Archiv für das Tag 'Sonnenschutz'

Eincremen schützt nicht vor Sonnenbrand

Eincremen schützt nicht unbedingt vor Sonnenbrand - im Gegenteil.

Wer sich regelmäßig mit Sonnencreme vor einem Sonnenbrand schützt, sitzt möglicherweise einer Illusion auf. Eine repräsentative US-Studie zeigt, dass der “Normal-Nutzer” von Sonnenschutzmitteln nicht weniger sondern eher mehr Sonnenbrände pro Jahr erleidet als der typische “Sonnencreme-Muffel”. Als “Entschädigung” die Erkenntnis, dass bei dieser Art der Sonnencreme-Anwendung auch nicht viel an Vitamin D-Bildung über die Sonnenbestrahlung der Haut verloren geht. Den ganzen Beitrag lesen »

Superhormon Vitamin D

Ausreichende Vitamin D-Versorgung ohne "Sonnen-Angst"

Die Angst vor der Sonne grassiert in Deutschland. Nach einer kürzlich veröffentlichten Umfrage der GfK im Auftrag der “Apotheken-Umschau” sind es vor allem die Frauen, die immer häufiger aus Angst vor Hautkrebs und Hautalterung die Sonne völlig meiden (27,8 Prozent). Nach Möglichkeit der Sonne aus dem Weg gehen 62,7 Prozent der Bevölkerung, 71,1 Prozent schützen sich grundsätzlich mit Sonnenschutzmitteln, wenn sie sich in die Sonne legen und zwei Drittel der Befragten nutzen an der Sonne einen Sonnenschutz mit immer höherem Lichtschutzfaktor (LSF 12 bis 30). Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnenschutz und Melanom

Schützt Sonnencreme wirklich auch vor Melanom? Foto: Fotolia

Seit Jahren gibt es einen merkwürdigen Widerspruch zwischen den Ergebnissen wissenschaftlicher Studien über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln bei der Vorbeugung vor dem “schwarzen” Hautkrebs, dem Melanom, einerseits und den stereotyp wiederholten Behauptungen von Redaktionen und “Experten” in den Medien. Den ganzen Beitrag lesen »

Die Ozonloch-Posse

Seit Ende März geisterte die Schreckenmeldung vom nie dagewesen-großen Ozonloch über der Arktis durch sämtliche Medien. Mit jedem Tag wurden die Meldungen schriller und jede Tageszeitung, jedes Magazin beeilte sich, die Konkurrenz mit Horrorszenarien zu überbieten. Wie immer ein gutes Beispiel: BILD

Jetzt kommt per dpa die Entwarnung, Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnenschirm

Hautbräune: Hautpigmente sind die Sonnenschirme für die Hautzellen - Hautschutz nicht Hautschädigung

Auf die diesjährige Medien-Welle mit einigermaßen uninformierten Kommentaren zum Vor-Bräunen hat jetzt das internationale Sunlight Research Forum (SFR) mit einer Korrektur der üblichen Vorurteile reagiert: Hautbräune ist natürlicher Hautschutz und nicht Hautschädigung! Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnenschutz

Vorbräunen oder Eincremen - was ist der bessere Sonnenschutz?

Jetzt ist wieder die Zeit gekommen, wo manche Presseagenturen ins Archiv greifen und die Vorjahrsmeldungen zum Thema Sonnenschutz und “Vorbräunen” recyclen. Beispiel hier die AFP.

Die Argumentation ist seit jeher ebenso stereotyp wie falsch:
Vorbräunen auf der Sonnenbank führe nicht zu mehr Sonnenschutz, weil Solarien (fast) nur UVA abstrahle. UVA sei aber nur für die “Sofortbräune”, also das Einfärben des Melanins zuständig. Für den Melanin-Nachschub und die Bildung der sogenannten “Lichtschwiele” dagegen sei das UVB verantwortlich.

Tatsache ist, dass moderne Solarien zwar im Vergleich zur Natursonne einen höheren UVA-Anteil im Strahlenspektrum haben, dass aber zumeist der UVB-Anteil durchaus noch ausreicht für ein schützendes Vorbräunen.

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Menschen, die in Ihrem Urlaub im Süden regelmäßig Sonnencremes benutzen, erleiden fast doppelt so  häufig (OR 1,91) einen Sonnenbrand wie die Sonnenschutz-Muffel.

Das ist eines der interessanten Ergebnisse einer umfassenden Studie der Dänischen Krebsgesellschaft (Danish Cancer Sociey) über mehrere Jahre. Die Forscher befragten 11.158 repräsentativ ausgewählte Dänen im Alter von 15—59 Jahren nach ihren Urlaubsreisen, ihrem Verhalten an der Sonne, mit welcher Absicht sie in die sonnigen Gefilde reisten und wie oft sie sich dabei einen Sonnenbrand zuzogen. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonnen im Park

Entspannen an der Sonne im Park

Sonnen im Park. Entspannung, Vitalisierung - Sonnenbrand? (c)iStockphoto

Einzige Chance der Stadtbewohner, unter der Woche Sonne zu tanken, ist neben der Sonnenbank der Spaziergang oder bei warmem Wetter das Sonnenbad im Park. Dass dabei der Sonnenhunger der “modernen Höhlenbewohner” (Prof. Spitz) gelegentlich über`s Ziel hinausschiesst, ist nicht verwunderlich. Den ganzen Beitrag lesen »

Mann und Frau in der Sonne - Kornfeld

Mittagssonne geniessen! Foto:Fotolia

Die Mittagssonne war mega-out! Jetzt ist sie wieder voll im Trend!

Mehr als 30 Jahre lang gehörte die Warnung vor der Mittagssonne, vor allem im Sommer, zum Mantra der Ratgeber-Redaktionen in sämtlichen Medien und natürlich bei den “Souffleuren” aus der “Anti-Sonne-und-Solarien”-Kamarilla mit ihren Sonnen-Angst-Kampagnen. 30 Jahre lang hat der falsche Rat:
“Meide die Mittagssonne um jeden Preis!
einen vernünftigen und gesundheitsfördenden Umgang mit der Sonne, mit ihren UV-Strahlen und mit der Vitamin D-Versorgung verhindert.

Jetzt wendet sich der Trend! Gesundheitsorganisationen und offizielle Stellen revidieren ihre Aussagen und Empfehlungen – und die Medien werden, wie immer, in einigem Abstand folgen. Der neue Rat:
“Nutze die Mittagssonne, mit Verstand!” Den ganzen Beitrag lesen »

Bräunen ohne Sonne mit Melanin-Produktion

Braun ohne Sonne?

“Natürliche” Bräune ohne oder mit wenig Sonne – in regelmäßigen Abständen machen sensationelle Meldungen über wissenschaftliche Entdeckungen die Runde, die den Bleichgesichtern in nördlichen Ländern neue Hoffnung auf mühelos gebräunte Haut machen. Nach dem Hype um die “Barbie-Droge” Melanotan (siehe hier, hier, hier und hier) war im Zeitalter der Gen-Manipulationen diese Meldung absehbar:
Schalter für die Melanin-Produktion entdeckt!

Melanin ist der Stoff, aus dem die Bräune kommt. Es wird, durch die UVB-Strahlen der Sonne (und im Solarium) angeregt in den Melanozyten tief in der Haut gebildet und wandert dann an die Hautoberfläche, wo es von den UVA-Strahlen von Sonne oder Solarium “eingedunkelt” wird. Dieser Prozess ist die natürliche Anpassung der Haut an die unterschiedliche Intensität der Sonnenstrahlen. Je dunkler die Haut, je mehr Melanin vorhanden, desto mehr der UV-Strahlen wird bereits an der Hautoberfläche abgeblockt. Auf diese Weise reguliert die Natur die Balance zwischen der  “guten” Sonne, die für Gesundheit und Wohlbefinden unverzichtbar ist (z. B. für die Vitamin D-Produktion), und der überschüssigen “bösen” Sonne, die die Hautzellen beschädigen und Hautkrankheiten verursachen kann.

Schon seit längerem ist das Transportmittel, ein Molekül mit der Bezeichnung cAMP,  bekannt, mit dem der “Befehl” zur Melanin-Produktion von der Hautoberfläche ins Zellinnere der Melanozyten weitergeleitet wird.

Die Wissenschaftler am Cutaneous Biology Research Center des  Massachusetts General Hospital in Boston haben nur ein Enzym entdeckt mit dem nüchternen Namen PDE-4D3 , das diesen Befehlsweg zu Produktion und Transport des Melanin steuert, vor allem aber eine Überproduktion von Melanin verhindert. Wenn man nun, so die Überlegung der Forscher, dieses Enzym einfach abschaltet, müsste die Melanin-Fabrik in den Melanozyten ständig Überstunden machen und große Mengen Melanin auf die Reise an die Hautoberfläche schicken.

Tiefenbräune ohne langes und wiederholtes Sonnen wäre auf diese Weise möglich. Die Natur wäre ausgetrickst. Die Menschen in nördlichen Ländern hätten eine Hautbräune, wie sie von der Natur eigentlich nur für Menschen in südlichen Ländern vorgesehen ist – mit der Konsequenz allerdings, dass mit den “bösen” Strahlen der Sonne auch die “guten” abgeblockt würden. Der Super-Sonnenschutz würde dazu führen, dass etwa der ohnehin schon epidemische Vitamin D-Mangel in Deutschland noch gesteigert  würde und die Folgen für die Entwicklung chronischer Krankheiten noch dramatischer ausfiele.

Nun ist es allerdings bis zur “Produktionsreife” eines “Abschalters” für das Enzym PDE-4D3 noch ein weiter Weg. Bisher ist es den Wissenschaftlern nur bei Mäusen gelungen, den Schalter sozusagen “per Hand” im Labor zu betätigen.  Die Kosmetikindustrie sieht hier aber schon einen neuen Markt am Horizont auftauchen: Eine Creme, die gleichzeitig tiefe Bräune und Sonnenschutz garantiert – ohne die zuckrigen chemische Färbemittel der Selbstbräuner heute.

Voraussetzung für den Erfolg allerdings: Die wirkungsvolle Verteufelung von Sonne und Solarium, für die hier ja ausreichend Ersatz angeboten würde. Das “Sonnenschein-Vitamin D3″ wird per “Schalter” aus der Betrachtung ausgeblendet.

Daher hat, um nicht in den Verdacht der Entwicklung einer neuen “Barbie-Droge” zu geraten, der Leiter der Studiengruppe, Dr. David Fisher, denn auch gleich den passenden PR-Slogan parat: “Das Haupt-Ziel bei der Stimulierung der Melanin-Produktion ist natürlich die Vorbeugung von Hautkrebs. Nicht nur würde das zusätzliche Melanin die UV-Strahlen direkt abblocken, sondern dieser alternative Weg zu einer braunen Haut würde die Leute davon abhalten, sich an der Sonne oder im Solarium zu bräunen...” (Übers. d. Red.)

Die Studie wird im November in der Fachzeitschrift “Genes & Development” veröffentlicht

Quelle: Eurekalert

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