Archiv für das Tag 'Überlebensrate'

Wer die Sonne meidet und auch sonst seinen Vitamin D-Spiegel vernachlässigt, kann damit seine Lebenserwartung erheblich verkürzen. Den ganzen Beitrag lesen »

Mit der Sonne leben Frauen länger

Mit der Sonne leben Frauen länger

Frauen, die sich regelmäßig sonnen, leben länger!

Das ist die knappe Zusammenfassung einer umfassenden schwedischen Studie mit den Daten von 40.000 Teilnehmerinnen im Alter von 25 bis 60 Jahren, die jetzt bei der Jahrestagung der Schwedischen Medizin-Gesellschaft (Swedish Society of Medicine) von Prof. Hakan Olsson, Onkologe an der Universität Lund, vorgestellt wurde.

Vor allem bei Diabetes 2, Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten zeige sich ein der Zusammenhang von Sonnen-Exposition und einem deutlich geringeren Krankheitsrisiko. Den ganzen Beitrag lesen »

Patienten mit ausreichenden Vitamin D-Werten haben nach der Diagnose eines Darmkrebses  eine wesentlich bessere Chance, den Krebs zu überleben als Patienten mit einem Vitamin D-Mangel.

Wer sonnt lebt länger!” unter diesem etwas saloppen Slogan hatten wir in der Vergangenheit bereits eine Reihe von Studien zusammengefasst, die eine höhere Lebsenserwartung bei Menschen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung (>32 ng/ml bzw. 75 nmol/l) belegen, vor allem auch angesichts Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei bestimmten Krebsarten (dazu hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier).  Umstritten ist die lebensverängernde Wirkung des Sonnenschein-Vitamins beim Darmkrebs.

Beim diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology berichtete jetzt ein Forscher-Team vom renommierten Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York, von einer langjährigen Untersuchung über den Zusammenhang des Vitamin D-Status bei der Diagnose eines Darmkrebs und die langfristige Überlebenschance .

Dazu konnten sie auf das im Institut zum Zeitpunkt der Diagnose archivierte Blutserum von 250 Patienten mit Darm- und Rektal-Krebs im fortgeschrittenen Stadium und auf die Behandlungsunterlagen zum Abgleich zurückgreifen.  Das Ergebnis war eindeutig:

Unter Berücksichtigung der eingesetzten Therapien und anderer Daten zum Gesundheitszustand der Patienten waren die Überlebenschance der Probanden mit Vitamin D-Werten unter 30 ng/ml um 150 Prozent geringer als die der Patienten mit normalem oder optimalem (>40 ng/ml) Vitamin D-Spiegel.

Bemerkenswert auch, dass von den 250 Teilnehmern in der untersuchten Gruppe der Darmkrebspatienten nur ganze 7 Personen zum Zeitpunkt der Diagnose einen Wert von über 40 ng/ml aufwiesen. 83 Prozent der Patienten dagegen litten unter einem Vitamin D-Mangel.  Ein Hinweis darauf, dass auch bei der Entstehung des Krebses bereits die unzureichende Vitamin D-Versorgung eine Rolle gespielt haben könnte.

Quelle: NewsWise

Studie: K. M. Wesa et al., Vitamin D levels and survival in colorectal cancer (CRC), Abstract 3615, Journal of Clinical Oncology, 2010 ASCO Annual Meeting Proceedings, Vol 28, No 15_suppl (May 20 Supplement), 2010: 3615

Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und Nierenversagen haben eine fast um die Hälfte größere Überlebenschance, wenn ihr Vitamin D-Spiegel im Blut optimal ist im Vergleich zu Patienten mit Vitamin D-Mangel.

Wissenschaftler am NRW Herz-Zentrum der Universität Bochum in Bad Oeynhausen unter Leitung von Dr. Armin Zittermann begleiteten 510 Herzpatienten über ein Jahr lang und untersuchten den Serum-Spiegel der biologisch aktiven Form des Vitamins,  1,25(OH)2D3, der Teilnehmer.  Nach der Höhe des Spiegels wurden die Patienten in fünf Gruppen eingeteilt. Während die Überlebensrate in der Gruppe mit dem niedrigsten Vitain D-Spiegel im Blut bei nur 66,7 Prozent lag, erhöhte sich diese Quote kontinuierlich mit dem Grad der Vitamin D-Versorgung und erreicht im obersten Fünftel eine Überlebensrate von 96,1 Prozent.

In anderen Worten: Das erste Jahr nach der Erkrankung überlebten fast alle Patienten mit einer guten Vitamin D-Versorgung, während ein Drittel der mit einem niedrigen Serum-Spiegel im Blut in dieser Zeit starben.

Quelle:  PubCrawler

Studie: A. Zittermann et al.,  Circulating Calcitriol Concentrations and Total Mortality,  Clinical Chemistry 55: 1163-1170, 2009

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D – 25(OH)D Serum im Blut von mindestens 80 nmol/L – reduziert die Gefahr, an Darmkrebs zu sterben um erstaunliche 72%. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt US-Forscher aus Maryland bei der Auswertung von 16.818 Patienten-Daten aus dem Third National Health and Nutrition Examination Survey (1988-2000).

Die Studie, die online soeben vorab im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurde, untersuchte alle Krebs-Todesfälle, insgesamt 536, aus dieser Patientengruppe und fand für alle übrigen Krebsarten keine vergleichbar spektakuläre Verbindung von Vitamin D und Sterblichkeitsrate. In der Vergangenheit hatten etliche Studien ähnliche Werte bei der Risikominderung durch Vitamin D auch für ein Reihe andere Krebsarten, insbesondere Prostata- und Brustkrebs (einige Studien der jüngsten Zeit hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier), dokumentiert.

Aktuelles Beispiel für ähnliche Ergebnisse zu Vitamin D und Darmkrebs aus europäischen Regionen ist die Studie von Prof. Johan Moan und einem Team am Institute for Cancer Research in Oslo, Norwegen. Danach sind die Überlebenschancen bei der Diagnose Darmkrebs signifikant höher, wenn sie im Sommer oder Herbst erfolgt im Gegensatz zur Diagnose im und unmittelbar nach dem “Vitamin D-Winter”, wenn die “eingelagerten” Vitamin D-Reserven aufgebraucht oder stark vermindert sind. (Parallele Ergebnisse für Prostata Krebs in Norwegen).

Anders als die Studien aus USA betont Prof. Moan die Bedeutung ausreichender Besonnung – durchaus auch im Solarium – für die Vitamin D-Versorgung und damit für die Krebs-Vorbeugung.

In einem ausführlichen Editorial zur gleichen Ausgabe des Journal of the National Cancer Institute führen die Autoren als Erklärung für diese ungewöhnlichen Unterschiede unter anderen methodischen Schwächen die geringe Fallzahl der Todesfälle durch andere Krebsarten als den vergleichsweise häufigen Darmkrebs in den ausgewerteten Daten der Freedman-Studie an.

Quelle: PubCrawler

Studie:
Freedman et al., Prospective study of serum vitamin and cancer mortality in the United States, Journal of the National Cancer Institute 2007 99(21):1594-1602.
Cindy D. Davis, Johanna T. Dwyer, The “Sunshine Vitamin”: Benefits Beyond Bone?, Journal of the National Cancer Institute 2007 99(21):1563-1565.

Johan Moan et al., Colon Cancer: Prognosis für different latitudes, age groups and seasons in Norway, Journal of Photochemistry and Photobiology, 89, 2007, 148-155 (online vorab veröffentlicht)