Archiv für das Tag 'Hauttyp'

Der Schauplatz liegt auf der anderen Seite der Weltkugel, in Australien, aber Anlass und Problem sind die gleichen wie bei uns: Ein Gesetz und eine Verordnung zur Nutzung von Sonnenbänken werden erlassen, Kontrollen werden durchgeführt. Das Verhalten ändert sich – aber nicht immer und überall.

Eine “Solarienverordnung” war im Jahr 2008 im australischen Bundesstaat Victoria erlassen worden: Verbot der Nutzung durch Jugendliche unter 18 Jahren, Verbot für Menschen mit Hauttyp 1, schriftliche Einverständniserklärung, Hauttypenbestimmung, Warnhinweise etc. Die Einhaltung wurde von den Behörden überwacht.

Jetzt berichtet das Cancer Council Victoria, eine der Vorreiter-Institutionen im Medien-Kampf gegen Solarien in Australien, über eine Art “Undercover-Aktion” (“Mystery Shopping“), die Ende 2009 abgeschlossen worden war und mit der die Einhaltung der Bestimmungen kontrolliert werden sollte. Den ganzen Beitrag lesen »

Bei dunklerer Haut raicht die Sonne oft nicht für die Vitamin D-Synthese

Selbst die Sommersonne "produziert" nicht immer genügend Sonnenschein-Vitamin - vor allem bei Menschen mit stärkerer Pigmentierung - foto: iStockphoto

Die von manchen Dermatologen und vielen Medien unermüdlich wiederholte Aussage: “Gesicht und Hände für 10 Minuten an die Sonne reicht aus für die optimale Vitamin D-Versorgung” war immer schon albern und unverantwortlich, wenn das dann auch noch für den Winter oder die Stunden außerhalb der Mittagszeit behauptet wurde.

Eine experimentelle Studie weist jetzt sogar nach, dass bei manchen Bevölkerungsgruppen, vor allem bei Menschen mit dunklerer Hautpigmentierung, selbst die Sommersonne nicht ausreicht, die Vitamin D-Speicher zu füllen. Den ganzen Beitrag lesen »

Wer in jungen Jahren regelmäßig sonnt (und bräunt) stärkt seine Knochen und tut etwas gegen Knochenschwäche im Alter.

Das haben Wissenschaftler im sonnigen Hawaii in einer Studie mit knapp 100 jungen Frauen festgestellt. Wieviel Sonnenstrahlen eine Teilnehmerin über eine länger Zeit abbekommen hatte, wurde gemessen an dem Unterschied zwischen dem natürlichen Hauttyp (gemessen am inneren Oberarm) und der “erworbenen” Bräune (gemessen an der Stirn). Die Knochendichte wurde mit den übliche Mitteln (DXA) gemessen.

Je größer der Unterschied zwischen ungebräunter und gebräunter Haut, also je regelmäßiger die Teilnehmerin sich an der Sonne aufhielt, desto höher die Knochendichte sowohl im Rückgrat als auch in der Hüfte und an anderen Körperstellen.

Quelle: PubCrawler

Studie: D.L. Osborne et al.,  Tanning predicts bone mass but not structure in adolescent females living in Hawaii,  American  Journal of Human Biology, vorab veröffentlicht 14. April 2011

Dunkle Haut im Nachteil

Dunkle Haut im Nachteil - Foto: iStockphoto

Wer sonnt lebt länger! Eine Unterversorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D3 führt zum früheren Herztod. Oder genauer: Das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben liegt für Menschen mit einem drastischen Vitamin-D-Mangel um volle 40 Prozent höher als bei Menschen mit optimaler Vitamin D-Versorgung.

Ein Forschergruppe am University of Rochester Medical Center untersuchte 15.000 gesunde, erwachsene Amerikaner auf ihren Vitamin D-Spiegel und die Anzahl der Todesfälle durch Herzerkrankungen. Dabei berücksichtigten die Forscher auch Faktoren wie Übergewicht, Rauchen und bestimmte Proteine.

Besonders bemerkenswert vor allem ein Ergebnis: Dunkelhäutige Teilnehmer hatten ein um 38 Prozent höheres Risiko, an einer Herzattacke zu sterben als weisse Probanden. Der Grund: Die pigmentierte Haut hindert die Vitamin D-Synthese in der Haut durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium. Je mehr sich dann der Vitamin D-Spiegel der beiden Hauttypen-Gruppen in der Studie anglich, desto geringer wurde auch der Risiko-Unterschied bei den Herzerkrankungen.

Unsere Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass sich durch die sehr einfache Veränderung des Vitamin D-Status der Menschen (durch Besonnung im Freien und im Solarium sowie durch Supplementierung, d.Red.)  das Risiko einer Herzkrankheit deutlich reduzieren liesse, ” so der Leiter der Studiengruppe, Prof. Kevin Fiscella.

Quelle: EurekAlert/University of Rochester

Studie: Kevin Fiscella, Peter Franks, Vitamin D, Race, and Cardiovascular Mortality: Findings From a National US Sample,  Annals of Family Medicine 8:11-18 (2010) – PDF