Archiv für das Tag 'Prostatakrebs'

Dass das “Sonnenschein-Vitamin D3″ vorbeugende Wirkung gegen Prostata-Krebs haben könnte, ist in zahlreichen Studien der letzten Jahre belegt worden (über einige davon haben wir hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet). Studien über den gezielten Einsatz von Vitamin D bei der Behandlung von Prostata-Krebs aber fehlten bisher.

In diesen Tagen aber wurde eine Studie veröffentlicht, die die Wirkung von Vitamin D auf die Entwicklung von Prostata-Krebs und dem Anti-Gen PSA untersucht. Forscher vom Imperial College London, UK, unter Leitung von Prof. Jonathan Waxman unterzogen 26 Männer mit fortgeschritttenem Prostata-Karzinom einer Vitamin D-Therapie und verfolgten die Entwicklung der PSA-Werte über einen Zeitraum mit ersten Messungen nach drei Monaten.

Bei einem Fünftel der Patienten ging der PSA-Wert um durchschnittlich knapp die Hälfte zurück. Bei einer weitern Gruppe stabilisierten sich die Werte langfristig. Nebenwirkungen wie etwa eine erhöhte Kalziumbildung zeigten sich nicht.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass eine Vitamin D-Therapie ergänzend zu anderen Maßnahmen wertvolle Unterstützung leisten könnte.

Auslöser für die Studie war der Bericht eines Patienten, dessen Prostata-Krebs nach einer längeren Vitamin D-Einnahme gänzlich zurückging.

Prof. Waxman: “Eine so gut verträgliche Vitamin D-Behandlung ist eine willkommene Ergänzung der therapeutischen Optionen bei der Behandlung von Patienten mit Prostata-Krebs.

Quelle: PubMed

Studie:  Jonathan Waxman et al.,  The promiscuous receptorBJU International, Volume 104 Issue 9, Pages 1204 – 1207 (November 2009)

Trotz Dutzender Studien mit Belegen für den Zusammenhang von Vitamin D bzw. Vitamin D-Mangel und Protata-Krebs sind Zweifel vor allem an einem Ursache-Wirkung-Zusammenhang bisher nicht völlig verstummt.

In diesen Tagen werden drei Studien veröffentlicht, die wieder einmal nachweisen, dass ein Vitamin D-Defizit mit einem höheren Risiko für Prostata-Krebs (Studie des National Cancer Institute) und einer geringern Überlebenschance (Studie der Universität Oslo) einhergeht.

Mehr Sonnen-Exposition reduziert das Prostatakrebs-Risiko, findet eine Studie an der Universität Bristol mit mehr als tausend Männern und einer zusätzlichen Meta-Analyse von sechs weiteren Studien.

Quelle: ScienceDaily/Newswise

Studien:
Jiyoung Ahn et al.,  Vitamin D-related Genes, Serum Vitamin D Concentrations, and Prostate Cancer Risk Carcinogenesis, online vorab 23. März 2009

S.  Tretli et al.,  Association between serum 25(OH)D and death from prostate cancer, British Journal of Cancer (2009) 100, 450–454

Rebecca Gilbert et al, Life course sun exposure and risk of prostate cancer: Population-based nested case-control study and meta-analysis, International Journal of Cancer, 4. März 2009

Glatze als Sonnenfänger gegen Prostata-KrebsHaarausfall und die männlich Glatze sind keineswegs Ausdruck eines Mangels sondern notwendige Anpassung des Mannes an ein sonnenarmes Klima bei der Wanderung der Urmenschen aus dem sonnigen Süden in die nördlichen Gefilde. Die Glatze diente als “Sonnenfänger” für die kostbaren UV-Strahlen, die wiederum gebraucht wurden für die Bildung von Vitamin D in der Haut. Vitamin D dient aber, wie wir inzwischen wissen, als Schutz vor Prostata-Krebs.

Dieser ungewöhnlichen Vermutung geht jetzt der ungarische Mediziner und Ökologe Peter Kabai in einem Beitrag zur Fachzeitschrift Medical Hypotheses (Elsevier) nach.

Kabai: “Die männliche Glatzenbildung … ist ein fein ausgewogener Mechanismus, entstanden als Abwehr gegen Prostata-Krebs.

Anmerkung der Redaktion:
Könnte das bedeuten, dass die Glatzköpfigkeit politischer Rechtsausleger keineswegs als Provokation sondern als naturmedizinisch indizierte Prostatakrebs-Vorbeugung für evolutionär Zurückgebliebene gemeint ist?

Quelle: P.Kabai, Androgenic alopecia may have evolved to protect men from prostate cancer by increasing skin exposure to ultraviolet radiationMedical Hypotheses. 2008;70(5):1038-40. (online vorab veröffenlticht)