Archiv für das Tag 'Neugeborene'

Ein zu niedriger Vitamin D-Spiegel im Blut während der Schwangerschaft verdoppelt das Risiko einer Diabetes 1-Erkrankung für das Baby. Den ganzen Beitrag lesen »

Schwangere und ihre Neugeborenen leiden unter Vitamin D-Mangel. Richtlinien und Verhalten ändern!

Schwangere Frauen sind eine der “Problemgruppen” bei der Versorgung mit dem lebenswichtigen “Sonnenschein-Vitamin D”. Die Folgen für Mutter und Kind können gravierend sein. Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder über entsprechende Studien berichtet (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Eine aktuelle Studie an der Universität Giessen unterstreicht jetzt das dramatische Ausmaß dieses Problems:
90 Prozent der schwangeren Frauen in dieser Studie und 88 Prozent ihrer Neugeborenen leiden unter einem Vitamin D-Mangel. Den ganzen Beitrag lesen »

Lungenentzündung durch Vitamin D-Mangel

Zu wenig Sonnenschein-Vitamin. Foto: Fotolia

Babies, die mit einem Vitamin D-Mangel geboren wurden, erleiden sechs mal häufiger eine Lungen- oder Bronchien-Entzündung als die Kinder, die schon bei der Geburt ausreichend mit dem “Sonnen-Hormon” Vitamin D versorgt sind. Die bisherigen Empfehlungen – auch in Deutschland – für den gesunden Vitamin D-Spiegel in der Schwangerschaft sind unzureichend. Den ganzen Beitrag lesen »

Baby mit Atemnot

Foto: Fotolia

Sonnen- und damit Vitamin D-Mangel in der Schwangerschaft kann zu Atemnot beim Baby führen.

In einer neuseeländischen Studie mit fast 1.000 Neugeborenen stellte sich heraus, dass die Babies mit  einem niedrige Vitamin D-Spiegel während der ersten drei Lebensmonate doppelt so oft Atemwegsinfekte und Atembeschwerden (engl. Wheezing) hatten wie Neugeborene mit normalen Vitamin D-Werten. Den ganzen Beitrag lesen »

Vitamin D-Mangel bei Schwangeren erhöht die Gefahr von Schizoprenie bei Neugeborenen

Ausreichende Vitamin D-Versorgung in der Schwangerschaft schützt das Neugeborene vor Schizophrenie. Foto: Fotolia

Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und dem Auftreten von Schizophrenie bei Neugeborenen. “Es ist wahrscheinlich, dass dieses Phänomen für einen Großteil der Fälle in Dänemark verantwortlich ist.” So die Autoren einer Studie von australischen und dänischen Forschern, die in diesen Tagen erschienen ist.

Die Blutproben für die Untersuchung kommen von  424 Patienten mit Schizophrenie in Dänemark und eine ebenso großen Kontrollgruppe Gesunder, nach Geschlecht und Geburtsdatum verglichen.

Je nach der Höhe des Vitamin D-Spiegels im Blut wurden die Probanden in fünf Gruppen eingeteilt, von den niedrigsten bis zu den höchsten Werten. Es stellte sich heraus, dass die Neugborenen in den niedrigsten drei Gruppen ein doppelt so hohes Risiko hatten, an Schizophrenie zu erkranken, wie die Teilnehmer in der vierten Gruppe mit einem Vitamin D-Spiegel von 40,5 – 50,9 nmol/L. 44 Prozent der Schizophrenie-Fälle könnten durch diesen Zusammenhang erklärt werden.

Zur Verblüffung der Autoren hatten aber auch die Neugeborenen in der Gruppe mit den höchsten Werten ein leicht erhöhtes Risiko gegenüber der darunter liegenden Gruppe. Eine Erklärung für diesen “Ausreisser” fanden die Forscher nicht.

In einem Interview mit der “Psychiatric News” schränkt Prof. John J. McGrath, Leiter der Forschungsgruppe, ein: “Natürlich ist Schizophrenie eine heterogende Krankheit. Kein Wissenschaftler glaubt, dass ein einziger Faktor die Schizophrenie erklären kann.”
Aber: “Vitamin D-Mangel  herrscht in vielen Gesellschaften und macht vor allem bei Schwangeren und jungen Müttern Sorge.  Aus Sicht des Gesundheitswesens ist die Aussicht, eine so schwere Störung wie Schizophrenie zu verhindern mit einem so einfachen, sicheren und billigen Mittel ist eine Vorstellung, die bisher undenkbar schien.”

Eine Übersicht über die Literatur zum Thema und über den Stand der Forschung bisher geben die gleichen Autoren in einem Beitrag zum Schizophrenia Bulleting

Quelle: Highwire

Studie:  John J. McGrath et al., Neonatal Vitamin D Status and Risk of Schizophrenia, A Population-Based Case-Control StudyArch Gen Psychiatry. 2010;67(9):889-894

Geburt und Neugeborene bei Vitamin D-MangelTrotz rasch anwachsender Informationen über Sonne und Vitamin D in der Schwangerschaft ist die Verunsicherung der schwangeren Frauen – vor allem angesichts der dermatologischen Angstkampagnen – nach wie vor groß.

Schwangere gehören zu den “Problemgruppen” in der Bevölkerung mit überdurchschnittlichem Vitamin D-Mangel bei gesteigertem Vitamin D-Bedarf.  Schon unter “normalen” Bedingungen erreichen Frauen, laut Nationaler Verzehrsstudie von 2008, zu 91 Prozent nicht die empfohlenen Ernährungs-Richtwerte für die notwendige Vitamin D-Aufnahme. Die möglichen Folgen sowohl für die Geburt als auch für die Neugeborenen sind gravierend. Nirgendwo richten die Aufrufe  zum “totalen Sonnenschutz” mehr Schaden und Leiden an als gerade hier.

In einer Podiumsveranstaltung der Universität Hohenheim (Vitamin D-Mangel in Deutschland – ein Grund zur Sorge?) mit einem halben Dutzend hochkarätiger Experten gab es über die Dramatik der schleichenden Vitamin D-Mangel-”Pandemie”  keine abweichende Meinung. Prof. Berthold Kletzko, Pädiater am Universitätsklinikum München, nutzte gar sein Schlusswort für einen Appell an die verantwortlichen Organisationen und Politiker, dem Problem mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Ähnlich der dringende Aufruf von zwei der bekanntesten pädiatrischen Vitamin D-Forscher vom UCL Institute of Child Health and Centre for Paediatric Epidemiology and Biostatistics in London, Elina Hyppönen und Barbara Boucher zu einem “unified approach in National policy“  bei der Vermeidung von Vitamin D-Mangel in der Schwangerschaft, der in der August-Ausgabe des British Journal of Nutrition erschienen ist.

Zwei weitere Studien aus den vergangenen Wochen belegen diese Dringlichkeit:

Eine der häufigsten Geburtskomplikationen ist die Präeklampsie, eine Kombination verschiedener Symptome, vor allem Bluthochdruck und Ödembildung. Vitamin D-Mangel spielt dabei eine wichtige Rolle.  Forscher vom Massachusetts General Hospital in Boston, USA, untersuchten 51 Fälle von Präeklampsie bei ansonsten gesunden Frauen und verglichen die Vitamin D-Werte in der Mitte der Schwangerschaft mit denen von 304 Frauen mit unauffälligen Geburten.

Frauen mit einem Vitamin D-Spiegel von 50 nmol/L oder weniger litten vier Mal häufiger an einer schweren Präeklampsien als Schwangere mit normalen Werten von 75 nmol/L oder mehr. Nach Ausschluss verschiedener anderer Faktoren stieg das Risko einer Präeklampsie für Frauen mit Vitamin D-Mangel um mehr als das Fünffache.

Ein holländische Studie vom Institute of Health Sciences mit 3730 Schwangeren aus der Region Amsterdam belegt die Folgen eines Vitamin D-Mangels während der Schwangerschaft für die Neugeborenen: Niedrigeres Geburtsgewicht (im Durchschnitt -115 Gramm) sowie ein deutlich mehr als doppelt so hohes Risiko einer unterdurchschnittlichen Größe und eines verzögerten Wachstums.

Ein Teil der Neugeborenen konnten allerdings diese Start-Defizite durch schnelleres Wachstum und Gewichtszunahme im ersten Lebensjahr wieder “wettmachen”.

Anders als erwartet spielte die ethnische Herkunft keine wesentliche Rolle beim Auftreten des Vitamin D-Mangels und seiner negativen Folgen.

Besonders gefährdet sind Schwangere bei einer Grippe-Epidemie, der üblichen saisonalen Influenza wie auch bei neue auftretenden Erkrankungen etwa der “Schweinegrippe” (H1N1). Die schützende Rolle des Sonnenschein-Vitamins D bei Virus- oder bakteriellen Infektionen ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt.

Daher sollten, besonders während der Grippe-Saison aber auch darüber hinaus, schwangere Frauen ihren Vitamin D-Spiegel im Blut auf 40 bis zu 80 ng/ml halten – entweder durch zusätzlich eingenommene mehrere tausend Internationale Einheiten (IE) pro Tag oder durch den Aufenthalt an der Sonne. Dieser Aufenthalt an der Sonne ist für 99 Prozent der Bevölkerung immer dann sowohl ausreichend als auch sicher, wenn der Schatten, den der Körper wirft, kleiner ist als die Körpergröße (Übers. die Red.).”
So der Rat zweier prominenter Experten, William B. Grant, SUNARC,und John J. Cannell, The Vitamin D Coucil, in einem Kommentar in der September-Ausgabe der Zeitschrift Critical Care Medicine.

Quelle: Diverse

Studien:
E. Hyppönen, B.J. Boucher, Avoidance of vitamin D deficiency in pregnancy in the United Kingdom: the case for a unified approach in National policy, British Journal of Nutrition, 2010 Aug;104(3):309-14

Arthur M. Baker et al., A Nested Case-Control Study of Midgestation Vitamin D Deficiency and Risk of Severe Preeclampsia , Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 18. August 2010, online vorab veröffentlicht

E.R. Leffelaar et al., Maternal early pregnancy vitamin D status in relation to fetal and neonatal growth: results of the multi-ethnic Amsterdam Born Children and their Development cohort, British Journal of Nutrition. 2010 Jul;104(1):108-17

Christopher J. Robinson et al., Plasma 25-hydroxyvitamin D levels in early-onset severe preeclampsia, American Journal of Obstetrics & Gynecology, Vol. 203/4, 366.e1-366.e6, October 2010

Sonnenschein Vitamin D für Mutter und Kind - Foto: Fotolia

Sonnenschein-Vitamin für Mutter und Kind - Foto: Fotolia

Damit es ein gesundes Baby wird: Ausreichend Sonnenschein-Vitamin tut not, während der Schwangerschaft – und auch schon davor!

Während der Schwangerschaft brauchen Frauen mehr Vitamin D. Das ist besonders wichtig sowohl zur Vorbeugung gegen Komplikationen bei der Geburt als auch für die Gesundheit des Neugeborenen.

Gerade in der Schwangerschaft aber leiden die Mehrheit der Frauen an einem akuten Vitamin D-Mangel, der dann oftmals nicht mehr ausreichend durch Vitamin D-reiche Ernährung oder Vitamin D Pillen ausgeglichen werden kann. Grund ist nach Meinung von US-Wissenschaftlern: zu wenig Sonne!

In einer umfangreichen aktuellen Studie hatten Forscher von der Medizinischen Universität von Colorado und von der Kinderklinik vopn Massachussetts, Boston, einen Vitamin D- Mangel bei 70 % der Schwangeren festgestellt.

Prof. Adit Ginde, Leiter der Studiengruppe: “Wir wissen längst, dass Vitamin D wichtig ist für die Knochengesundheit von Mutter und Kind. Aber wir haben eben erst angefangen, an der Oberfläche der vielen möglichen Gesundheitsvorteile von Vitamin D während der Schwangerschschaft  zu kratzen.”

Vor allem im “Vitamin D-Winter” (Oktober bis März) und bei Frauen in nördlichen Ländern, Frauen mit dunklerer Haut und religiös oder kulturell bedingter Kleidung, die den gesamten Körper bedeckt, ist das Problem besonders gravierend.

Die Empfehlung der Wissenschaftler: Frauen sollten möglichst Monate vor Beginn Ihrer Schwangerschaft auf ihren Vitamin D-Spiegel im Blut achten! Aufenthalt an der – natürlichen oder künstlichen – Sonne das ganze Jahr über, notfalls auch zusätzliche Einnahme von Vitamin D-Präparaten, immer allerdings nach Kontrolle des Vitamin D-Spiegels im Blut, könnten den Risiken durch einen Vitamin D-Mangel vor allem bei den Babies vorbeugen.

In den vergangenen Jahren hatten medizinische Studien nicht nur Rachitis, sondern auch Krankheiten wie Wachstumsstörungen, Atemwegserkrankungen, Multiple Sklerose oder Autismus mit einer mangelnden Vitamin D-Versorgung beginnend im Mutterleib in Verbindung gebracht.

Probleme bei der Geburt vermeiden

Über ähnliche Ergebnisse einer Studie an der Medizinischen Universität von South Carolina, USA, mit knapp 500 schwangeren Frauen, berichtete die Leiterin der Studie,  Prof. Carol L. Wagner, und Prof. Bruce W. Hollis, seit 30 Jahren in der Vitamin D-Forschung aktiv, beim Jahreskongress der Pediatric Academic Societies (PAS) in Vancouver, British Columbia, Canada.

Die Studie versucht, die optimale Vitamin D-Dosis in der Schwangerschaft zu bestimmen.

Dr. Wagner: “Ernährung allein reicht nicht aus für die optimale Versorgung, und wir gehen heutzutage nicht mehr annähernd so oft an die Sonne, wie es eigentlich nötig wäre!”

Die Teilnehmerinnen an der Studie waren in drei Gruppen eingeteilt worden. Die erste Gruppe erhielt eine zusätzliche Vitamin D-Gabe von 400 IE (Internationalen Einheiten), die zweite 2.000 IE und die dritte Gruppe 4.000 IE.  Regelmäßige Kontrollen sicherten die Teilnehmerinnen gegen mögliche Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen ab. Keine der Frauen zeigte negative Auswirkungen der Vitamin D-Supplementierung.

Wichtiger noch:
Je höher die Vitamin D-Einnahme war, desto geringer das Risiko von Geburts-Komplikationen, vor allem von Frühgeburten und Infektionen.

Quelle: Eurekalert, Science Daily, Science Direct

Studie: A. A. Ginde et al.,  Vitamin D insufficiency in pregnant and nonpregnant women of childbearing age in the United States, American Journal of Obstetrics and Gynecology, 2010, 202 (5): 436.e1-436.e8 (PDF kostenlos)

Ein Mangel an Vitamin D, dem Sonnenschein-Vitamin, bei werdenden Müttern hat weitreichende Folgen für den Verlauf der Geburt wie für die Neugeborenen.

In einer der ersten klinischen Studien über den Zusammenhang von Vitamin D und vorzeitiger Geburt wurden 600 schwangeren Frauen in zwei Gruppen unterschiedliche Dosen an Vitamin D verabreicht. Die eine Gruppe erhielt die offiziell  empfohlene Dosis von 400 IE (Internationale Einheiten), die andere Gruppe das 10fache, 4.000 IE.

Das Ergebnis war erstaunlich: Nach 33 bzw. 37 Wochen lag das Risiko einer vorzeitigen Geburt in der Gruppe mit der „normalen“ Vitamin D Dosis um etwa 50 Prozent höher als in der Vergleichsgruppe mit 4.000 IE. Die Fälle von ungewöhnlich leichten Babies war in dieser Gruppe ebenfalls wesentlich häufiger.

Mehr noch, Atemwegserkrankungen und entzündliche Erkrankungen der Geburtswege kamen in der Gruppe mit der höheren Vitamin D-Gabe wesentlich seltener vor. Um 30 Prozent geringer war das Risiko von typischen Schwangerschafts- und Geburtskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Präeklampsie.

Die Babies in dieser Gruppe litten deutlich seltener unter Erkältungen oder Ekzemen.

Nebenwirkungen der hohen Vitamin D-Dosen wurden nicht beobachtet.

Unsere Ergebnisse werden hoffentlich die Frauenärzte alarmieren, die sich bisher nicht um den Vitamin D-Spiegel ihrer Pateientinnen gekümmert haben“, so Prof. Bruce Hollis, der Leiter der Studie an der Medical University of Charleston in South Carolina, USA.

Die noch unpublizierte Studie wurde in Brügge beim 14 Vitamin D-Workshop vorgestellt.

Noch aktueller weist eine finnische Studie nach, dass selbst bei einer Nahrungsergänzung mit Vitamin D-Pillen  in der von den Fachgesellschaften empfohlenen Dosis, 71 Prozent der Schwangeren unter einem Vitamin D-Mangel leiden – mit gravierenden Konsequenzen für das Knochenwachstum und die Größe der Babies.

Ein weitere Studie, die im März d.J. erscheinen soll,  bestätigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Vitmain D-Status der Schwangeren und dem Entwicklungsstand des Babies bei der Geburt. Die Forscher betonen das komplexe Verhältnis, bei dem nicht alle Faktoren bisher bekannt seien. Soe scheine es einen erheblichen Unterschied zwischen den Rassen zu geben.

Über ähnliche Ergebnisse weiterer Studien zu Vitamin D, Schwangerschaft und Geburt haben wir hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier

Quelle: Times Online

Studien:

H.T. Viljakainen et al., Maternal Vitamin D Status Determines Bone Variables in the Newborn, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Februar 2010, online vorab veröffentlicht

Lisa M. Bodnar et al., Maternal Serum 25-Hydroxyvitamin D Concentrations Are Associated with Small-for-Gestational Age Births in White Women, The Journal of Nutrition (March 3, 2010)

Babies von Frauen, die die größte Zeitspanne ihrer Schwangerschaft in den sonnenreichsten Monaten des Jahres verbrachten,  litten seltener unter Multipler Sklerose, als Babies aus Schwangerschaften in den “dunkleren” Monaten des Jahres.

Schwedische Wissenschaftler der Umeå University untersuchten 9.361 Geburten nach den Schwangerschaftsmonaten und verglichen sie mit den Daten aller Geburten in Schweden zwischen 1900 und 2007.
Ergebnis: Die Zahl der Neugeborenen mit MS lag im Juni um 11 Prozent über dem Durchschnitt der Fälle in den übrigen Monaten. Im Dezember und Januar Geborene dagegen wurden im gleichen Verhältnis seltener mit MS diagnostiziert.

Fazit der Forscher: “Geringerer Aufenthalt an der Sonne (und geringere Intensität der Sonnenstrahlen) im Winter mit der Konsequenz niedrigerer Vitamin D-Werte während der Schwangerschaft scheinen diese Ergebnisse zu erklären.”

Eine fränzösische Studie der Universität Marseille, die zur gleichen Zeit der gleichen Frage nachging, ermittelte den November als den Monat mit den niedrigsten MS-Erkrankungen bei Neugeborenen. Auch hier zogen die Forscher den gleichen Schluss:  Der hohe Vitamin D-Spiegel  durch die Sommermonate während der Schwangerschaft scheint einer Multiplen Sklerose bei den Babies vorzubeugen.

Auch eine andere, soeben erschienen Studie europäischer und kanadischer Forscher mit fast 10.000 Teilnehmern bestätigen das Ergebnis der französischen Untersuchung:
Im November wurden wesentlich weniger Kinder mit dem “MS-Gen” HLA-DRB1 geboren als in irgedeinem anderen Monat.
Der April war der Monat mit den häufigsten Geburten von Teilnehmerinnen mit dem entsprechenden Gen HLA-DRB1*15.

Quelle: High-Wire

Studien:
J. Slazer et al.,  Season of birth and multiple sclerosis in Sweden, Acta Neurologica Scandinavica,  23. November 2009 (online vorab veröffentlicht).

D.A. de Abreu et al. , Season of birth and not vitamin D receptor promoter polymorphisms is a risk factor for multiple sclerosis. Multiple Sclerosis, 2009 Oct;15(10):1146-52

G. C. Ebers et al, HLA-DRB1 and month of birth in multiple sclerosis, NEUROLOGY 2009;73:2107-2111

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Foto: flickr

91 Prozent der schwangeren Frauen in Irland leiden während des “Vitamin D-Winters” (Oktober – März) unter zum Teil erheblichem Vitamin D-Mangel.

Ein solcher Mangel wird zunehmend mit geringerer Größe und Gewicht, geringerer Knochendichte und dem Auftreten von verschiedenen Krankheiten und Mangelerscheinungen bei Neugeborenen in Verbindung gebracht.

Eine Forschergruppe der Universität von Cork, Irland, untersuchte über drei Jahre hinweg schwangere Frauen im Alter zwischen 24 und 42 Jahren jeweils in drei “Trimestern” pro Jahr auf den Gehalt von Vitamin D – 25(OH)D – im Blut. Als ausreichend wurde ein Gehalt von 50 nmol/L und mehr angenommen. 25 bis 50 nmol/L wurde als “unzureichend”, weniger als 25 nmol/L als “defizitär” definiert.

Insgesamt blieben bis zu 76 Prozent der Schwangeren unterhalb der optimalen Werte im Jahresdurchschnitt. Nur im Hochsommer erreichte eine knappe Mehrheit die wünschenswerte Größenordnung. Eine Erklärung, warum besonders in der Schwangerschaft ein solch drastischer Vitamin D-Mangel zu beobachten ist, bieten die Autoren nicht.

Quelle: HighWire

Studie: M.N. O`Riordan et al., Prevalence of Suboptimal Vitamin D Status During PregnancyIrish Medical Journal, 2008; 101: 240, 242

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