Archiv für das Tag 'Hautkrebs'

Biorhythmus

Sonnenschutz nach Biorhythmus Foto: fotolia

Die UV-Strahlen der Sonne können die DNA in den Hautzellen schädigen. Ein natürliches Reparatur-Sytem beseitigt normalerweise diese Schäden oder vernichtet die beschädigten Zellen – sofern es nicht ständig überfordert wird, etwa durch wiederholte Sonnenbrände.

Dass dieses Reparatursystem aber auch unterschiedlich gut funktioniert je nach Tageszeit und Biorhythmus haben erst jetzt Wissenschaftler an der North Carolina University, USA, entdeckt – zunächst einmal an Mausmodellen. Den ganzen Beitrag lesen »

Bräune der natürliche Sonnenschutz

Bräune, der "Sonnenschirm der Natur", schützt besser als Sonnencremes vor DNA-Schäden durch "Freie Radikale". Foto: iStockphoto

Mit einigen weit verbreiteten Ansichten räumt eine aktuelle Studie auf, die den Zusammenhang zwischen Besonnung (UV-Strahlen), Pigmentierung und Zellschädigung (oxidativem Stress) an 127 jüngeren Teilnehmern und im Labor an haarlosen Mäusen mit normaler und starker Pigmentierung untersuchte.

Erste Überraschung: Nur die Intensität der Sonnenstrahlen, nicht aber die Dauer oder die Art der besonnten Hautfläche erhöhte die Anzeichen (Marker: 8-oxo-dG) für DNA-Schädigungen durch “Freie Radikale” beim Aufenthalt an der Sonne.

Zweite Überraschung: Die Bräunung der Haut – aber nicht der Gebrauch von Sonnencremes -  schützte die Haut vor den Schäden durch oxidativen Stress (“Freie Radikale”) bei den menschlichen Teilnehmern. Bei den Labormäusen traten diese Schäden nur auf bei den wenig pigmentierten Mäusen, nicht aber bei den Mäusen mit starker Bräunung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kaffee gegen Hautkrebs

Kaffee gegen weissen Hautkrebs?

Mozart kleidete seine Warnung vor dem gefährlichen “Türkentrank” in einen Kanon: “Trink nicht zu viel Caffee …”. Was er noch nicht wusste: Coffein könnte ein probates Mittel gegen verschiedene Formen des Hautkrebs sein. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnenbank nicht Ursache für MelanomDie oft lautstark ausgetragene Kontroverse darüber, ob die Nutzung der Sonnenbank das Hautkrebs-Risiko erhöht – oder nicht, ist um ein schwergewichtiges Argument reicher:
Eine umfassende Studie ausgerechnet aus England, dem Land mit besonders vielen Hauttyp-1-Bewohnern, belegt überzeugend: Es gibt keine Verbindung von Sonnenbank und “schwarzem” Hautkrebs, dem Melanom. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnen im Park

Entspannen an der Sonne im Park

Sonnen im Park. Entspannung, Vitalisierung - Sonnenbrand? (c)iStockphoto

Einzige Chance der Stadtbewohner, unter der Woche Sonne zu tanken, ist neben der Sonnenbank der Spaziergang oder bei warmem Wetter das Sonnenbad im Park. Dass dabei der Sonnenhunger der “modernen Höhlenbewohner” (Prof. Spitz) gelegentlich über`s Ziel hinausschiesst, ist nicht verwunderlich. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonne am Wochenende schützt vor Melanom

Wochenende an der Sonne genießen schützt vor Hautkrebs (Foto: fotolia)

Wer seine Wochenenden in der freien Natur und damit an der Sonne verbringt, startet seine Arbeitswoche am Montag entspannter und leistungsfähiger  und er/sie hat gleichzeitig etwas für seine Haut und seine Gesundheit getan.  Die wöchentlichen Sonnenstunden geben nämlich nicht nur der Haut den sanften, attraktiven Braunton, sondern sie schützen auch vor dem “schwarzen” Hautkrebs, dem Melanom. Den ganzen Beitrag lesen »

Mit der Sonne leben Frauen länger

Mit der Sonne leben Frauen länger

Frauen, die sich regelmäßig sonnen, leben länger!

Das ist die knappe Zusammenfassung einer umfassenden schwedischen Studie mit den Daten von 40.000 Teilnehmerinnen im Alter von 25 bis 60 Jahren, die jetzt bei der Jahrestagung der Schwedischen Medizin-Gesellschaft (Swedish Society of Medicine) von Prof. Hakan Olsson, Onkologe an der Universität Lund, vorgestellt wurde.

Vor allem bei Diabetes 2, Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten zeige sich ein der Zusammenhang von Sonnen-Exposition und einem deutlich geringeren Krankheitsrisiko. Den ganzen Beitrag lesen »

SunblockerWenn Sonnenmilch in die Haut einzieht, gelangen chemische Stoffe in die unteren Hautschichten und erzeugen einen zerstörerischen Überschuss an “Freien Radikalen” und erhöhen damit die Hautkrebsgefahr. Als Schutz gedacht gegen Hautschäden und Hautkrebs werden die Sonnenschutzmittel selbst zum Auslöser.

Über Jahrzehnte hat die Kosmetikindustrie profitiert von der künstlich erzeugten Sonnenangst. Kam der Sommer, brachen sämtliche Medien unisono in Warnungen vor der “bösen” Sonne aus.

Die Botschaft: Abwehr der Sonnenstrahlen mit allen Mitteln bei Strafe massenhafter Krebserkrankungen.

Das Ergebnis: Ein epidemischer Mangel an einem der wichtigsten Mikro-Nahrungsmitteln, dem Vitamin D, “Sonnenschein-Vitamin” genannt, weil es durch die UVB-Strahlen der Sonne über die Haut erzeugt wird, und -  ständig steigende Hautkrebszahlen, auch und sogar verstärkt bei den Menschen, die sich regelmäßig durch Sonnenschutzmittel vor den Strahlen der Sonne schützen und das Solarium meiden.

Forscher an der University of California, Riverside, haben jetzt einen der Gründe für diese überraschende Entwicklung entdeckt:
Die auch in Deutschland für Sonnenmilch zugelassenen UV-Filter Octylmethoxycinnamat, Benzophenon-3 und Octocrylen dringen schnell in tiefere Hautschichten ein. Nicht nur die oberen Hautschichten verlieren bald den Sonnenschutz. Wichtiger noch: Die UV-Filter produzieren in den tieferen Hautschichten hochreaktive Sauerstoffverbindungen, die sogenannten Freien Radikalen. In anderen Worten, statt vor Hautalterung und Hautkrebs zu schützen, produzieren sie genau den oxydativen Stress, der zu Hautalterung und Hautkrebs führen kann.

Je länger die Sonnenmilch auf der Haut verbleibt und in die Haut eindringen kann, desto desto stärker steigert sich dieser negative Effekt. Schon nach einer Stunde am Strand mit Sonnenmilch, die die genannten Chemikalien enthält, sind die Schäden für die Haut größer als wenn die Haut ungeschützt den Sonnenstrahlen ausgesetzt wäre.

Ahnungslose Sonnenbader, die dem Schutz der Sonnenmilch und den angegebenen Lichtschutz-Faktoren vertrauen, verlieren also gleich an zwei Fronten:  Sie verlieren den Gesundheitsschutz des “Sonnenschein-Vitamins” und geraten gleichzeitig
unbemerkt über die Grenze zwischen der “guten”, vitalisierenden und gesunden Sonne und der Haut- und DNA-schädigenden “bösen” Sonne.

Die Lösung dieses Dilemmas ist einfach: Mäßiger Genuss der Sonnenstrahlen – gerade auch in der Mittagszeit – weit unterhalb der Sonnenbrandschwelle, dann eincremen mit Sonnenschutzmitteln möglichst ohne solche Chemikalien und Nanopartikel, die tief in die Haut einziehen – und schließlich: ab in den Schatten! Gesunde Haut, sanfte Bräune und Schutz vor vielen chronischen Krankheiten sind Belohnung solch vernünftigen Verhaltens.

K.M. Hanson et al., Sunscreen enhancement of UV-induced reactive oxygen species in the skin, Free Radic Biol Med.;41(8):1205-12

Nicht nur der gefährliche “schwarze” Hautkrebs, das Melanom, sondern auch der mit Abstand häufigste, aber relativ harmlose “weisse” Hautkrebs, das Basaliom, entsteht nicht durch regelmäßigen Aufenthalt an der Sonne.

Kann der ständige, berufliche Aufenthalt an der Sonne die beiden Formen des “weissen” Hautkrebs, den Basalzellenkrebs (Basaliom) und den Plattenepithelkarzinom (Spinaliom), hervorrufen? Sind diese beiden Hautkrebsarten daher als Berufskrankheiten anzusehen?” So die Frage,  der ein Forscher-Team von den beiden Universitäten Dresden und Heidelberg nachging.

Sie analysierten 25 Studien zu diesem Thema und kamen dabei zu dem Ergebnis, dass es zwar einen Zusammenhang zwischen Sonnenexposition und dem selteneren Spinaliom geben könnte, nicht aber zwischen dem beruflichen Aufenthalt an der Sonne und dem verbreiteten Basaliom.

Quelle: PubCrawler

Studie:  Jochen Schmitt, Thomas Diepgen, Andrea Bauer, Berufliche Exposition gegenüber natürlicher UV-Strahlung und nicht-melanozytärer Hautkrebs – ein systematischer Review zur Frage einer neuen Berufskrankheit, Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Volume 8 Issue 4, Pages 250 – 264

Mit Hautkrebs-Statistiken wird Politik gemacht, jedenfalls dermatologische Standespolitik.

Bei öffentlichen Veranstaltungen und Berichten, wie etwa jüngst bei den Erfolgsmeldungen zum Hautkrebs-Screening, machen die Hautkrebs-Daten plötzliche Sprünge um 60 oder gar 100 Prozent, einfach durch die Einbeziehung von Diagnosen, die bisher nicht als Hautkrebs definiert und statistische erfasst wurden.

Ziel dieser Manipulationen ist natürlich das Erschrecken des ahnungslosen Bürgers, der nun angstgeplagt seine Haut zu Markte, bzw. in die dermatologische Praxis trägt.

(Auf einem anderen dermatologischen Schlachtfeld, dem Feldzug gegen die Sonnenbank, geht es sogar noch heftiger zur Sache: Selbst Professoren der renommierten Charité in Berlin klagen vor der staunenden Presse über die Ungeheuerlichkeit,  dass die Hälfte aller 14jährigen Mädchen sich regelmäßig auf die Sonnenbank legen. Empirische Studien sprechen dagegen von Daten unter einem Prozent. Aber was sind 49 Prozentpunkte Irrtum angesichts einer gerechten Sache!).

Dass es viele Gründe jenseits von Sonne und Besonnung gibt, zeigt zum Beispiel die Aussage eines bekannte Mediziners: Wenn wir alle noch sehr viel älter würden, hätten wir am Ende alle einen Hautkrebs.

Diagnose: “Überdiagnose”

Einer anderen Quelle von statistischen Fehlinformationen nimmt sich dieser Tage eine umfassende Studie unter dem Begriff “Über-Diagnose” an.

Zwei Professoren der bekannten Dartmouth Medical School, in Hanover, USA, untersuchten die Auswirkungen verfeinerter und intensivierter diagnostischer Methoden bis hin zum flächendeckenden Screening einerseits und der dadurch drastisch ansteigenden Menge der Fehldiagnosen auf die Krebsstatistiken andererseits, unter anderem auch auf die Statistiken zum Hautkrebs.

Die auf diese Weise vor allem im Zeitverlauf aufgeblähten Statistiken betreffen am häufigsten die Diagnose “Prostata-Krebs” mit 60 Prozent “Überdiagnose”. Aber auch beim Melanom mit seit vielen Jahren steigenden Fallzahlen aber völlig unveränderten bzw. tendentiell rückgängigen Sterberaten legen die gemeldeten Ergebnisse große Vorsicht bei der Interpretation der nackten Daten nahe.

“Früherkennung hilft sicher manchen Patienten, andere dagegen werden durch voreilige Diagnosen geschädigt”, so die Autoren.

In einem Kommentar zur Studie heisst es im gleichen Heft: “Krebs ist eine ernste Krankheit, aber wir müssen neu definieren, was tatsächlich Krebs ist und was nicht.”

Die eindeutig erwünschten Vorteile einer Hautkrebs-Früherkennung durch flächendeckendes Screening und die auf diese Weise aufgeblähten Statistiken sollten aber in keinem Fall zu politischen Kampfparolen gegen das moderate und gesunde, für die Bekämpfung vieler “Volkskrankheiten” so unverzichtbare,  Sonnen im Freien oder im Solarium missbraucht werden.

Wie wirksam solche luftigen Kampfparolen sein können, zeigt die derzeitige Diskussion um die “Solarienverordnung”, die Ausführungsverordnung zum “Solariengesetz” vom August letzten Jahres, die mit solchen Begründungen aus einer notwendigen Rahmenverordnung für die Besonnungsbranche zu einem Strangulierungsinstrument für die künstliche Besonnung zu verkommen droht.

Quelle: ScienceDaily

Studie:  H. Gilbert Welch, William C. Black,  Overdiagnosis in CancerJournal of the National Cancer Institute, online vorab publiziert 22. April 2010

Vorschläge zur Lösung des “Überdiagnose-Problems”:

L. Esserman, I. Thompson,  Solving the Overdiagnosis Dilemma,  im gleichen Heft.

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