Archiv für das Tag 'Herz-Kreislauf-Erkrankungen'

Sonne für`s Herz

Neues zu Herz und Sonnenschein-Vitamin vom AHA-Kongress

Nach einem schweren Herzanfall leben Patienten wesentlich länger bei guter Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.

Frauen erleiden doppelt so häufig einen Herzinfarkt oder werden ansonsten herzkrank, wenn ihre Vitamin D-Werte zu niedrig liegen.

Überdosierung bei Einnahme von Vitamin D-Präparaten kann zu Herzflimmern führen. Bei Vitamin D-Bildung durch Sonne oder Solarium passiert das allerdings nicht.

Diese Ergebnisse dreier Studien wurden in diesen Tagen beim Jahreskongress der American Heart Association in Orlando, Florida, vorgetragen. Den ganzen Beitrag lesen »

Optimale Vitamin D-Werte gut für Herz und Kreislauf

Viel Sonnenschein-Vitamin - Herz was willst Du mehr! Foto: iStockphoto

Selten ist eine so große Zahl an Studien-Teilnehmern über eine so lange Zeit auf den Zusammenhang von Vitamin D-Versorgung und Gesundheit, insbesondere Herzgesundheit, beobachtet worden.
Das Ergebnis: Wer sonnt oder über Nahrungsergänzung seinen Vitamin D-Spiegel optimiert, lebt deutlich länger und leidet seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Arterienversteifung oder Diabetes 2. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnenschein-Vitamin D gegen Übergewicht

Sonne Macht schlank Foto:Fotolia

Macht Sonnenmangel dick? Es scheint so – auf Umwegen sozusagen.

Die Einlagerung und das “Management” von Fett im menschlichen Körper ist ein komplizierter Prozess. Ein Hormon mit der Bezeichnung “Adiponektin” spielt dabei eine wichtige Rolle. Da das Adiponektin die Wirsamkeit des Insulins fördert, erhöht ein zu niedriger Adiponektin-Pegel im Blut die Gefahr einer Diabetes-Erkrankung. Zusammen mit weiteren Hormonen, wie  dem “Leptin“,  reguliert das Adiponektin auch das Hungergefühl. Den ganzen Beitrag lesen »

Foto: Gerd Altmann/PixelioEine “normale” Versorgung mit Vitamin D durch Ernährung oder Nahrungsergänzung (600 Internationale Einheiten, IE, pro Tag) senkt das Riskio, an einem Herzleiden zu erkranken – aber nur bei den Männern! So das auch für die Autoren etwas überraschende Ergebnis einer aktuellen Studie an der Harvard Universität. Den ganzen Beitrag lesen »

Dunkle Haut erschwert die Bildung von Sonnenschein-Vitamin D in der Haut

Dunkle Haut bremst Sonnenschein-Vitamin

Es gibt Risikogruppen in unseren westlichen Gesellschaften, etwa ältere Menschen aber auch Jugendliche, Schwangere und Übergwichtige , die besonders unter einem Vitamin D-Mangel und den gesundheitlichen Folgen zu leiden haben.

Wohl am stärksten betroffen sind bei uns die Menschen mit dunkler Haut und gleichzeitigem Übergewicht. Bei ihnen treten überproportional häufig Krankheiten wie Diabetes, Hochdruck, bestimmte Krebsarten oder Herz-Kreislauf-Probleme auf, weil die dunklen Hautpigmente – von der Natur als Schutz gegen die tropische Sonne Afrikas gedacht – die Bildung von Vitamin D in der Haut bremst. Den ganzen Beitrag lesen »

Jede Jahreszeit hat ihre Überraschungen - der nass-kalte November ganz besonders

Babies, die im November geboren werden, leben länger. Dieses Ergebnis einer Studie der Universität Greifswald ist auf den ersten Blick verblüffend. Die deutsche Presse zeigte sich denn auch angemessen beeindruckt.

Auf den zweiten Blick aber zeigt sich, dass diese Erkenntnis keineswegs neu ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Ein Vitamin D-Mangel erhöht die Gefahr für Dialyse-Patienten, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben um fast das Dreifache.

In einer deutsch-niederländischen Untersuchung mit den Daten von fast 800 Dialyse-Patienten der holländischen NECOSAD-Studie im Alter zwischen 45 und 75 Jahren konnte der Nachweis geführt werden, dass ein Vitamin D-Spiegel unterhalb von 10 ng/ml das Sterberisiko insgesamt verdoppelte. Das Risiko für eine tödliche Herzkrankheit aber lag noch wesentlich höher.

Die Autoren fordern dringend klinische Studien, die diese Ergebnisse bestätigen könnten.

Gleichzeitig belegt eine spanische Studie den Einfluss von Vitamin D auf die Verkalkung der Blutgefäße und damit eine der wichtigsten Todesursachen bei fortgeschrittener Diabetes. Von 210 untersuchten Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz wiesen lediglich 18 Prozent einen normalen Vitamin D-Spiegel (>30 ng/ml) im Blut auf. Nur 14 Prozent waren ohne Verkalkung der Herzkranzgefäße. Je stärker der Vitamin D-Mangel, desto deutlicher die Verkalkung der Gefäße.

Forscher an der Universität Bratislava, Slowakei, fanden bei einer Untersuchung von 120 Patienten mit chronischem Nierenleiden im frühen Stadium einen deutlichen Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und Insulin-Resistenz.

Quelle: PubMed

Studien:
Christiane Drechsler et al.,  Vitamin D status and clinical outcomes in incident dialysis patients: results from the NECOSAD study, Nephrology Dialysis Transplantion, online vorab veröffentlicht 13. Oktober 2010

C. Garcia–Canton et al., Vascular calcification and 25-hydroxyvitamin D levels in non-dialysis patients with chronic kidney disease stages 4 and 5, Nephrology Dialalysis Transplantation (2010) vorab online publiziert, 18. Oktober 2010

K Stefikova et al., Insulin resistance and vitamin D deficiency in patients with chronic kidney disease stage 2-3, Physiological Research, vorab online publiziert 15. Oktober 2010

Das Sonnenschein-Vitamin D3 schützt vor Herzkranzgefäß-Erkrankungen und verlängert das Leben.

Eine österreichische Forschergruppe an der Universität Graz analysierten die Daten von 614 Teilnehmern der Hoorn Studie mit älteren Frauen und Männern, die jeweils in vier Gruppen nach der Höhe des Vitamin D-Spiegels im Blut (25(OH)D) eingeteilt und über durchschnittlich 6 Jahre beobachtet wurden. 51 Teilnehmer starben in dieser Zeit, 20 davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Für die Gruppe mit dem niedrigsten Vitamin D-Wert ergab sich ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an einer beliebigen Krankheit zu sterben. Das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, lag sogar um fast das Fünffache höher. Auch nach Berücksichtigung anderer Enflussfaktoren bieb es bei einem deutlich erhöhten Sterberisiko für die Probanden mit einem Vitamin D-Mangel. Da gerade ältere Menschen sich weniger an der Sonne aufhalten, selten ein Solarium benutzen und die Fähigkeit ihrer Haut zur Vitamin D-Synthese nachlässt, sind die Folgen bei diesen Altersgruppe besonders stark ausgeprägt.

Über ähnliche Ergebnisse hatte die Gruppe um die Professoren Pilz und Dobnig bereits im vergangenen Jahr berichtet.

Quelle:  Newswise

Studie:  S. Pilz , H. Dobnig et al.,  Vitamin D and mortality in older men and women, Clinical Endocrinology  (Oxf), vorab online, 18. Februar 2009 .

Ein Mangel an Vitamin D schadet Herz und Gefäßen. Darüber haben wir in diesem Weblog allein im Jahr 2008  (z.B. hier, hier, hierhier, hier, hier und hier) häufiger berichtet. Niedrige Vitamin-D-Werte im Blut bedeuten ein doppelt so hohes Risiko für eine Herzattacke, einen Schlaganfall oder ähnliche Störungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Einen umfassenden Überlick über die Forschungen zum Zusammenhang von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck etc. und dem “Sonnenschein-Vitamin D3″ liefert jetzt eine Review-Studie der University of Missouri unter Mitarbeit des bekannten Vitamin D-Forschers Michael F. Holick.

Die Vitamin-D-Werte wieder auf ein normales Maß zu bringen, ist wichtig, um die Gesundheit von Skelett- und Muskelapparat zu erhalten, aber könnte ebenso die Herzgesundheit verbessern“,  so wird der Leiter der Forschungsgruppe, James H. O’Keefe, im “Wissenschaft aktuell“-Blog zitiert.

Vitamin D entsteht zu etwa 90 Prozent über die UVB-Bestrahlung der Haut durch Umwandlung von Cholesterol in Cholecalciferol (Vitamin D3, 25 (OH) D). Im “Vitamin D-Winter” von Oktober bis März reichen die Strahlen der Sonne dafür nicht aus. Nahrungsergänzung oder das Solarium (dazu hier und hier) können den Mangel ausgleichen.

Fast gleichzeitig erscheint eine Studie mit ähnlichen Ergebnissen: Wissenschaftler am University of Colorado Health Sciences Center in Denver, USA, hatten Daten aus dem für die USA repräsentativen Third National Health and Nutrition Examination Survey (1988-1994) mit 16,603 Teilnehmern auf einen Zusammenhang von Herz- und Gefäßerkrankungen mit einem Vitamin D-Mangel analysiert – mit eindeutigem Resultat:

Probanden mit einem Vitamin D-Defizit hatten ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko, an Herz- und Gefäßleiden zu erkranken.

Quelle: PubCrawler

Studien:
John H. Lee et al., Vitamin D Deficiency – An Important, Common, and Easily Treatable Cardiovascular Risk Factor? Journal of the American College of Cardiology, 2008; 52:1949-1956

J. Kendrick et al.,  25-Hydroxyvitamin D deficiency is independently associated with cardiovascular disease in the Third National Health and Nutrition Examination Survey. Atherosclerosis, November 2008, vorab online

Mangel an Vitamin D verdoppelt das Sterberisiko – allgemein, vor allem aber bei Herz- und Kreislauferkrankungen. So das Ergebnis einer Forschungsgruppe an der Medizinischen Universität Graz, das jetzt in den “Archives of Internal Medicine” veröffentlicht wurde.

Für die Studie untersuchten die österreichischen Forscher den Vitamin-D-Gehalt im Blut von 3.258 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren, die zwischen 1997 und 2000 im Krankenhaus waren und verfolgten ihre Fälle über mehr als sieben Jahre.

Während der Untersuchung starben beinahe doppelt so viele Patienten aus der Gruppe mit dem niedrigsten wie Patienten aus der Gruppe mit dem höchsten Vitamin-D-Wert im Blut. Besonders auffällig sei zudem der Zusammenhang zwischen dem Vitamin-Wert und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gewesen, hieß es in dem Beitrag für das Wissenschaftsmagazin.

In den vergangenen Wochen hatten wir schon mehrfach über Studien mit ähnlichen Ergebnissen berichtet, zum Beispiel hier, hier und hier.

Das lebenswichtige Vitamin D wird zu etwa 90 Prozent mit Hilfe der UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium aus Grundstoffen wie Cholesterol im menschlichen Körper gebildet.

Eine internationale Konferenz (Konsensus-Konferenz) hatte vor Kurzem kalkuliert, dass bis zu 60 Prozent vor allem der älteren Menschen und der Jugendlichen in USA und Europa an einem Vitamin D-Mangel leiden.

Quelle: PubMed

Studien:

Harald Dobnig et al.,  Independent Association of Low Serum 25-Hydroxyvitamin D and 1,25-Dihydroxyvitamin D Levels With All-Cause and Cardiovascular Mortality, Archives of Internal Medicine, 2008;168(12):1340-1349,  23. Juni 2008

S. Pilz , H.Dobnig et al., Vitamin D and mortality in older men and women, Clin Endocrinol (Oxf), 18. Februar 2009   (vorab online)