nach dem chirurgischen Eingriff.  Ein Vitamin D-Mangel wurde vor allem bei den Frauen festgestellt,  bei denen besonders  therapieresistente Brustkrebsarten aufgetreten waren. Bei diesen Frauen traten diese gefährliche Form des Krebses drei Mal häufiger auf als bei Frauen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung (32 ng/mL oder höher).

Quelle: Rochester University news

Studie: Luke J. Peppone et al., The effect of various vitamin D supplementation regimens in breast cancer patients, Breast Cancer Research and Treatment, 127/1, 171-177

Häufiger und regelmäßiger Aufenthalte an der Sonne und eine Vitamin D-reiche Diät verringern das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um 32 bis 43 Prozent!

Entscheidend dabei ist die richtige und ausreichende Dosis an UVB-Strahlen. Ernährung – insbesondere Fisch, aber auch Milchprodukte, Eier und bestimmte Öle -  oder Nahrungsergänzung können  die Wirkung der Sonne unterstützen, allein dagegen haben sie kaum Einfluss auf Entstehung und Verlauf der Krebserkrankung. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnenschein hilft gegen Brustkrebs

Frauen zur Sonne!

Das Brustkrebsrisiko für Frauen könnte schon mit einer relativ geringen Verbesserung der Vitamin D-Versorgung durch mehr Sonne, Nahrungsergänzung oder Solarium um 27 Prozent gesenkt werden.

Das Sonnenschein-Vitamin reguliert, wie die Forschung der vergangenen Jahre gezeigt hat, die Zellteilung und verhindert das Wachstum entarteter Zellen.  Dass diese Wirkung auch im Zellgewebe der Brust wirkt, zeigt das Vorhandensein sogenannter Vitamin D-Rezeptoren, den “Empfangschefs” oder “Schleusern” für das wirksame Vitamin D in das Innere der Zellen, an den Zellen der weiblichen Brust.

Eine französische Studie mit 636 an Brustkrebs erkrankten und 1.272 gesunden Teilnehmerinnen kommt zu dem Ergebnis, dass die Frauen im oberen Drittel der Vitamin D-Werte im Blut ihr Brustkrebsrisiko gegenüber den Frauen im unteren Drittel um gut ein Viertel senken.

Diese Wirkung trat vor allem ein bei Frauen vor der Menopause und nimmt danach deutlich ab. In anderen Worten: Gerade bei den Jüngeren ist die schützende Wirkung des Sonnenschein-Vitamins besonders groß.

Ob der Vitamin D-Spiegel im Blut  am wirkungsvollsten durch den Aufenthalt an der Sonne (normalerweise in unseren Breiten für 80-90 Prozent der Versorgung “zuständig”)  oder, etwa im “Vitamin D-Winter”, im Solarium oder durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln erreicht wird, dazu äussern sich die Autoren nicht.

Diese Ergebnisse bestätigen früher, vor allem epidemologische Studien, über die wir berichtet haben (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Quelle:  ReutersHealth

Studie: F Clavel-Chapelon et al., Serum 25(OH) Vitamin D and Risk of Breast Cancer: A Nested Case-Control Study from the French E3N Cohort, Cancer Epidemiological, Biomarkers & Prevention, September 1, 2010; 19(9): 2341-50

iStock_000006249869XSmall[1]

Foto: iStockphoto

Der Zusammnehang von Vitamin D und Brustkrebs ist wohl der am besten belegte Hinweis auf die vorbeugende Wirkung des Sonnenschein-Vitamins bei Krebs. Wir haben darüber verschiedentlich berichtet: hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Die wirksame Form des Vitamins steuert die Zellteilung und die Beseitigung entarteter Zellen.

Dass dies (auch) über den Weg der Regulierung von Sexualhormonen, Progesteron und Estradiol, im weiblichen Köper geschieht, haben jetzt Forscher am Mount Sinai Hospital in New York nachgewiesen. Bei 101 jungen Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren wurde mit Hilfe von Fragebögen und Blutentnahmen die Versorgung mit Vitamin D und die Entwicklung der beiden Hormone gemessen sowie Daten zur Lebensführung, sportliche Aktivitäten, BMI, Rauchen und ethnische Herkunft erhoben.

Es zeigt sich, dass bei einem Anstieg des Vitamin D-Serums – 25(OH)D – im Blut um je 10 nmol/L  das Progesteron  um jeweils 10 Prozent und das Estradiol um jeweils 3 Prozent abnahm und damit das Risiko einer Brustkrebs-Erkrankung .

Quelle: HighWire

Studie: Julia A Knight, Jody Wong, Kristina M Blackmore, Janet M Raboud, and Reinhold Vieth,  Vitamin D association with estradiol and progesterone in young women, Cancer Causes Control, November 15, 2009

Die schützende Wirkung des Vitamin D vor dem Brustkrebs und der Einfluss einer optimalen Versorgung mit dem “Sonnenschein-Vitamin” auf die Chancen, diesen Krebs zu überleben, sind in der wissenschaftlichen Diskussion kaum noch umstritten  – vor allem mit der Entdeckung der Vitamin D-Rezeptoren in den  Brustkrebs-Zellen.

In einer Langzeitstudie über 12 Jahre mit 513 an Brustkrebs erkrankten Frauen berichtete jetzt ein kanadisches Forscher-Team über seine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen einem Vitamin D-Defizit, dem Auftauchen von Metastasen im Körper und der Chance, den Brustkrebs zu überleben.

Nur ein Viertel der Frauen hatte zu Beginn der Studie einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel.  Jeweils deutlich mehr als ein Drittel litten unter einem leichten oder erheblichen Vitamin D-Mangel.

In der Gruppe der Frauen mit Vitamin D-Defizit traten im Laufe der Jahre neue Tumore dopplet so häufig auf wie bei den Frauen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung. Die Überlebensrate der Frauen mit einem normalen Vitamin D-Spiegel im Blut  lag um 73 Prozent höher als die der Frauen mit einem Vitamin D-Defizit.

Quelle: PubCrawler

Studie:  Pamela J. Goodwin et al.,  Prognostic Effects of 25-Hydroxyvitamin D Levels in Early Breast Cancer, Journal of Clinical Oncology, Vol 27, No 23 (10. August ), 2009: pp. 3757-3763

Nachdem in den vergangenen Jahren eine Reihe von Studien renommierter Institute einen deutlichen Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und Brustkrebs-Risiko belegt hatten, kommt jetzt eine methodisch sehr solide Studie von Wissenschaftlern unterschiedlicher US-Forschungseinrichtungen zum gegenteiligen Ergebnis.

Die Forscher um Rowan T. Chlebowski von der University of California Los Angeles werteten die Daten der Women’s Health Initiative (WHI) aus, Daten von über 36.000 Frauen, die ursprünglich für ein anderes Forschungsinteresse erhoben worden waren: Der Wirksamkeit von Kalzium- und Vitamin D-Gaben für die Vorbeugung von Knochenbrüchen. Die Hälfte der Frauen hatten täglich 1.000 mg Kalzium und 400 IU (Internationele Einheiten) Vitamin D bekommen, die andere Hälfte, die Kontrollgruppe,  nicht.  Die Frauen waren über 7 Jahre beobachtet worden. Nach dieser Zeit hatten fast ebensoviele Frauen in der Gruppe mit denKalzium und Vitamin D-Gaben einen Brustkrebs entwickelt (528) wie die in der Kontrollgruppe (546).

Das “Aus” für die Hoffnungen, ein wirkungsvolles Mittel gegen die “Volkskrankeit Brustkrebs” gefunden zu haben? Sicher nicht!

Schon in früheren Studien, die sich auf diese Daten stützten, war darauf hngewiesen worden, dass die Dosis von 400 IU Vitamin D als Nahrungsergänzung bestenfalls für die Vorbeugung von Rachitis ausreichen könne, niemals aber wirksam genug sei für die Prävention von anderen Erkrankungen, insbesondere Krebs. Im Verlauf der studie hatte sich denn auch gezeigt, dass bei den vergleichsweise gut mit Vitamin D versorgten Studienteilnehmerinnen die 400 IU so gut wie keinen Einfluss hatten auf den Gehalt des Serum Vitamin D3 – 25(OH)D – im Blut .

In der Tat war zu Beginn der Studie im Jahr 1993 noch wenig bekannt über die Gesundheitswirkungen des Vitamin D jenseits der Rachitis-Bekämpfung. Heute gehen die Experten davon aus, dass eine tägliche Gabe von 1.000 – 2.000 IU Vitamin D notwendig ist, um den Serum-Spiegel im Blut anzuheben und die gewünschte Schutzwirkung zu erreichen.

Außerdem hatten viele Frauen in der Kontrollgruppe tatsächlich Vitamin D als Nahrungergänzung gegen drohende Osteoporse erhalten und ein größerer Anteil an schlanken und körperlich besonder fitten Frauen deutete auf mehr köperliche Bewegung im Freien hin – und damit auf die Sonne als Vitamin D-Spender.

Entsprechend vorsichtig fielen denn auch die Schlussfolgerungen der beteiligten Wissenschaftler und der Kommentatoren im gleichen Heft des renommierten Journal of the National Cancer Institute aus. Weitere Untersuchungen auf der Basis neuerer Erkenntnisse seien notwendig.

Im neuen Jahr eröffnet den Reigen von Untersuchungen zu diesem Thema ausgerechnet eine deutsche Studie vom Krebssforschungszentrum Heidelberg, auf die wir in einer früheren Fassung bereits hingewiesen hatten.

Gleichzeitig erscheint eine Metastudie, die wiederum bei der Untersuchung der Rolle der Vitamin D Rezeptoren zu im wesentlichen positiven aber nach wie vor widersprüchlichen Ergebnissen kommt.

(Fast) alle Fragen nach wie vor offen?

Manifest (“Call to Action”)  der internationalen Experten

Ein Panel von mehr als 30 der bekanntesten Vitamin D-Forscher sind da anderer Meinung: In diesen Tagen veröffentlichten sie einen dringenden Appell (“Call to Action“) vor allem an alle Gesundheitsinstitutionen, eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D zu gewährleisten. Damit seien oft bis zur Hälfte der Krankheits- und Todesfälle bei vielen “Volkskrankheiten” zu verhindern. Allein in den USA verursache der derzeitige, “epidemische” Vitamin D-Mangel Kosten von 100-200 Milliarden Dollar für das Gesundheitssystem.

Quelle: ScienceDaily

Studie: Chlebowski RT, Johnson KC, Kooperberg C, Pettinger M, Wactawski-Wende J, et al. Calcium Plus Vitamin D Supplementation and the Risk of Breast Cancer. J Natl Cancer Inst, 2008; 100:1581-1591

Editorial: Speers C, Brown P., Editorial: Breast Cancer Prevention Using Calcium and Vitamin D: A Bright Future? J Natl Cancer Inst, 100:1562-1565

Abbas, S. et al., Plasma 25-hydroxyvitamin D and premenopausal breast cancer risk in a German case-control study. Int J Cancer 2009;124:250-5

James D. McKay et al., Vitamin D Receptor Polymorphisms and Breast Cancer Risk: Results from the National Cancer Institute Breast and Prostate Cancer Cohort Consortium, Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention 18, 297-305, January 1, 2009

Die Unterzeichner des “Vitamin D-Manifests”:
Sunlight, Nutrition and Health Research Center
William B. Grant, Ph.D.
Creighton University
Robert P. Heaney, M.D., Joan M. Lappe, Ph.D., R.N.
Boston University School of Medicine
Michael F. Holick, Ph.D., M.D.
Medical University of South Carolina
Bruce W. Hollis, Ph.D.
Harvard School of Public Health
Edward Giovannucci, M.D., ScD., Walter C. Willett, Dr. P.H., M.D.
University of Toronto, Mt Sinai Hospital
Reinhold Vieth, Ph.D.
University of California Davis

Bruce D. Hammock, Ph.D., Hari A. Reddy, Ph.D., Ray Rodriguez, Ph.D.
University of California Los Angeles
John Adams, M.D., Martin Hewison, Ph.D., H. Phillip Koeffler, M.D, Keith C. Norris, M.D.
University of California Riverside
Mathew Mizwicki, Ph.D., Anthony W. Norman, Ph.D., Laura P. Zanello, Ph.D.
University of California San Diego
Richard L. Gallo, M.D., Ph.D., Cedric F. Garland, Dr. P.H., Frank C. Garland, Ph.D., Edward D. Gorham, Ph.D., Tissa Hata, M.D.
University of California San Francisco
David Gardner, M.S., M.D., Bernard P. Halloran, Ph.D., National Scientists Panel
Atascadero State Hospital
John J. Cannell, M.D.
Council for Responsible Nutrition
John Hathcock, PhD.
Roswell Park Cancer Institute
Candace Johnson, Ph.D., Donald L. Trump, M.D.

Frauen mit einem optimalen Vitamin D-Spiegel im Blut senken ihr Brustkrebs-Risiko um mehr als 50 Prozent gegenüber Frauen mit unzureichendem Vitamin D-Spiegel.

Eine Studie am Heidelberger Krebsforschungszentrum, gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, legte in diesen Tagen die erste Studie dieser Art vor, die sich ausschliesslich auf Frauen vor der Menopause konzentriert. Mit ca. 880 Teilnehmerinnen untersuchte die Forschergruppe um Dr. Jenny Chang-Claude nicht nur, wie sonst üblich, die Vitamin D-Zufuhr über die Ernährung sondern auch die sehr viel bedeutendere Bildung des Serums im Körper selbst durch Sonneneinstrahlung.

Wie schon bei früheren Studien stellten auch die Heidelberger Forscher fest, dass es so etwas wie eine “Sättigungsgrenze” für Vitamin D-Serum im Blut zu geben scheint. Dass bedeutet, dass die Einnahme etwa von Nahrungsergänzungsmitteln nach dem Motto: “mehr hilft mehr”, keinen Sinn macht und lediglich die Gefahr einer Vitamin D-Vergiftung heraufbeschwört – eine Gefahr, die bei der Vitamin D-Bildung durch Sonnenstrahlen oder im Solarium nicht besteht.

Erst vor wenigen Wochen hatten wir über mehrere Studien zum Thema Vitamin D und Brustkrebs berichtet.

Quelle: PubCrawler

Studie: Jenny Chang-Claude et al., Plasma 25-hydroxyvitamin D and premenopausal breast cancer risk in a German case-control study, International  Journal of Cancer,  Oktober 2008 (online vorab publiziert)

Nächste Einträge »