Archiv für das Tag 'Sonnenmangel'

Der Sonnenmangel im nördlichen Winter kann tödlich sein. So formuliert eine Pressemeldung des schwedischen Sahlgrenska Academy zur Veröffentlichung eine großen Langzeitstudie über mehr als acht Jahre mit 2.800 schwedischen Männern. Danach verdoppelt der Vitamin D-Mangel, vor allem im schwedischen Winter, das Risiko an einer beliebigen Krankheit zu sterben.

Mit dieser Studie “ist uns wieder einmal deutlich vor Augen geführt worden, wie wichtig die Sonne ist,” kommentiert Dr. Helena Johansson, die Leiterin des Forscherteams.

Der Unterschied zwischen den Vitamin D-Werten am Ende des Sommers (September) und dem Ende des Vitamin D-Winters in Schweden (Mai) war bei allen Teilnehmern gewaltig. Tatsächlich ist die Sonne in Schweden nur sechs Monate lang in der Lage, ausreichend “Sonnenschein-Vitamin” über die Haut zu bilden.

Wir haben nur Todesfälle an sich betrachtet, nicht einzelne Gründe für den Tod. Daher ist es schwierig, über die Gründe im einzelnen zu spekulieren,” so Johansson. Auch auf die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf Frauen wollte sich die Wissenschaftlerin nicht festlegen. Auch die Frage, ob eine allgemeine Erhöhung der Vitamin D-Versorgung tatsächlich die Sterberate, und in welchem Maße, absenken könnte, müsste erst noch in klinischen Studien untermauert werden.

Quelle: The Local

Augenrände im Vitamin D-WinterSchon der Blick in den Spiegel lässt Böses ahnen. Je weiter der Winter fortschreitet und die Haut immer blasser erscheinen lässt, desto deutlicher zeigen sich die Spuren von Alter und Ermüdung im Gesicht, vor allem  rund um die Augen.

Jetzt haben wir aktuell auch den wissenschaftlichen Beweis, dass dieser Eindruck nicht täuscht. Eine Studie der New Yorker AMA Laboratories im Auftrag der Kosmetik-Firma Adonia Organics folgte 5.000 Frauen im Alter zwischen 27 und 60m Jahren durch das Jahr und kommt zu dem Ergebnis:
Im Winter “altern” Frauen um genau vier (4)  Jahre und acht (8) Monate
in der Wahrnehmung ihrer Mitmenschen.  82 Prozent der Frauen hatten im Winter deutlich sichtbare dunkle Ränder um die Augen und erkennbare Tränensäcke. Im Sommer waren das nur 38 Prozent. Den ganzen Beitrag lesen »

Rachitische Kinderbeine im Röntgenbild

Rachitis kehrt zurück. Foto: Science Photo

Seit 80 Jahren war die Rachitis in Westeuropa praktisch ausgestorben.  Jetzt scheint die “Knochenweiche” zurück zu kommen. Der Grund: Sinnlos übertriebene Warnungen vor den UV-Strahlen der Sonne und der Sonnenbank, finanzstarke Werbung für immer höher dosierten Sonnenschutz und veränderte Freizeitgewohnheiten der Kinder.

In langjährigen Beobachtungsstudien an der University of Southampton, England, stellte der Orthopäde Prof. Nicholas Clarke, und sein Kollege, der Pädiater und Endokrinologe Dr. Justin Davies, eine Knochenschwäche fest bei erschreckenden 20 Prozent der untersuchten Kinder. Prof. Clarke bezeichnete die Entwicklung als “erstaunlich”, da die Rachitis jetzt nicht mehr nur in den nördlichen Landesteilen auftrete. Den ganzen Beitrag lesen »

Zeitaufwand für Mediennutzung in Deutschland

Medien statt Sonne - ARD/ZDF-Studie zur Medienkommunikation 2010 (zum Vergrößern bitte klicken)

Die Deutschen sind gut versorgt mit Vitaminen. Bis auf eine Ausnahme: Vitamin D – und dieses Vitamin ist eigentlich kein Vitamin sondern ein Hormon. Inzwischen gilt Deutschland als Vitamin D-Mangelland, wie kürzlich eine ARD-Sendung formulierte. Etwa 60 Prozent aller Deutschen sind mit dem Sonnenschein-Vitamin “unterversorgt” (RKI).

Da das Vitamin D nicht, wie die übrigen Vitamine, vor allem über die Nahrung aufgenommen wird, sondern zu 90 Prozent auf die UVB-Strahlen der Sonne auf der Haut angewiesen ist, daher der Name Sonnenschein-Vitamin, ist der Vitamin D-Mangel im wesentlichen ein “Sonnen-Mangel”: Zu wenig Sonne auf der Haut!

Neben Gründen wie “Verstädterung” der Bevölkerung und der “Sonnenangst” durch die ständigen Warnungen von Dermatologen- und Krebsorganissationen, ist der Mangel an Sonnenstrahlen auch auf den drastisch gestiegenen Medienkonsum der “modernen Höhlenbewohner” (Spitz) zurückzuführen (s. die Graphik aus der ARD/ZDF Medienstudie “Massenkommunikation 2010″).

Zwischen 1964 und 2005 haben sich die für den Medienkonsum aufgewendeten täglichen Zeiten mehr als verdreifacht, von 3,14 Stunden auf 10 Stunden, und sind seither in etwa stabil geblieben.

Mediennutzung Jugendlicher in USA pro Tag (repräsentative Studie mit 2.000 Teilnehmern)

Nicht anders bei den Jugendlichen in USA, wie die nebenstehende Graphik belegt (Quelle: businessinsider.com)

Da bleibt für den täglichen Spaziergang an der Sonne nicht viel übrig. Die Dermatologenverbände und in ihrem Gefolge sogar die Bundesregierung in ihrer Begründung für die neue “Solarienverordnung” bestreiten mit Hinweis auf diesen Spaziergang und gegen die Warnung sämtlicher Experten, dass es hier überhaupt ein echtes Problem gäbe.

Beide, Dermatologen und Bundesumweltministerium, wähnen nicht nur den Bundesbürger im (Medien-)Zeitalter um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Sie wissen auch nicht, dass ihr empfohlener aber wenig realistischer Spaziergang gleich doppelt unzureichend ist für die Versorgung der Menschen mit dem Sonnenschein-Vitamin: Im Sommer reicht die “Vorratsspeicherung” bei regelmäßigem Spaziergang mit unbedeckten Armen und Beinen nicht aus, den optimalen Vitamin D-Spiegel im Blut zu erreichen und langfristig zu halten.

Im Herbst und Winter ist der Aufenthalt im Freien für die Vitamin D-Synthese in der Haut (fast) völlig nutzlos. Die Sonne ist dann nicht “stark” genug für die Produktion des Sonnenschein-Vitamins. Am Ende des “Vitamin D-Winters”, im Februar und März, steigt der Anteil der “Unterversorgten” in unseren Breiten auf 80 Prozent und wenn man die von Experten empfohlenen optimalen Werte als Maßstab ansetzt, sind es über 90 Prozent. Eine “Pandemie”, die eine Bundesregierung mit eine paar Spaziergängen zu bekämpfen hofft.

Da die Menschen aber eine unausrottbare Sehnsucht nach der Sonne haben, versuchen die Deutschen, den Sonnenmangel im Alltag durch eine geballte Ladung Sonnenstrahlen im Urlaub zu kompensieren (“Ballermann-Syndrom”) und laufen dabei tatsächlich in die von den Dermatologen so lebhaft beschworene “Hautkrebs-Falle”. Fast die Hälfte aller Deutschen und mehr als die Hälfte aller Jungendlicher “leistet” sich jedes Jahr in den Ferien mindestens einen Sonnenbrand. Selbst ein Viertel der Menschen, die schon einmal wegen Hautkrebs behandelt wurden, lassen sich in dieser gedrängten Hatz nach der geliebten Sonne den Pelz verbrennen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Eine der beiden Chancen, dieser Falle zu entgehen, Nahrungsergänzung und/oder Solarium, hat der Bundestag im vergangenen Jahr mit dem “Solariengesetz” ausgerechnet für eine der “Problemgruppen” ausgeschlossen: die Jugendlichen.

Die Alternative: flächendeckende Anreicherung bestimmter Lebensmittel mit Vitamin D (Cholecalciferol), wird weder von den Experten durchgängig empfohlen oder auch nur für ausreichend gehalten noch vom Gesetzgeber tatsächlich überhaupt erwogen. Das Problem wird, wie so vieles im Gesundheitswesen und vor allem in der Gesundheits-Prävention, verdrängt oder mit symbolischen Aktivitäten am falschen Ende “bearbeitet” -  und dabei wird schlicht in Kauf genommen, dass das Gesundheitssystem mit Milliarden-Kosten unnötig belastet wird.

Babies von Frauen, die die größte Zeitspanne ihrer Schwangerschaft in den sonnenreichsten Monaten des Jahres verbrachten,  litten seltener unter Multipler Sklerose, als Babies aus Schwangerschaften in den “dunkleren” Monaten des Jahres.

Schwedische Wissenschaftler der Umeå University untersuchten 9.361 Geburten nach den Schwangerschaftsmonaten und verglichen sie mit den Daten aller Geburten in Schweden zwischen 1900 und 2007.
Ergebnis: Die Zahl der Neugeborenen mit MS lag im Juni um 11 Prozent über dem Durchschnitt der Fälle in den übrigen Monaten. Im Dezember und Januar Geborene dagegen wurden im gleichen Verhältnis seltener mit MS diagnostiziert.

Fazit der Forscher: “Geringerer Aufenthalt an der Sonne (und geringere Intensität der Sonnenstrahlen) im Winter mit der Konsequenz niedrigerer Vitamin D-Werte während der Schwangerschaft scheinen diese Ergebnisse zu erklären.”

Eine fränzösische Studie der Universität Marseille, die zur gleichen Zeit der gleichen Frage nachging, ermittelte den November als den Monat mit den niedrigsten MS-Erkrankungen bei Neugeborenen. Auch hier zogen die Forscher den gleichen Schluss:  Der hohe Vitamin D-Spiegel  durch die Sommermonate während der Schwangerschaft scheint einer Multiplen Sklerose bei den Babies vorzubeugen.

Auch eine andere, soeben erschienen Studie europäischer und kanadischer Forscher mit fast 10.000 Teilnehmern bestätigen das Ergebnis der französischen Untersuchung:
Im November wurden wesentlich weniger Kinder mit dem “MS-Gen” HLA-DRB1 geboren als in irgedeinem anderen Monat.
Der April war der Monat mit den häufigsten Geburten von Teilnehmerinnen mit dem entsprechenden Gen HLA-DRB1*15.

Quelle: High-Wire

Studien:
J. Slazer et al.,  Season of birth and multiple sclerosis in Sweden, Acta Neurologica Scandinavica,  23. November 2009 (online vorab veröffentlicht).

D.A. de Abreu et al. , Season of birth and not vitamin D receptor promoter polymorphisms is a risk factor for multiple sclerosis. Multiple Sclerosis, 2009 Oct;15(10):1146-52

G. C. Ebers et al, HLA-DRB1 and month of birth in multiple sclerosis, NEUROLOGY 2009;73:2107-2111

Die im Dunkeln….

Büroarbeit heisst Sonnenmangel

Büroarbeit heisst Sonnenmangel

Büroangestellte kommen zu wenig an frische Luft und Sonne! So eine aktuelle Umfrage durch das Institut Ciao Research. Fast ein Viertel der Büroarbeiter ist pro Tag weniger als 20 Minuten im Sonnenlicht.

Für die Betroffenen kommt diese Erkenntnis nicht gerade überraschend. Die Warner und Mahner vor Sonne und Solarium, die auch in diesem Jahr wieder mit Horrorvisionen unterwegs sind, sollten bei diesen Daten allerdings ins Grübeln kommen. Denn zu ihren Standards gehört die beharrliche Leugnung eines geradezu epidemischen Problems: Der Vitamin D-Mangel, in Deutschland bei fast 60 Prozent der Bevölkerung verbreitet. Vitamin D aber wird zu etwa 90 Prozent im Körper direkt durch die UV-Strahlen der Sonne (und im Solarium) gebildet. Dafür aber reicht der Aufenthalt von “Büromenschen” an der Sonne nicht aus!

Eine weitere Folge des Sonnenmangels: Schlechte Laune bis hin zu Depressionen. Nahezu zwei Drittel der Arbeitskräfte sind nach eigener Aussage deprimiert. Als Grund geben sie an, dass es sie frustriert, den Schreibtisch nicht verlassen zu können und mehr Tageslicht zu sehen. Vier von fünf Befragten sind unmotiviert, weil sie wissen, dass sie den ganzen Tag im Inneren eines Gebäudes arbeiten müssen. Und einige der Befragten erklärten, es sei in diesem Zusammenhang sogar vertretbar, einen Krankheitstag vorzutäuschen, um Sonnenlicht zu tanken.

Einfacher wäre sicher die Lösung:
Ein individuell abgestimmtes, hautsicheres Sonnenbad im (zertifizierten) Sonnenstudio (Gütesiegel “Geprüftes Sonnenstudio”).

Quelle: cid/sm