Archiv für das Tag 'Knochenbrüche'

Milch gegen Knochenbrüche

Milch allein hilft nicht gegen Knochenbrüche

Milch allein schützt nicht vor Stürzen und (Hüft-)Knochenbrüchen.

Milch ist reich an Kalzium und (etwas) Vitamin D. Von Dermatologen mit obsessiver Sonnen-Phobie wird sie daher gern als Alternative zu Sonne und Solarium gepriesen. Aber so gesund das tägliche Glas Milch – oder mehr – auch ist, auf das Risiko von Knochenbrüchen, vor allem den im Alter so gefährlichen Hüftbrüchen,  hat es keinen Einfluss – zumindest bei Frauen nicht!

Ein Forscherteam am Zentrum für Alter und Mobilität der Universität Zürich unter Leitung von Prof. Heike Bischoff-Ferrari war in einer umfassenden Meta-Studie mit insgesamt über 190.000 teilnehmenden Frauen der Frage nachgegangen, ob mit einer Ernährung reich an Milch und Milchprodukten die Gefahr von Knochenbrüchen vor allem bei älteren Frauen vermindert werden könnte – mit enttäuschendem Ergebnis: Ein Zusammenhang von Milchkonsum mit Hüftknochenbrüchen konnte nicht beobachtet werden, gleichgültig wieviel Milch die Frauen täglich zu sich nahmen.

Bei den Männern allerdings, ging das Risiko von Hüftbrüchen mit zunehmendem Milchkonsum leicht (9 Prozent) zurück.

Ernährung allein reicht nicht zur Vorbeugung von Knochenbrüchen

Bestätigt wird dieses Ergebnis der züricher Meta-Studie durch eine sehr viel breiter angelegte Untersuchung , an der  im Rahmen der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and nutrition) Studie mehr als ein Dutzend europäischer Forschungsinstitute der Frage nachgingen, ob durch gezielte Ernährung das Risiko von Hüftbrüchen bei älteren Menschen gesenkt werden könnte.

Auch hier stellte sich heraus, dass die Ernährung mit Milchprodukten die Gefahr von Hüftbrüchen nicht minderte.

In der Studie waren insgesamt über 10.000 Männer und fast 20.000 Frauen aus fünf europäischen Ländern mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren über einen Zeitraum von acht Jahren beobachtet worden.

Einen ganz leicht positiven Einfluss zeigen die Studienergebnisse bei einer Diät mit reichlich Gemüsen und Fisch. Negative Folgen für die Knochengesundheit hatten vor allem die ungesättigten Fette in der Nahrung.

Quelle: PubCrawler

Studien:
H. A. Bischoff-Ferrari et. al., Milk intake and risk of hip fracture in men and women: A meta-analysis of prospective cohort studies, Journal of  Bone and Mineral Research, 14. Okober 2010 (online vorab publiziert)

V. Benetou et al., Diet and hip fractures among elderly Europeans in the EPIC cohort, European Journal of Clinical Nutrition, 13. Oktober 2010 (online vorab publiziert)

Ältere Menschen, die nach einem Hüftbruch täglich eine hohe Dosis Vitamin D zu sich nehmen, erleiden weit weniger häufig neue Brüche und Rückfälle als andere. Das Vitamin D schützt vor weiteren Sturzverletzungen und schweren Infektionen. So eine Studie im Schweizerischen  Nationalen Forschungsprogramms «Muskuloskelettale Gesundheit – Chronische Schmerzen» unter Leitung der bekannten Vitamin D-Forscherin Prof. Heike Bischoff-Ferrari vom Zentrum Alter und Mobilität der Universität Zürich.

An der  Studie nahmen 173 Patientinnen und Patienten nach einer Hüftbruchoperation teil. Alle Studienteilnehmer nahmen täglich Vitamin D ein – die eine Hälfte von ihnen in der empfohlenen Standarddosis (800 IE, internationale Einheiten), die andere Hälfte in einer zweieinhalbfach erhöhten Dosis. Dabei zeigte sich: Patienten und Patientinnen mit der höheren Dosis erlitten im Folgejahr deutlich weniger Sturzverletzungen. Zudem schützte die höhere Dosis vermehrt vor schweren Infektionen.

Vitamin D wird zu etwa 90 Prozent in der Haut durch Sonnenlicht gebildet. Mit zunehmendem Alter nimmt der Aufenthalt an der Sonne ebenso ab wie die Fähigkeit der Haut, das Vitamin D herzustellen. In der älteren Bevölkerung ist ein Mangel daher weitverbreitet: In Europa ist mehr als die Hälfte aller Erwachsenen mit Vitamin D unterversorgt.

Aufgrund der Studien-Ergebnisse empfiehlt Bischoff-Ferrari älteren Menschen, die schon einen Hüftbruch erlitten haben, die höhere Dosierung:
Die Standarddosis reicht zwar aus, um die Muskulatur zu stärken und dadurch Stürze zu vermeiden“, so Bischoff-Ferrari. Um bei den dennoch eintretenden Stürzen auch das Knochenbruchrisiko zu verringern, brauche es im Blut jedoch einen höheren Vitamin-D-Spiegel, und somit eine höhere Dosierung.

Vitamin D ist wichtig für starke Knochen, weil es die Aufnahme von wichtigen Knochenbestandteilen wie etwa Kalzium und Phosphat im Darm und deren Einbau in die Knochen fördert. Ein Mangel an Vitamin D kann deshalb zu schmerzhaften Knochenerweichungen und zu einer erhöhten Knochenbruchgefahr führen.

Gegenteilige Wirkung?

Dem scheint eine soeben erschienene australische Studie zu widersprechen.  An der Universität von Melbourne hatten Forscher um Prof. Kerrie M. Sanders drei Jahre lang mehr als 1.000 Frauen von 70 Jahren und älter eine einzelne Dosis Vitamin D von 500.000 IE jährlich verabreicht. Weitere 1.100 Probanden erhielten eine Placebo.

Das unerwartete Resultat:  Mehr Teilnehmerinnen in der Vitamin D-Gruppe erlitten einen Knochenbruch als in der Placebot-Gruppe: 171 gegenüber nur 135 Brüche. Auch die Zahl der Stürze ohne Knochenbruch  in dieser Zeit lag in der Vitamin D-Gruppe höher als in der Placebo-Gruppe.

Diesen scheinbaren Widerspruch löst in einem Kommentar im gleichen Heft der Fachzeitschrift JAMA die bekannte Wissenschaftlerin vom Institut für Ernährung und Altersforschung an der Tufts Universität in Boston, Bess Dawson-Hughes, auf:
Auch in früheren Studien und Tierversuchen habe sich gezeigt, dass bei sehr hohen einmaligen Dosen Vitamin D eine Art Abwehrreaktion (abrupte Verminderung des “aktiven” Vitamin D, 1,25-dihydroxyvitamin D)  einsetze, die die Wirkung des Vitamins vermindere  oder gar ganz verhindere. In diesen Veruchen sei es ausserdem zu Gefäßverkalkungen gekommen. Beides könne die erhöhte Sturz- und Bruchgefahr erklären.

Paradoxerweise könnten aber auch einige der bekannten positiven Wirkungen des “Sonnenschein-Vitamins”, die erhöhte Beweglichkeit durch Stärkung der Muskeln und Verbesserung von Bewegungsschmerzen, durch vermehrte Aktivität der Senioren zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Die Autorin warnt daher vor einmalig extrem hohen Dosen an Vitamin D. Anders als bei der Vitamin D-Synthese durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium, kann es bei der Verabreichung von zusätzlichem Vitamin D etwas in Pillenform zu Fehldosierungen mit negativen Folgen kommen.

Quelle: PubMed, AlphaGalileo

Studien:
Heike A. Bischoff-Ferrari et al.,  Effect of High-Dosage Cholecalciferol and Extended Physiotherapy on Complications After Hip Fracture, Archives of Internal Medicine,  Vol. 170 No. 9, 10. Mai, 2010

Kerrie M. Sanders et al.,  Annual High-Dose Oral Vitamin D and Falls and Fractures in Older Women – A Randomized Controlled Trial, JAMA. 2010;303(18):1815-1822., 12. Mai. 2010

Bess Dawson-Hughes, Susan S. Harris, High-Dose Vitamin D Supplementation
Too Much of a Good Thing?
JAMA, 12. Mai 2010—Vol 303, No. 18

Internationale und nationale medizinische Gesellschaften und Gesundheitsorganisationen ändern derzeit ihre Richtlinien und Empfehlungen zur Vitamin D-Versorgung und zum Umgang mit Sonne und Solarium. Wir können hier nur über einige typische Beispiele berichten.

Jetzt hat die International Osteoporosis Foundation (Internationale Osteoporose Gesellschaft) ihre Richtlinien den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst:

Vor allem für die Älteren (65 +) wird

  • ein Vitamin D-Spiegel im Blut – 25(OH)D – von 75 nmol/L,
  • eine tägliche Vitamin D-Zufuhr von 20-25 ng (800-1.000 IE),
  • die Verdopplung dieser Mengen bei Menschen, die sich wenig an der Sonne aufhalten,  an Übergewicht oder Osteoporose leiden oder die Probleme mit der Vitamin D-Synthese haben,
  • eine Kontrolle der Blutwerte

empfohlen.

Diese Werte liegen zwar noch deutlich unterhalb der Werte, die von vielen Experten als optimal angesehen werden, verdoppeln andererseits aber die bisherigen Empfehlungen der meisten Gesundheitsorganisationen.

Dr. Bess Dawson-Hughes von der  Tufts University, wies bei der Vorstellung der neuen Richtlinien auf die weltweit verbreiteten Vitamin D-Defizite hin:

Dieser verbreitete Mangel bedeutet, dass viele Stürze und Knochenbrüche durch eine ausreichende Vitamin D-Versorgung verhindert werden könnten. Diese so einfach zu realisierenden Maßnahmen könnten bedeutende positive Wirkungen zeitigen auf die Häufigkeit osteoporotischen Brüche.”

Erst kürzlich waren auch in Deutschland z.B. die Osteologie-Leitlinien in ähnlicher Form geändert worden.

Quelle:  International Osteoporosis Foundation

Mother hugging her baby boy sonHäufige Ursache, schreckliche Wirkung:
Viele Schwangere leiden unter Vitamin D-Mangel und geben diesen Mangel an ihre Babies weiter. Obwohl Frauen in der Schwangerschaft zusätzlichen Bedarf an Vitamin D haben, vor allem in den Monaten von Oktober bis Ende März („Vitamin D-Winter“), scheuen sie oft vor Sonnenbädern oder Solarium-Besuchen zurück, aus der unbegründeten Angst, Ihr Baby durch die UV-Strahlen zu schädigen.

Der Vitamin D-Mangel aber erhöht das Risiko für die Neugeborenen erheblich, an Rachitis oder anderen Stoffwechselstörungen zu leiden.
Bei diesen Babies aber kommt es bei der Geburt oder einfach beim ganz normalem Umgang im Alltag zu Knochenbrüchen.

Kinderärzte vermuten dann unter Umständen eine Kindesmisshandlung und zeigen die entsetzten Eltern an. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.

In seinem Newsletter greift der bekannte Vitamin D-Forscher Dr. John B. Cannell, Direktor des Vitamin D Council,  dieses leidvolle Thema auf in einer Antwort auf den Brief einer verzweifelten Mutter:

Newsletter der Vitamin D-Foundation in deutsche Übersetzung (gekürzte Fassung)

Newsletter der Vitamin D-Foundation in deutscher Übersetzung mit sämtlichen Links zu wissenschaftlichen Studien (ungekürzt)

Newsletter des Vitamin D-Council im Original (Englisch)

Mangel weit verbreitet

Heute veröffentlicht:
Eine Studie der Boston University School of Medicine untersuchte 459 Mütter mit ihren Neugeborenen und fanden: “Ein hoher Anteil der Kinder und Ihrer Mütter wiesen ein Vitamin D-Defizit auf.”  Die Vitamin D-Werte der Mütter in der Schwangerschaft seien offensichtlich nicht ausreichend, die angemessene Versorgung der Babies mit dem Sonnenschein-Vitamin sicherzustellen.

In diesem Weblog haben wir über Schwangerschaft und Sonnenschein-Vitamin hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Studie:  A. Merewood, M.F. Holick,  S. D. Mehta et al.,  Widespread Vitamin D Deficiency in Urban Massachusetts Newborns and Their Mothers, PEDIATRICS, vorab online 22. März 2010

Aeltere-am-Strand-iStockJedes Jahr – und mit zunehmender Tendenz – erleiden ein Drittel aller Menschen über 65 Jahren einen Sturz und in 6 Prozent der Fälle führt das zu einem Knochenbruch. In einer ständig älter werdenden Gesellschaft wird daher die Verhinderung von Fallen und Brüchen zu einer immer bedeutenderen Aufgabe.

In einer umfassenden Meta-Analyse von Daten aus acht repräsentativen Studien mit über 2.400 Teilnehmern kommen schweizerische Forscher um Prof. Dr. Heike Bischoff-Ferrari jetzt zu dem Ergebnis, dass eine tägliche Gabe von mindestens 700 bis 1.000 internationalen Einheiten (IU) Vitamin D die Gefahr des Fallens mit den bekannten oft tödlichen Folgen um fast 20 Prozent senken kann. Eine geringere Dosis sei dagegen wirkungslos.

Gerade ältere Menschen, die aufgrund von Gebrechen sich nur noch selten im Freien und an der Sonne bewegen und seltener noch die Gelegenheit haben, eine Sonnenbank zu benutzen, sind in besonderem Maße den gefährlichen Folgen eines Vitamin D-Mangels mit Knochenschwund, häufigem Fallen und oft tödlich endenden Knochenbrüchen ausgesetzt, werden aber auch eher als jüngere Menschen Opfer von Infektions- und Autoimmunkrankheiten als Folge mangelnden “Sonnenschein-Vitamins”.

Neben der Behandlung durch Vitamin D-Zugaben wird in eineigen europäischen Ländern daher auch über Mittel und Wege nachgedacht,  älteren Menschen einen einfacheren Zugang zu Besonnungsgeräten zu ermöglichen.

Quelle: ScienceDaily

Studie:  Heike Bischoff-Ferrari et al.,  Fall prevention with supplemental and active forms of vitamin D: a meta-analysis of randomised controlled trials. Archives of Internal Medicine, British Medical Journal, online vorab 03. Oktober, 339:b3692

72302893Eine höhere Dosis an Vitamin D – mehr als 400 Internationale Einheiten (IE) – als Supplement senkt das Risiko eines Knochenbruchs bei älteren Menschen um 20-29  Prozent.

Eine Meta-Studie von Autoren verschiedener Universitäten der Schweiz und der Harvard School of Public Health kommt zu diesem Schluss nach Sichtung von 20 Studien zu Hüft- und anderen Brüchen mit mehr als 80.000 Teilnehmern im Alter über 65 Jahren. In diesen Studien war die Wirkung von Vitamin D- und Kalzium-Gaben gemeinsam und/oder separat untersucht worden.

Die Wirkung bei Knochenbrüchen (ausser Wirbelsäule) lag mit 29 Prozent Risikominderung höher als bei Hüftbrüchen. Diese Wirkung wurde erzielt durch die Gabe von Vitamin D als Supplement gleichgültig ob zusätzlich Kalzium verordnet wurde oder nicht.

Am anderen Ende der Alters-Skala ein ähnliches Ergebnis:

Junge Mädchen mit einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel im Blut (über 50 nmol/L) verfügten über eine deutlich höhere Knochenmasse und Knochendichte und über kräftigere Muskeln als Mädchen mit unzureichendem Vitamin D-Status.

So das Ergebnis einer chinesisch-australischen Studie mit 301 weiblichen Jugendlichen. 57.8% der Teilnehmerinnen zeigten einen Vitamin D-Mangel. 31.2% waren stark defizitär (weniger als 25 nmol/L).

Fazit der Autoren: “Ausreichender Vitamin D-Status im Jugendalter ist wichtig für die optimale Knochenbildung – auch im späteren Alter -  und Vitamin D-Mangel führt zu Muskelschwäche.”

Quelle: PubCrawler

Studien:
Heike A. Bischoff-Ferrari et al.,  Prevention of Nonvertebral Fractures With Oral Vitamin D and Dose Dependency. A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials Archives of Internal Medicine, 2009;169(6):551-561

Leng Huat Foo et al., Low Vitamin D Status Has an Adverse Influence on Bone Mass, Bone Turnover, and Muscle Strength in Chinese Adolescent Girls, Journal of  Nutrition (online vorab March 25, 2009)

Ältere Menschen bekommen oft nicht genug Sonne

Ältere Menschen bekommen oft nicht genug Sonne

Vitamin D-Mangel erhöht beträchtlich das Risiko eines Hüftbruchs bei Frauen jenseits der Wechseljahre.

Ältere Menschen leiden sehr viel häufiger an Vitamin D-Mangel. Der Grund: Sie können oder wollen sich oft nicht mehr ausreichend an der Sonne bewegen und die Haut ist weniger “durchlässig” für UV-Strahlen, die notwendig sind, um im Körper Cholesterol in Vitamin D (25-hydroxyvitamin D [25(OH)D]) umzuwandeln. Vitamin D-haltige Ernährung und Nahrungsergänzung wirkt gerade bei älteren Menschen ebenfalls stark abgeschwächt und daher nur in höherer Dosierung. Das aber birgt eine gewisse Gefahr der Vitamin-Vergiftung, die bei der Vitamin D-Synthese durch Sonnenstrahlen nicht existiert.

Eine Studie der Universität Pittburgh, USA, auf der Basis von fast 40.000 Teilnehmerinnen untersuchte jetzt den Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und Brüchen des Hüftknochens. Dabei wurde nur die Ernährung und eventuelle Nahrungsergänzung durch Vitamin D-Präparate berücksichtigt.

Die risiko-mindernde Wirkung des Vitamin D für Stürze und Hüftknochenbrüche zeigte sich erst bei der Gruppe, deren Ernährung oder Nahrungsergänzung im oberen Drittel der der Untersuchten lagen. Dann aber wurde die Wirkung sehr deutlich, der Anteil der Stürze und Brüche sank rapide ab.

Der Frage, inwieweit eine ausrechende (künstliche) Besonnung das Risiko weiter und problemloser mindern könnte, geht die Studie allerdings nicht nach.

Quelle: PubMed

Studie: J.A. Cauley et al., Serum 25-hydroxyvitamin D concentrations and risk for hip fractures, Annals of Internal Medicine, 2008 Aug 19;149(4):I42

Osteoporose, Knochenbrüche und Vitamin DUm Muskelschwäche, Fallen und Knochenbrüche bei älteren Menschen zu vermeiden, muss Vitamin D und Kalzium in ausreichender Menge zugeführt werden. In der Vergangenheit wurde bei vielen “offiziellen” Empfehlungen von viel zu niedriger Dosierung ausgegangen.

Diese Einsicht unterstreicht eine neue Meta-Studie (Zusammenfassung von Daten aus 17 früheren Untersuchungen) der University of Western Sydney in Australien. Damit liesse sich das Risiko von Knochenbrüchen vor allem bei Osteoporose um bis zu 24% verringern.

Die Analyse der Daten von 52 625 Personen über 50 Jahren und einer mittleren Behandlungsdauer von 3,5 Jahren zeigten, dass erst eine Dosierung von über 1.200 Milligramm Kalzium und über 800 IU (Internationalen Einheiten) an Vitamin D zu optimalen Ergebnissen führte.

Die Autoren weisen allerdings auch auf die Schwierigkeiten hin, die viele ältere Menschen mit der regelmäßigen Einnahme einer entsprechende Dosis hätten.

Nicht Gegenstand der Untersuchung war die Frage, ob nicht eine ausreichende Vitamin D-Versorgung auch, besser, verläßlicher und ggf. billiger durch (künstliche) Besonnung erreicht werden könnte.

Quelle: Ärztezeitung

Studie: B Tang et al., Use of calcium or calcium in combination with vitamin D supplementation to prevent fractures and bone loss in people aged 50 years and older: a meta-analysis. Lancet 2007; 370: 657-666