Archiv für das Tag 'Schlaganfall'

Sonne für`s Herz

Neues zu Herz und Sonnenschein-Vitamin vom AHA-Kongress

Nach einem schweren Herzanfall leben Patienten wesentlich länger bei guter Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.

Frauen erleiden doppelt so häufig einen Herzinfarkt oder werden ansonsten herzkrank, wenn ihre Vitamin D-Werte zu niedrig liegen.

Überdosierung bei Einnahme von Vitamin D-Präparaten kann zu Herzflimmern führen. Bei Vitamin D-Bildung durch Sonne oder Solarium passiert das allerdings nicht.

Diese Ergebnisse dreier Studien wurden in diesen Tagen beim Jahreskongress der American Heart Association in Orlando, Florida, vorgetragen. Den ganzen Beitrag lesen »

Schlaganfall ist eine der häufigsten Todesursachen in den Industrie-Ländern. Mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung könnte ein erheblicher Teil diese Schlaganfälle und der Todesfälle verhindert werden.

Wissenschaftler von der renommierten Johns Hopkins Universität in Baltimore stellten in diesen Tagen die Ergenisse eine Langzeitstudie beim Kongress der American Heart Association’s (AHA) in Chicago vor.

Knapp  8,000 gesunde Männer und Frauen waren zu Beginn der Studie Anfang der 90ger Jahre des vorigen Jahrhunderts und danach in regelmäßigen Abständen über 15 Jahre unter anderem auf ihren Vitamin D-Spiegel im Blut und andere Risikofaktoren für Herz- und Gefässerkrankungen untersucht worden.

Einen schweren Vitamin D-Mangel (>15 ng/ml) wiesen knapp sieben Prozent der Weissen aber über 32 Prozent der schwarzen Teilnehmer auf. Insgesamt hatten die Probanden mit einem Vitamin D-Defizit ein um ca. 80 Prozent erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Den ganzen Beitrag lesen »

Zu den am weitesten verbreiteten Gesundheitsproblemen in den Industrieländern gehören die überhöhten Werte bei den Blutfetten und Triglyceriden und vor allem das ungünstige Verhältnis von den “guten” (HDL) zu den “bösen” (LDL) Fetten.  Diese Werte werden positiv beeinflusst durch die ausreichende oder gar optimale Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.

Forscher an der Universität von Tromsø, Norwegen, hatten in einer Querschnitt-Studie mit 10.000 und einer Langzeit-Studie mit 2.000 Teilnehmern diesen Zusammenhang untersucht und kamen – zumindest bei den Nichtrauchern – zu eindeutigen Ergebnissen. Bei den Teilnehmern mit dem höheren Vitamin D-Spiegel im Blut lagen die HDL-Werte um 6 Prozent höher, die Triglycerid-Werte um 18 Prozent niedriges als bei den Probanden im unteren Viertel der Vitamin D-Werte.

In der Langzeitstudie über 14 Jahre von 1994/95 bis 2008 bestätigte sich diese Tendenz vor allem bei den Triglyceriden.

Da überhöhte Blutfett- und Triglycerid-Werte zu Thrombosen und Arteriosklerose und damit zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können, bestätigt sich in diesen Studien einmal mehr die große Bedeutung der Sonne und des Sonnenschein-Vitamins bei der Vorbeugung und Bekämpfung der chronischen und Volkskrankheiten.

Quelle: Eurekalert

Studie:  R. Jorde et al., High serum 25-hydroxyvitamin D concentrations are associated with a favorable serum lipid profile, European Journal of Clinical Nutrition, vorab online 8 September 2010.

Osteoporotische Knochen

Kalzium gegen Osteoporose nur mit Vitamin D

Knochen brauchen Kalzium. ein Kalzium-Mangel schwächt die Knochen und führt zu Osteoporose. Die Einnahme von Kalzium-Tabletten allerdings kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen: der “Verkalkung” der Blutgefäße mit dem Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt. Es sei denn, im Körper steht ausreichend Vitamin D zur Verfügung!

Das Sonnenschein-Vitamin (zu 90 Prozent durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium im Körper selbst gebildet) ist nicht nur notwendig für die Einlagerung des Kalziums in die Knochen sondern verhindert auch die  Ablagerung von atherosklerotischen Plaques in den Wänden der Butgefäße und damit die Verengung der Adern bis hin zum Verschluss.

Eine Metastudie aus insgesamt 15 wissenschaftlichen Studien kam zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Kalzium ohne die Erhöhung der Vitamin D-Werte das Herzinfarkt-Risiko um bis zu 30 Prozent erhöht . Auch die Häufigkeit von Schlaganfällen und die Sterberate waren in dieser Meta-Analyse aus Neuseeland und den USA leicht erhöht. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin warnt daher vor einem unkontrollierten Gebrauch von Kalzium-Tabletten, die ja überall ohne Verschreibung zu kaufen sind.
Die Empfehlung für den “Normalfall” lautet also:
Eine kalziumreiche Vollwert-Ernährung und viel Sonnenschein!

Die bekannte schweizerische Vitamin D-Forscherin Prof. Dr. Heike Bischoff-Ferrari erläutert im Interview mit dem Schweizer Fernsehen die “Lehren” aus dieser Studie:

Quelle: idw

Studie: Bolland et.al.: Effect of calcium supplements on Risk of myocardial infarction and cardiovascular events: meta-analysis; BMJ 2010; 341: c3691

Vitamin D-Mangel kann zur Versteifung der Arterien und damit zum Herzinfark und Schlaganfall führen. Da schwarze Jugendliche weniger Vitamin D als weisse Jugendliche durch die UVB-Strahlen der Sonne in der Haut bilden können, sind sie besonders gefährdet. Mit der Einnahme von 2.000 IE zusätzlich kann dieser Gefahr begegnet werden.

Von den schwarzen Teilnehmern an unserer Studie hatten 95% einen Vitamin D-Mangel, und das im sonnigen Georgia (Südstaat der USA, d. Red)”, berichtet Yanbin Dong, Leiter der Forschungsgruppe am Medical College of Georgia in Augusta. “Wir konnten zeigen, dass Vitamin D-Supplementierung die Gesundheit von Herz und Gefäßen bei schwarzen Teenagern, die nicht genug Vitamin D  durch die Sonne oder die Ernährung bekommen.”

Dies ist die erste klinische Studie mit Vitamin D-Gaben von 2.000 IE bei Jugendlichen.

Die Teilnehmer waren in zwei Gruppen eingeteilt worden. Die eine Gruppe bekam die vom Verband der Kinderärzte empfohlene Dosis von 400 IE, die andere Gruppe 2.000 IE täglich. Es zeigte sich, dass die geringere Dosis, anders als die höhere Dosis, nicht ausreichte, einen angemessenen Vitamin D-Spiegel im Blut zu erreichen und gleichzeitigweder einen ausreichenden Schutz gegen die Versteifung der Arterien zu bieten noch eine Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems .

Quelle: Eurekalert/Biosciencetechnology

Studie: Yanbin Dong, et al., A 16-week randomized clinical trial of 2,000 IU daily vitamin D3 supplementation in black youth: 25-hydroxyvitamin D, adiposity, and arterial stiffness, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Oktober 2010 (vorab online berichtet)


Menschen mit einem Vitamin D-Defizit leiden im Alter mehr als doppel so häufig an Demenz und Alzheimer oder erleiden eine Schlaganfall wie Gleichaltrige mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung.

US-Forscher an der Tufts und der Boston University, USA, untersuchten in den Jahren 2003 bis 2007 insgesamt 318 Frauen und Männer mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren auf ihren Vitamin D-Status (25(OH)D) und auf Anzeichen von Demenz, Alzheimer und Gefäß-Infarkte. 14.5 Prozent der Teilnehmer wiesen ein Vitamin D-Defizit (<10 ng/mL) und 44 Prozent einen Vitamin D-Mangel  (10–20 ng/mL) auf.

Auch nach Berücksichtigung bekannter Risikofaktoren blieb der Unterschied zwischen den Probanden mit Vitamin D-Mangel und denen mit normalem Vitamin D-Spiegel im Blut dramatisch:

  • Das Risiko einer Demenz-Erkrankung lag beim 2,3fachen,
  • das Risiko für Alzheimer beim 2,5fachen und
  • das Schlaganfall-Risiko beim 2,0fachen.

Quelle: HighWire

Studie: K. L. Tucker et al.,  25-Hydroxyvitamin D, dementia, and cerebrovascular pathology in elders receiving home services, Neurology 2010;74:18-26, online vorab veröffentlicht 25.  November 2009

Sonne für`s Herz

Herz-Kreislauf-SystemDas “Sonnenschein-Vitamin” D3 – ganz überwiegend durch UV-Stahlen der Sonne oder im Solarium direkt im Körper aus Cholesterin gebildet – schützt vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, vor Herzinfarkt und Schlaganfall.

Bei 1739 Teilnehmern aus der Framingham Offspring Langzeit-Studie – 55% Frauen – analysierten Forscher der Harvard und Boston Universitäten die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen und stellten fest, dass Probanden mit einem Vitamin D-Serumspiegel (25-dihydroxyvitamin D) im Blut von mehr als 15 ng/mL (Nanogramm pro Milliliter) ein bis zu 80 Prozent geringeres Risiko hatten, an den Herz-Kreislauf-Gefäßen zu erkranken, als Probanden mit einem Vitamin D-Spiegel von 10 ng/mL und weniger. Besonders deutlich war dieser Effekt bei Teilnehmern mit Bluthochdruck.

Prof. Thomas J. Wang, Leiter der Forschungsgruppe sagte dazu in einem Interview: “Wir fanden heraus, dass Leute mit einem Vitamin D-Defizit ein erhöhtes Herzinfarkt-, Schlaganfall- und andere Herz-Kreislauf-Risiken aufwiesen“. (Video zu Interview mit Prof. Wang und andere Infos)

Zum Thema Bluthochdruck bestätigt eine im Februar 2008 online vorab veröffentlichte Harvard-Studie mit 28 886 Frauen mittleren Alters ebenfalls den Zusammenhang von Vitamin D-Versorgung (hier allerdings nur über die Ernährung mit Milchprodukten) und reduziertem Bluthochdruck-Risiko.

(Über ähnliche Ergebnisse hatten wir hier, hier, hier und hier bereits früher berichtet)

Quelle: PubMed

Studien:
Thomas J. Wang et al., Vitamin D Deficiency and Risk of Cardiovascular Disease, Circulation, 2008; 117:503-511, vorab online publiziert: 7. Januar, 2008

Lu Wang et al., Dietary Intake of Dairy Products, Calcium, and Vitamin D and the Risk of Hypertension in Middle-Aged and Older Women, Hypertension. February 7, 2008 (vorab online veröffentlicht)