Archiv für das Tag 'Knochendichte'

Weit verbreitete Medikamente aber auch Dopingmittel, vor allem Steroide wie Kortison oder Anabolika  (künstliches Testosteron), können sich negativ auf den Vitamin-Spiegel und damit auf die Gesundheit der Verbraucher auswirken. Seit langem ist bekannt, dass die Einnahme von Steroiden die Knochendichte schwächen kann. Jetzt weist eine Studie des Albert Einstein College of Medicine, New York, nach, dass diese Wirkung auf den “bremsenden” Einfluss der Steroid-Präparate beim Vitamin D-Stoffwechsel zurückzuführen ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Ein Drittel der acht Millionen Osteoporose-Fälle in Deutschland sind Manner jenseits der 50 Jahre. Obwohl die Osteoporose eine der am schnellsten anwachsenden “Volkskrankheiten” ist, wird sie als “Alterserkrankung” und “Frauenkrankheit nach den Wechseljahren” von den Jüngeren nicht ernst oder überhaupt zur Kenntnis genommen.  Dabei müsste die Vorbeugung in jungen Jahre beginnen: Mit der Stärkung der Knochen in der Aufbauphase bis etwa zum 30. Lebensjahr und dem Abbremsen der Knochenabbaus in den Jahren danach. Dabei spielt das Vitamin D eine entscheidende Rolle.

Jetzt schlagen auch die Urologen Alarm. Den ganzen Beitrag lesen »

Wer in jungen Jahren regelmäßig sonnt (und bräunt) stärkt seine Knochen und tut etwas gegen Knochenschwäche im Alter.

Das haben Wissenschaftler im sonnigen Hawaii in einer Studie mit knapp 100 jungen Frauen festgestellt. Wieviel Sonnenstrahlen eine Teilnehmerin über eine länger Zeit abbekommen hatte, wurde gemessen an dem Unterschied zwischen dem natürlichen Hauttyp (gemessen am inneren Oberarm) und der “erworbenen” Bräune (gemessen an der Stirn). Die Knochendichte wurde mit den übliche Mitteln (DXA) gemessen.

Je größer der Unterschied zwischen ungebräunter und gebräunter Haut, also je regelmäßiger die Teilnehmerin sich an der Sonne aufhielt, desto höher die Knochendichte sowohl im Rückgrat als auch in der Hüfte und an anderen Körperstellen.

Quelle: PubCrawler

Studie: D.L. Osborne et al.,  Tanning predicts bone mass but not structure in adolescent females living in Hawaii,  American  Journal of Human Biology, vorab veröffentlicht 14. April 2011

72302893Eine höhere Dosis an Vitamin D – mehr als 400 Internationale Einheiten (IE) – als Supplement senkt das Risiko eines Knochenbruchs bei älteren Menschen um 20-29  Prozent.

Eine Meta-Studie von Autoren verschiedener Universitäten der Schweiz und der Harvard School of Public Health kommt zu diesem Schluss nach Sichtung von 20 Studien zu Hüft- und anderen Brüchen mit mehr als 80.000 Teilnehmern im Alter über 65 Jahren. In diesen Studien war die Wirkung von Vitamin D- und Kalzium-Gaben gemeinsam und/oder separat untersucht worden.

Die Wirkung bei Knochenbrüchen (ausser Wirbelsäule) lag mit 29 Prozent Risikominderung höher als bei Hüftbrüchen. Diese Wirkung wurde erzielt durch die Gabe von Vitamin D als Supplement gleichgültig ob zusätzlich Kalzium verordnet wurde oder nicht.

Am anderen Ende der Alters-Skala ein ähnliches Ergebnis:

Junge Mädchen mit einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel im Blut (über 50 nmol/L) verfügten über eine deutlich höhere Knochenmasse und Knochendichte und über kräftigere Muskeln als Mädchen mit unzureichendem Vitamin D-Status.

So das Ergebnis einer chinesisch-australischen Studie mit 301 weiblichen Jugendlichen. 57.8% der Teilnehmerinnen zeigten einen Vitamin D-Mangel. 31.2% waren stark defizitär (weniger als 25 nmol/L).

Fazit der Autoren: “Ausreichender Vitamin D-Status im Jugendalter ist wichtig für die optimale Knochenbildung – auch im späteren Alter -  und Vitamin D-Mangel führt zu Muskelschwäche.”

Quelle: PubCrawler

Studien:
Heike A. Bischoff-Ferrari et al.,  Prevention of Nonvertebral Fractures With Oral Vitamin D and Dose Dependency. A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials Archives of Internal Medicine, 2009;169(6):551-561

Leng Huat Foo et al., Low Vitamin D Status Has an Adverse Influence on Bone Mass, Bone Turnover, and Muscle Strength in Chinese Adolescent Girls, Journal of  Nutrition (online vorab March 25, 2009)

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Mit Sonnenschein gegen Osteoporose

Osteoporose ist eine der am dramatischsten zunehmenden Volkskrankheiten in westlichen Ländern. Schätzungsweise 30% aller Frauen nach der Menopause erkranken an Knochenschwund. Fast jede zweite Frau und jeder siebte Mann über 50 Jahre hat statistisch das Risiko eines osteoporosebedingten Knochenbruchs.

Traditionell wird für Prävention und Therapie der Osteoporose und anderer Knochenerkrankungen wie Rachitis die Aufnahme zusätzlichen Kalziums durch Änderung der Ernährung oder durch Nahrungsergänzung empfohlen.

Tatsächlich aber bleibt diese Maßnahme wirkungslos, wenn der Körper nicht über ausreichend Vitamin D verfügt, um die Einlagerung des Kalzium in die Knochen zu “organisieren”. Das “Sonnenschein-Vitamin” ist notwendig für den Knochenstoffwechsel. Nur wer genügend Vitamin D hat, kann das Kalzium optimal verwerten.

Mit dem “Sonnenschein” aber hapert es bei immer mehr Menschen durch Lifestyle, Büroberufe, Alter oder Krankheit.

Eine breit angelegte Studie an der Harvard Medical School, Boston,  mit 4.958 Frauen und 5003 Männern über 20 Jahren (Daten des US NHANES III-Surveys)  verglich jetzt die relative Bedeutung von Kalzium- und Vitamin D-Therapien für die Entwicklung der Knochendichte.

Dabei stellten die Forscher fest, dass die Aufnahme von zusätzlichem Kalzium keine Wirkung auf die Knochendichte zeigte, wohl aber die zusätzliche Gabe von Vitamin D – und zwar je deutlicher desto höher die Vitamin D-Dosierung war. Lediglich bei Frauen – nicht aber bei Männern – mit einem sehr niedrigen Vitamin D-Spiegel im Blut (<50 nmol/l) erhöhte sich die Knochendichte nach Einnahme von Kalzium.

Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler:  Bei Männern und Frauen gleichermaßen ist der Vitamin D-Status der entscheidende Faktor für die Entwicklung der Knochendichte und damit für die Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose.

Eine heute online vorab veröffenltichte holländische Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen.

Quelle: PubMed

Studien:
Heike A Bischoff-Ferrari et al.,  Dietary Calcium and Serum 25-hydroxyvitamin D Status in Relation to Bone Mineral Density Among U.S. AdultsJournal of Bone and Mineral Research, December 29, 2008

Paul Lips et.al., Relationships of serum 25-hydroxyvitamin D to bone mineral density and serum parathyroid hormone and markers of bone turnover in older persons, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, online vorab publiziert 21.01.2009

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Foto: flickr

91 Prozent der schwangeren Frauen in Irland leiden während des “Vitamin D-Winters” (Oktober – März) unter zum Teil erheblichem Vitamin D-Mangel.

Ein solcher Mangel wird zunehmend mit geringerer Größe und Gewicht, geringerer Knochendichte und dem Auftreten von verschiedenen Krankheiten und Mangelerscheinungen bei Neugeborenen in Verbindung gebracht.

Eine Forschergruppe der Universität von Cork, Irland, untersuchte über drei Jahre hinweg schwangere Frauen im Alter zwischen 24 und 42 Jahren jeweils in drei “Trimestern” pro Jahr auf den Gehalt von Vitamin D – 25(OH)D – im Blut. Als ausreichend wurde ein Gehalt von 50 nmol/L und mehr angenommen. 25 bis 50 nmol/L wurde als “unzureichend”, weniger als 25 nmol/L als “defizitär” definiert.

Insgesamt blieben bis zu 76 Prozent der Schwangeren unterhalb der optimalen Werte im Jahresdurchschnitt. Nur im Hochsommer erreichte eine knappe Mehrheit die wünschenswerte Größenordnung. Eine Erklärung, warum besonders in der Schwangerschaft ein solch drastischer Vitamin D-Mangel zu beobachten ist, bieten die Autoren nicht.

Quelle: HighWire

Studie: M.N. O`Riordan et al., Prevalence of Suboptimal Vitamin D Status During PregnancyIrish Medical Journal, 2008; 101: 240, 242