Archiv für das Tag 'Herzinfarkt'

Ein niedriger Vitamin D- und ein hoher Parathormon-Spiegel (PTH, Produkt der Nebenschilddrüse) verdoppeln die Wahrscheinlichkeit, einen “plötzlichen Herztod” zu erleiden. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonne für`s Herz

Neues zu Herz und Sonnenschein-Vitamin vom AHA-Kongress

Nach einem schweren Herzanfall leben Patienten wesentlich länger bei guter Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.

Frauen erleiden doppelt so häufig einen Herzinfarkt oder werden ansonsten herzkrank, wenn ihre Vitamin D-Werte zu niedrig liegen.

Überdosierung bei Einnahme von Vitamin D-Präparaten kann zu Herzflimmern führen. Bei Vitamin D-Bildung durch Sonne oder Solarium passiert das allerdings nicht.

Diese Ergebnisse dreier Studien wurden in diesen Tagen beim Jahreskongress der American Heart Association in Orlando, Florida, vorgetragen. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonne ist gut für die Gesundheit. Aber die Sonne ist auch mitverantwortlich für Hautkrebs, insbesondere für den weniger gefährlichen “weissen” Hautkrebs.

Dänische Wissenschaftler haben jetzt eine interessante Rechnung aufgemacht und das Ergebnis beim diesjährigen Kongress der European Artheriosclerosis Society in Göteborg vorgetragen:

Menschen mit einem “weissen” Hautkrebs, und damit vermutlich einem längerem und intensiverem Aufenthalt an der Sonne,

  • erleiden wesentlich seltener einen Herzinfarkt (34 Prozent),
  • brechen sich um ein Drittel seltener den Hüftknochen und
  • haben insgesamt eine um fast die Hälfte niedrigere Sterberate! Den ganzen Beitrag lesen »

Vitamin D-Mangel führt bei Menschen, die an Diabetes 1 erkrankt sind, zu Arterienverkalkung, zur Bildung von Plaques in den Herzkranzgefäßen und damit zu einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko. Den ganzen Beitrag lesen »

Eine Epidemie, die sich weltweit am schnellsten ausbreitet und schon in 15 Jahren über 400 Millionnen Menschen betreffen wird, ist die Diabetes, im Volksmund “Zuckerkrankeit ” genannt. Schon heute fordert die Krankheit jährlich 3,8 Millionen Opfer, so eine jüngst erschienene Studie zur “globalen Last der Diabetes”.

Zum “Welt-Diabetestag” am 14. November erscheint jetzt ein Video, das uns die Situation der Menschen mit Diabetes in kurzen Schlaglichtern nahebringt (Video zum Weltdiabetestag):

Heilbar ist die Krankheit nicht und eine verlässliche Vorbeugung gibt es kaum, zumal für die Diabetes Typ 1, eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Den ganzen Beitrag lesen »

Zu den am weitesten verbreiteten Gesundheitsproblemen in den Industrieländern gehören die überhöhten Werte bei den Blutfetten und Triglyceriden und vor allem das ungünstige Verhältnis von den “guten” (HDL) zu den “bösen” (LDL) Fetten.  Diese Werte werden positiv beeinflusst durch die ausreichende oder gar optimale Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.

Forscher an der Universität von Tromsø, Norwegen, hatten in einer Querschnitt-Studie mit 10.000 und einer Langzeit-Studie mit 2.000 Teilnehmern diesen Zusammenhang untersucht und kamen – zumindest bei den Nichtrauchern – zu eindeutigen Ergebnissen. Bei den Teilnehmern mit dem höheren Vitamin D-Spiegel im Blut lagen die HDL-Werte um 6 Prozent höher, die Triglycerid-Werte um 18 Prozent niedriges als bei den Probanden im unteren Viertel der Vitamin D-Werte.

In der Langzeitstudie über 14 Jahre von 1994/95 bis 2008 bestätigte sich diese Tendenz vor allem bei den Triglyceriden.

Da überhöhte Blutfett- und Triglycerid-Werte zu Thrombosen und Arteriosklerose und damit zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können, bestätigt sich in diesen Studien einmal mehr die große Bedeutung der Sonne und des Sonnenschein-Vitamins bei der Vorbeugung und Bekämpfung der chronischen und Volkskrankheiten.

Quelle: Eurekalert

Studie:  R. Jorde et al., High serum 25-hydroxyvitamin D concentrations are associated with a favorable serum lipid profile, European Journal of Clinical Nutrition, vorab online 8 September 2010.

Osteoporotische Knochen

Kalzium gegen Osteoporose nur mit Vitamin D

Knochen brauchen Kalzium. ein Kalzium-Mangel schwächt die Knochen und führt zu Osteoporose. Die Einnahme von Kalzium-Tabletten allerdings kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen: der “Verkalkung” der Blutgefäße mit dem Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt. Es sei denn, im Körper steht ausreichend Vitamin D zur Verfügung!

Das Sonnenschein-Vitamin (zu 90 Prozent durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium im Körper selbst gebildet) ist nicht nur notwendig für die Einlagerung des Kalziums in die Knochen sondern verhindert auch die  Ablagerung von atherosklerotischen Plaques in den Wänden der Butgefäße und damit die Verengung der Adern bis hin zum Verschluss.

Eine Metastudie aus insgesamt 15 wissenschaftlichen Studien kam zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Kalzium ohne die Erhöhung der Vitamin D-Werte das Herzinfarkt-Risiko um bis zu 30 Prozent erhöht . Auch die Häufigkeit von Schlaganfällen und die Sterberate waren in dieser Meta-Analyse aus Neuseeland und den USA leicht erhöht. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin warnt daher vor einem unkontrollierten Gebrauch von Kalzium-Tabletten, die ja überall ohne Verschreibung zu kaufen sind.
Die Empfehlung für den “Normalfall” lautet also:
Eine kalziumreiche Vollwert-Ernährung und viel Sonnenschein!

Die bekannte schweizerische Vitamin D-Forscherin Prof. Dr. Heike Bischoff-Ferrari erläutert im Interview mit dem Schweizer Fernsehen die “Lehren” aus dieser Studie:

Quelle: idw

Studie: Bolland et.al.: Effect of calcium supplements on Risk of myocardial infarction and cardiovascular events: meta-analysis; BMJ 2010; 341: c3691

Vitamin D-Mangel kann zur Versteifung der Arterien und damit zum Herzinfark und Schlaganfall führen. Da schwarze Jugendliche weniger Vitamin D als weisse Jugendliche durch die UVB-Strahlen der Sonne in der Haut bilden können, sind sie besonders gefährdet. Mit der Einnahme von 2.000 IE zusätzlich kann dieser Gefahr begegnet werden.

Von den schwarzen Teilnehmern an unserer Studie hatten 95% einen Vitamin D-Mangel, und das im sonnigen Georgia (Südstaat der USA, d. Red)”, berichtet Yanbin Dong, Leiter der Forschungsgruppe am Medical College of Georgia in Augusta. “Wir konnten zeigen, dass Vitamin D-Supplementierung die Gesundheit von Herz und Gefäßen bei schwarzen Teenagern, die nicht genug Vitamin D  durch die Sonne oder die Ernährung bekommen.”

Dies ist die erste klinische Studie mit Vitamin D-Gaben von 2.000 IE bei Jugendlichen.

Die Teilnehmer waren in zwei Gruppen eingeteilt worden. Die eine Gruppe bekam die vom Verband der Kinderärzte empfohlene Dosis von 400 IE, die andere Gruppe 2.000 IE täglich. Es zeigte sich, dass die geringere Dosis, anders als die höhere Dosis, nicht ausreichte, einen angemessenen Vitamin D-Spiegel im Blut zu erreichen und gleichzeitigweder einen ausreichenden Schutz gegen die Versteifung der Arterien zu bieten noch eine Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems .

Quelle: Eurekalert/Biosciencetechnology

Studie: Yanbin Dong, et al., A 16-week randomized clinical trial of 2,000 IU daily vitamin D3 supplementation in black youth: 25-hydroxyvitamin D, adiposity, and arterial stiffness, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Oktober 2010 (vorab online berichtet)


Ausreichende Sonnen-Exposition hilft bei der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf- und Gefäß-Erkrankungen.

Diese Ergebnisse lang andauernder Studien am renommierten Intermountain Medical Center Heart Institute im US-Bundesstaat Utah stellten die Forscher gestern beim internationalen 59. Fachkongress des American College of Cardiology in Atlanta, Georgia, vor.

Auch die Frage: Wieviel Vitamin D ist notwendig für die Vorbeugung von Herzkranzgefäß-Erkrankungen? wurde beantwortet.

Dr. J. Brent Muhlestein, Leiter der kardiologischen Forschungsabteilung am Intermountain Medical Center Heart Institute:  “Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Bedeutung des Vitamin D für die Behandlung und Vorbeugung von Herz- und Gefäßerkrankungen und anderen chronischen Krankheiten sehr viel größer ist , als wir ursprünglich gedacht haben.

Vorgestellt wurden zwei Studien. In der ersten Studie wurde 9.400 Patienten mit niedrigen Vitamin D-Werten geraten, durch Vitamin D-Pillen oder Sonnen-Exposition ihre Werte deutlich zu steigern. Bei der Kontroll-Messung nach einem Jahr zeigte sich, dass die Teilnehmer, die ihren Vitamin D-Spiegel auf das “Normal-Maß” erhöhten, ihr Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 47 Prozent vermindert hatten.

In einer zweiten Studie wurden 31.000 Patienten in drei Gruppen eingeteilt, je nach Höhe ihres Vitmain D-Spiegels im Blut.  Dabei stellte sich heraus, dass die Teilnehmer, die über einen gewisssen Zeitraum ihre Werte auf 43 ng/ml oder mehr erhöht hatten,  ihr Risiko deutlich senken konnten, an Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten, Herzinfarkt, Herzversagen, Bluthochdruck, Depression und Nierenversagen zu erkranken.  Weniger von diesen Patienten starben im Vergleich zu den Gruppen mit einer Vitamin D-Unterversorgung.

Allgemein gilt eine Vitamin D-Spiegel von 30 ng/ml als “normal”. Es zeige sich aber zunehmend, dass dieser Wert zu niedrig sei, um die optimale Wirkung des “Sonnenschein-Vitamins” zu erzielen.

20-30 Minuten an der Sonne (im Sommer) reiche aus, so Dr. Muhlestein, um 10.000 IE (internationale Einheiten) Vitamin D zu produzieren. Dabei sei allerdings immer ein Sonnenbrand oder Hautirritationen zu vermeiden.

Nachtrag

Ein Feature der Presseagentur pte vor dem Hintergrund des oben erwähnten ACC-Kongresses und ein Interview mit dem Stoffwechselexperten Dr. Rudolf Gasser von der Uniklinik Innsbruck ist überschrieben:

Quelle: Science Daily/Eurekaltert

Ein Vitamin D-Mangel befördert offensichtlich neben vielen anderen Erkrankungen auch den Herzinfarkt.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie einer Forschungsgruppe an der Harvard School of Public Health unter der Leitung des renommierten Ernährungsforschers und Epidemologen Prof. Dr. Edward Giovannucci, die heute im Fachjournal Archives of Internal Medicine publiziert wurde – und bestätigt erst vor Kurzem erschienene Studien (s. hier und hier)zum Zusammenhang von Vitamin D-Defiziten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Männer mit einem Vitamin D-Spiegel von weniger als 15 Nanogramm per Milliliter erlitten 2,5 Mal häufiger einen Herzanfall als Männer mit normalem oder hohen Vitamin D Spiegel im Blut (30 Nanogramm und höher). Außerdem starben wesentlich mehr der defizienten Patienten an dem Herzanfall.

In der Studie waren 454 Patienten im Alter von 40 to 75 Jahren, die bereits einen Herzanfall erlitten hatten und 900 gesunde Männer über 10 Jahre lang beobachtet worden.

Die Forscher versuchten so viele wie möglich der bekannten Ursachen für Anfälligkeit von Herzinfarkt auszuschalten – das Resultat blieb im wesentlichen das selbe: Vitamin D vermindert erheblich die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts.

Quelle: JAMA pre-embargo Alert

Studie: E. Giovanucci et al., 25-Hydroxyvitamin D and Risk of Myocardial Infarction in Men: A Prospective Study , Archives of Internal Medicine (2008). 168[11]:1174 – 1180. 09. Juni 2008.

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