Archiv für das Tag 'Depression'

Winter-Depression

Mangel an Sonnenschein-Vitamin kann auch bei Männern zu Depressionen führen

Das Sonnenschein-Vitamin D schützt auch die Männer vor depressiven Verstimmungen oder gar Depressionen.

Nach vielen wissenschaftlichen Untersuchungen, die vor allem die Wirkung des Vitamin D auf die Hirnfunktionen und die Psyche von Frauen  belegt hatten, weist jetzt auch eine Studie mit mehr als 3.300 Männern mittleren und höheren Alters nach, dass nicht nur der Winter-Blues, sondern durchaus ernsthafte Depressionen durch eine ausreichende Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin verhindert werden könnten. Den ganzen Beitrag lesen »

Die stimmungsaufhellende Wirkung des “Sonnenschein-Vitamins” durch die Stimulierung der “Glückshormone” ist in vielen Studien beschrieben worden. Die Wirkung des Vitamin D bei einer “ausgewachsenen” Depression ist nach wir vor umstritten.

Forscher an der University of Massachussetts, USA, haben diesen Zusammenhang von depressiven Symptomen und Vitamin D-Mangel zumindest bei Frauen einmal mehr bestätigt. Den ganzen Beitrag lesen »

UV-Licht und Vitamin D für junge Menschen mit Depressionen

Sonnenschein-Vitamin gegen Depressionen

Das “Sonnenschein Vitamin D” schützt, besonders bei jüngeren Menschen, vor Depressionen.

Dass die Vitamin D-Rezeptoren, “Türwächter” oder “Empfangschefs”  der Zellen für das aktive Vitamin D, die überall im Gehirn zu finden sind, von der Natur eine besondere Aufgabe zugewiesen bekommen haben, schien schon seit ihrer Entdeckung vor etlichen Jahren klar zu sein. Bekannt war, dass das Vitamin D Proteine im Gehirn beeinflusst, die direkt auf die Lern- und Erinnerungsprozesse wirken, auf die motorischen Fähigkeiten und auf das soziale Verhalten. Den ganzen Beitrag lesen »

depressionÄltere Menschen mit einem Vitamin D-Mangel entwickeln eher eine Depression als andere. Das betrifft vor allem Frauen.

Ein Forschungsteam um Prof. Luigi Ferrucci vom National Institute on Aging in Baltimore, USA, beobachteten über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren insgesamt 531 Frauen und 423 Männer im Rahmen der inCHIANTI-Studie, um herauszufinden, ob deren Vitamin D-Status in einem Zusammenhang mit einer Depression bzw. mit der Entwicklung einer Depression stünde.

Zu Beginn der Studie wiesen 72 Prozent der Menschen, die schon an Depressionen litten, einen Vitamin D-Mangel auf (<50 nmol/L). Von den nicht depressivenTeilnehmern waren es nur 60 Prozent.

Entscheidender aber: Die Teilnehmer mit einem Vitamin D Mangel entwickelten im Laufe der Jahre sehr viel häufiger eine Depression, gemessen an einem stadardisierten Depressions-Test,  als die Teilnehmer mit normalem Vitamin D-Spiegel. Bei den Frauen war dieses Verhältnis besonders ausgeprägt. Doppelt so häufig als die Mitglieder der Gruppe mit normalen Vitamin-Werten erkrankten die Frauen mit Vitamin D-Mangel an Depression und depressiven Verstimmungen. Bei den Männern lag das Verhältnis wesentlich niedriger.

Das sei zwar noch kein ausreichender Beweis dafür, dass der Vitamin D-Mange ein oder gar der Grund für die Depression sei, so Prof. Ferrucci, aber “die Bekämpfung eines Vitamin D-Defizits wird vermutlich in Zukunft ein wesentlicher Teil der Therapie sein zur Vermeidung einer depressiven Entwicklung bei älteren Menschen mit all den negativen Folgen für die Gesundheit. Ausserdem wird die Normalisierung des Vitamin D-Spiegels auch zu jeder Depressions-Therapie vor allem bei den Älteren gehören“.

Depression durch Vitamin D-Mangel verhindert Heilung anderer chronischer Krankheiten

In einer anderen Übersichts-Studie unterstreichen die Autoren um Prof. Penckhofer von der Loyola Universität,  Chicago, dass eine durch den Mangel an Sonnenschein-Vitamin entstandene oder vertiefte Depression auch der Therapie anderer, gleichzeitig auftretender chronischer Krankheiten im Wege stehen könnte.

Sie fassen zusammenen: “Die wirkungsvolle Diagnose und Behandlung von Vitamin D-Mangel bei Patienten mit Depressionen oder depressiven Verstimmungen ist eine einfache und kostengünstige Therapie, die die Langzeit-Gesundheit und die Lebensqualität der Patienten wesentlich verbessern könnte.”

Psychose-ähnliche Symptome treten seltener auf

Eine schwedische Studie unterstreicht in diesen Tagen die Breite der positiven Wirkungen von ausreichender vitamin D-Versorgung bei psychischen Störungen.

Eine schwedische Studie mit 33 623 Teilnehmerinnen, die beim Beginn der Studie 1991/92  30-49 Jahre alt waren, untersuchte über eine Zeitraum von mehr als 10 Jahren das Auftreten von Psychosen und ähnlichen Symptomen im Zusammenhang mit dem Anteil von Vitamin D-reicher Ernährung (z.B. fetter Fisch) und den Vitamin D-Werten im Blut.

Bei dem Viertel der Teilnehmerinnen mit dem höchsten Vitamin D-Spiegel halbierte sich fast das Auftreten Psychose-ähnlicher Erscheinungen gegenüber dem Viertel mit den niedrigsten Werten.

Quelle: Reuters Health/PubCrawler

Studien:
Luigi Ferrucci et al., Serum 25-Hydroxyvitamin D and Depressive Symptoms in Older Women and Men, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism,  vorab online, 05. Mai 2010

S. Penckofer et al.,  Vitamin D and depression: where is all the sunshine? Issues in Mental Health Nurs.,  Juni 2010 ;31(6):385-93.

Maria Hedelin et al., Dietary intake of fish, omega-3, omega-6 polyunsaturated fatty acids and vitamin D and the prevalence of psychotic-like symptoms in a cohort of 33 000 women from the general population, BMC Psychiatry 2010, 10:38, vorab online 26 May 2010

Ausreichende Sonnen-Exposition hilft bei der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf- und Gefäß-Erkrankungen.

Diese Ergebnisse lang andauernder Studien am renommierten Intermountain Medical Center Heart Institute im US-Bundesstaat Utah stellten die Forscher gestern beim internationalen 59. Fachkongress des American College of Cardiology in Atlanta, Georgia, vor.

Auch die Frage: Wieviel Vitamin D ist notwendig für die Vorbeugung von Herzkranzgefäß-Erkrankungen? wurde beantwortet.

Dr. J. Brent Muhlestein, Leiter der kardiologischen Forschungsabteilung am Intermountain Medical Center Heart Institute:  “Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Bedeutung des Vitamin D für die Behandlung und Vorbeugung von Herz- und Gefäßerkrankungen und anderen chronischen Krankheiten sehr viel größer ist , als wir ursprünglich gedacht haben.

Vorgestellt wurden zwei Studien. In der ersten Studie wurde 9.400 Patienten mit niedrigen Vitamin D-Werten geraten, durch Vitamin D-Pillen oder Sonnen-Exposition ihre Werte deutlich zu steigern. Bei der Kontroll-Messung nach einem Jahr zeigte sich, dass die Teilnehmer, die ihren Vitamin D-Spiegel auf das “Normal-Maß” erhöhten, ihr Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 47 Prozent vermindert hatten.

In einer zweiten Studie wurden 31.000 Patienten in drei Gruppen eingeteilt, je nach Höhe ihres Vitmain D-Spiegels im Blut.  Dabei stellte sich heraus, dass die Teilnehmer, die über einen gewisssen Zeitraum ihre Werte auf 43 ng/ml oder mehr erhöht hatten,  ihr Risiko deutlich senken konnten, an Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten, Herzinfarkt, Herzversagen, Bluthochdruck, Depression und Nierenversagen zu erkranken.  Weniger von diesen Patienten starben im Vergleich zu den Gruppen mit einer Vitamin D-Unterversorgung.

Allgemein gilt eine Vitamin D-Spiegel von 30 ng/ml als “normal”. Es zeige sich aber zunehmend, dass dieser Wert zu niedrig sei, um die optimale Wirkung des “Sonnenschein-Vitamins” zu erzielen.

20-30 Minuten an der Sonne (im Sommer) reiche aus, so Dr. Muhlestein, um 10.000 IE (internationale Einheiten) Vitamin D zu produzieren. Dabei sei allerdings immer ein Sonnenbrand oder Hautirritationen zu vermeiden.

Nachtrag

Ein Feature der Presseagentur pte vor dem Hintergrund des oben erwähnten ACC-Kongresses und ein Interview mit dem Stoffwechselexperten Dr. Rudolf Gasser von der Uniklinik Innsbruck ist überschrieben:

Quelle: Science Daily/Eurekaltert

Der Herbst ist da und in die allgemeine Stimmungslage mischen sich erst Molltöne. Unvermeidlich wie der Herbst kommen die tröstenden Beiträge in Journalen und Gazetten. “Mehr Licht!” lautet dann – mit Goethe – die Botschaft der Experten. Lichtduschen gegen den Winter-Blues, der sich bei machen Menschen durchaus zu ernstzunehmender Krankheit, der Winterdepression (SAD), auswachsen kann.

Licht macht fröhlich!“  – aber nicht im Solarium, so die Botschaft! Nur das sichtbare Licht, nicht aber die UV-Strahlen auf der Sonnenbank hätten diese Wirkung. Nur das sichtbare, über die Augen aufgenommene Licht mobilisiere das “Glückshormon” Serotonin. (Jüngstes Beispiel: BILD)

Und wie jedes Jahr wieder ist das eine Falschinformation: Auch die UV-Strahlen der Sonne und im Solarium haben eine stimmungsaufhellende Wirkung und werden sogar medizinisch zur Bekämpfung von Depression und anderen psychischen Erkrankungen eingesetzt. Die Wirkung entsteht vor allem – aber nicht nur – durch das von den UV-Strahlen in der Haut produzierte Vitamin D.

Wie der Zufall so spielt: Zeitgleich mit Eröffnung der “Winter-Blues-Falschmeldungs-Saison” durch BILD erschienen dieser Tage zwei weitere in einer langen Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Vitamin D und Depression.

In einer umfassenden Review-Studie zur Wirkung von Vitamin D auf verschiedene Arten depressiver Verstimmungen bei Frauen kommen die Forscher zu dem eindeutigen Schluss: Vitamin D und damit die UVB-Strahlen der Sonne senken das Risiko von Frauen jeden Alters deutlich, an Depressionen zu erkranken.

Eine norwegische Studie der Universität Tromsö fand heraus, dass bei übergewichtigen Personen Depressionen bei einem höheren Vitamin D-Spiegel im Blut milder verlaufen als bei dicken Menschen mit Vitamin D-Mangel.

Diese Studien werfen auch ein “aufhellendes” Licht auf die eher kuriose Diskussion um die “Sonnensucht” (Tanerexie, frühere Studie dazu). Die stimmungsaufhellende Wirkung der Sonne und der Sonnenbank über die Vitamin D-Bildung macht “süchtig” – ähnlich wie die der Schokoloade – weil die Menschen in der Tat eine heitere Gemütsverfassung einer Depression vorziehen. Eine Überraschung ist das nicht!
(Über ähnliche Ergebnisse wissenschaftlicher Studien haben wir hier, hier, hier, hier und hier bereits berichtet).

Eine völlig andere Vorbeugung und Therapie des Winterblues empfiehlt, wen wundert`s, eine Online-Partnervermittlung – und kreiert dafür sogar einen eigenen Begriff: Wintimacy, eine Kreuzung aus Winter und Intimacy/Intimität.

In einer Umfragestudie stellt sie fest, dass 62% der Befragten sich im Herbst und Winter stärker nach Nähe sehnen als im Sommer. Kurz gesagt: Kuscheln gegen den Winter-Blues.

Als Zusatztherapie empfehlen die Partnerschaftsexperten allerdings zu Recht Besuche auf der Sonnenbank:”Ein garantiert kalorienfreier Stimmungsheber.”

Quelle: BILD, Presseportal

Studien:
P.K. Murphy , C.L. Wagner, Vitamin D and mood disorders among women: an integrative review, J Midwifery Womens Health. 2008 Sep-Oct;53(5):440-6

R, Jorde et al., Effects of vitamin D supplementation on symptoms of depression in overweight and obese subjects: randomized double blind trialJournal of Internal Medicine, 10. September 2008 (online vorab veröffentlicht)

Sonne macht fröhlich

Sonne macht fröhlich

Eine uralte Erfahrung wissenschaftlich neu bestätigt: Sonne macht gute Laune und schützt vor depressiven Verstimmungen.

Das “Sonnenschein-Vitamin” D, überwiegend im Körper durch die UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium gebildet, schützt Frauen (nur die waren Gegenstand dieser Untersuchung) vor psychischen Störungen von Stimmungsschwankungen über nicht-spezifische Gemütserkrankung und saisonale Depression (SAD) bis hin gravierenden depressiven Verstimmungen.

So das Ergebnis einer umfassenden Review-Studie, die Forschungen aus den vergangenen Jahren zusammenfasst.

Alle gesichteten Studien wiesen einen Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und psychischen Erkrankungen nach. Die Autoren schliessen aus diesen Ergebnissen auf eine noch unbekannte biochemische Verbindung zwischen Vitamin D und unterschiedlichen Gemütszuständen.

(Über ähnliche Studienergebnisse haben wir hier, hier, hier und hier berichtet)

Quelle: PubMed

Studie: P.K. Murphy , C.L. Wagner,  Vitamin d and mood disorders among women: an integrative reviewJ Midwifery Womens Health, 2008 Sep-Oct;53(5):440-6

Die im Dunkeln….

Büroarbeit heisst Sonnenmangel

Büroarbeit heisst Sonnenmangel

Büroangestellte kommen zu wenig an frische Luft und Sonne! So eine aktuelle Umfrage durch das Institut Ciao Research. Fast ein Viertel der Büroarbeiter ist pro Tag weniger als 20 Minuten im Sonnenlicht.

Für die Betroffenen kommt diese Erkenntnis nicht gerade überraschend. Die Warner und Mahner vor Sonne und Solarium, die auch in diesem Jahr wieder mit Horrorvisionen unterwegs sind, sollten bei diesen Daten allerdings ins Grübeln kommen. Denn zu ihren Standards gehört die beharrliche Leugnung eines geradezu epidemischen Problems: Der Vitamin D-Mangel, in Deutschland bei fast 60 Prozent der Bevölkerung verbreitet. Vitamin D aber wird zu etwa 90 Prozent im Körper direkt durch die UV-Strahlen der Sonne (und im Solarium) gebildet. Dafür aber reicht der Aufenthalt von “Büromenschen” an der Sonne nicht aus!

Eine weitere Folge des Sonnenmangels: Schlechte Laune bis hin zu Depressionen. Nahezu zwei Drittel der Arbeitskräfte sind nach eigener Aussage deprimiert. Als Grund geben sie an, dass es sie frustriert, den Schreibtisch nicht verlassen zu können und mehr Tageslicht zu sehen. Vier von fünf Befragten sind unmotiviert, weil sie wissen, dass sie den ganzen Tag im Inneren eines Gebäudes arbeiten müssen. Und einige der Befragten erklärten, es sei in diesem Zusammenhang sogar vertretbar, einen Krankheitstag vorzutäuschen, um Sonnenlicht zu tanken.

Einfacher wäre sicher die Lösung:
Ein individuell abgestimmtes, hautsicheres Sonnenbad im (zertifizierten) Sonnenstudio (Gütesiegel “Geprüftes Sonnenstudio”).

Quelle: cid/sm

Ältere Menschen leiden häufiger an einem Vitamin D-Mangel – und an Depressionen. Eine holländische Studie zieht jetzt die Verbindung zwischen beiden: Der Vitamin D-Spiegel bei den Studienteilnehmern mit Depression war um 14% niedriger als bei den Teilnehmern ohne Depression.

Depression kann die Folge von Vitamin D-Mangel oder von Ursachen sein, die auch dem Vitamin D-Mangel zugrunde liegen, wie zu wenig Sonnenschein, Kleidung oder Nahrung mit zu wenig Vitamin D. Außerdem kommt es durch Vitamin D-Mangel zu einer Überfunktion der Nebenschilddrüse, die häufig bei Depressionen ein Rolle spielt.
So die Zusammenfassung der Autoren vom VU University Medical Center der Vrije Universiteit Amsterdam.

In der Studie wurden 1.282 Amsterdamer zwischen 65 und 95 Jahren untersucht, von denen 195 unter Depressionen litten.

Die Studie wirf auch ein “aufhellendes” Licht auf die eher kuriose Diskussion um die “Sonnensucht” (Tanerexie, frühere Studie dazu). Die stimmungsaufhellende Wirkung der Sonne und der Sonnenbank über die Vitamin D-Bildung macht “süchtig” – ähnlich wie die der Schokoloade – weil die Menschen in der Tat eine heitere Gemütsverfassung einer Depression vorziehen. Eine Überraschung ist das nicht!

(Über ähnliche Ergebnisse wissenschaftlicher Studien haben wir hier, hier, hier und hier bereits berichtet).

Quelle: Science Daily

Studien:
W.J. Hoogendijk et al., Depression is associated with decreased 25-hydroxyvitamin D and increased parathyroid hormone levels in older adults. Arch Gen Psychiatry, 2008;65[5]:508-512

Eine eben online vorab veröffentlichte, ebenfall holländische Studie zu den kognitiven Fähigkeiten älterer Patienten mit beginnendem Alzheimer kommte zu ähnlichen Ergebnissen:

C. Oudshoorn et al., Higher Serum Vitamin D(3) Levels Are Associated with Better Cognitive Test Performance in Patients with Alzheimer’s Disease. Dement Geriatr Cogn Disord. 2008 May 26;25(6):539-543