Archiv für das Tag 'Vitamin D-Spiegel'

Eine Analyse der Daten von knapp einer Million Teilnehmern an 18 Forschungsprojekten weltweit bestätigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und Darmkrebs.

Die Meta-Studie an der Universität von Shanghai weist nach, dass mit jeder Erhöhung des Vitamin D-Spiegels im Blut von jeweils 10 ng/ml das Risiko einer Darmkrebs-Erkrankung um jeweils 26 Prozent abnimmt.

Quelle: HighWire

Studie: Yanlei Ma et al., Association Between Vitamin D and Risk of Colorectal Cancer: A Systematic Review of Prospective Studies, Journal of Clinical Oncology, 1. Oktober 2011, vol. 29 no. 28, 3775-3782

In einem Versuch, die ständig wachsenden Einsichten in den komplexen Zusammenhang von Sonnenschein-Vitamin D und vielen Krebserkrankungen so knapp wie möglich zusammen zu fassen, hat jetzt der auch in Deutschland weithin als Vitamin D-Experte bekannte Prof. William B. GrantZehn Tatsachen über Vitamin D und Krebs” formuliert.

Hier die 10 Punkte in der Übersetzung durch die Redaktion: Den ganzen Beitrag lesen »

Pilze als Sonnenersatz?

Pilze statt Sonne? Preisträger Paul Urbain

Für Forschungen über eine besonderene Strategie, den epidemischen Vitamin D-Mangel vor allem in den nördlichen Industrieländern zu bekämpfen, erhielt jetzt der junge Ernährungswissenschaftler an der Universität Hohenheim, Paul Urbain, den renommierten Max Rubner-Preis 2011 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Den ganzen Beitrag lesen »

Eine ausreichende Versorgung mit dem “Sonnenschein-Vitamin D” schützt vor Darm- und Rektal-Krebs – so das Ergebnis eine Meta-Analyse von Forschungsarbeiten der vergangenen Jahre. Den ganzen Beitrag lesen »

(c) iStockphoto

Knochenbrüche bei Frauen nach den Wechseljahren aufgrund von Vitamin-Mangel sind in vielen Studien nachgewiesen und dokumentiert.  Ob aber das “Sonnenschein-Vitamin” auch bei jungen Frauen eine wichtige Rolle spielt bei Knochenbrüchen aufgrund langfristiger Belastungen, war bisher nicht untersucht worden.

Eine Studie am Naval Health Research Center in San Diego, Kalifornien, konnte jetzt nachweisen, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D das Risiko eines Ermüdungsbruchs der Unterschenkelknochen um die Hälfte senken kann.

Soldatinnen der US-Navy wurden in den Jahren 2002-2009 auf ihren Vitamin D-Spiegel im Blut getestet. 600 von ihnen erlitten im der Folgezeit einen Ermüdungsbruch des Schien- oder Wadenbeins. Ihre Werte wurden verglichen mit 600 anderen Soldatinnen, die keine Brüche erlitten hatten.  Es stellte sich ein stabiler, linearer Zusammenhang zwischen Vitamin D-Spiegel und Bruchrisiko heraus:
Je höher die vitamin D-Werte, desto seltener kam es zu Ermüdungsbrüchen.

Quelle: PubMed

Studie:  Burgi et al., High serum 25-hydroxyvitamin D is associated with low incidence of stress fractures, Journal of Bone and Mineral Research, online vorab publiziert 22. Juni 2011

Ärzte müssen umdenken!

Wenn das Sonnenschein-Vitamin D seine vorbeugende und heilende Wirkung auch bei chronischen Erkrankungen über den Knochenstoffwechsel hinaus entfalten soll, muss der Vitamin D-Spiegel im Blut deutlich höher liegen, als die derzeit von den meisten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften empfohlen wird. Den ganzen Beitrag lesen »

Sonne schützt vor Multipler Sklerose

Sonne schützt die Nervenhüllen

Wer häufiger und länger sonnt und sich so einen hohen Vitamin D-Spiegel “ersonnt”, schützt seine Nerven vor Schäden an den Hüllen, die die Nerven im menschlichen Körper umgeben. Schon seit langem ist bekannt, dass die Menschen in den südlichen Ländern und Regionen zum Beispiel weit seltener an der unheilbaren Multiplen Sklerose erkranken als Menschen in nördlicheren Gefilden.
Allerdings erklären Sonnen-Exposition und Vitamin D nur einen Teil dieses Nord-Süd-Gefälles. Den ganzen Beitrag lesen »

Höherer Vitamin D-Spiegel durch Solarien-Nutzung

Sonnenbank-Nutzer haben es besser!

Wer regelmäßig auf einer Sonnenbank Vitamin D “tankt” hat einen deutlich höheren Vitamin D-Spiegel als alle anderen Mitbürger – auch wenn diese zu Vitamin D-Pillen greifen, Lebertran schlucken, fetten Fisch essen oder reichlich Milch trinken.

Zu diesem Ergebnis kommt eine kanadische Studie unter Leitung von Prof.  Dr. Gerry Schwalfenberg von der Universität von Alberta,  Kanada. Den ganzen Beitrag lesen »

Ein Mangel an Sonnenschein-Vitamin D erhöht das allgemeine Risiko, an einer Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben um etwa 50 Prozent.  Bei Herzerkrankungen allein verdoppelt sich das Risiko beinahe (89 Prozent).

Forscher der Universität von Upsala, Schweden, nutzten für ihre Analyse die Daten von knapp 1.200 älteren Männer aus der Uppsala Longitudinal Study of Adult Men und verglichen die Krankheitsverläufe, Krankheitsdauer und die Todesursachen der Männer mit einem optimalen Vitamin D-Spiegel mit denen der 10 Prozent Männer mit den niedrigsten Werten über einen Zeitraum von fast 13 Jahren.

Bei den Teilnehmern, die in diesem Zeitraum an einem Herz-Kreislauf-Leiden starben, war das Risiko kontinuierlich mit sinkenden Vitamin D- Werten gestiegen. Anders bei den Krebskranken: Hier hatten nicht nur die Männer mit dem niedrigsten Vitamin D-Werten ein erheblich höheres Sterberisiko sondern erstaunlicherweise auch die Männer mit den höchsten Werten. Allerdings war hier das Risiko nicht annähernd so hoch wie bei der Gruppe mit akutem Vitamin D-Defizit.

Über diese U-förmige Kurve bei den Krebserkrankungen konnten die Autoren nur spekulieren. Dieses Phänomen war auch früher schon in einigen Studien aufgetaucht und hatte zu hitzigen Kontroversen geführt.

Sonnenschein-Vitamin schützt Diabetiker vor tödlichen Erkrankungen

Vitamin D schützt Diabetes-Kranke vor tödlichen Gefahren: Plötzlichem Herztod und Herzversagen, Herzinfarkt, Schlaganfall und Infektionen.

Eine Gruppe deutsch-österreichischer Forscher analysierte Daten von 1.108 Dialyse-Patienten aus der Deutschen Dialyse und Diabetes Studie über einen Zeitraum von vier Jahren auf den Zusammenhang von Vitamin D-Versorgung und tödliche Folgeerkrankungen.

Es stellte sich heraus, dass die Teilnehmer mit einem akuten Vitamin D-Defizit (≤ 25 nmol/L) ein um das Dreifache erhöhtes Risiko eines plötzlichen Herztodes aufwiesen im Vergleich zu den Patienten mit normalem Vitamin D-Werten (>75 nmol/L ), und eine fast Verdopplung des Sterbe-Risikos aufgrund anderer Ursachen.

Quelle: PubMed

Studien:
Karl Michaëlsson et al., Plasma vitamin D and mortality in older men: a community-based prospective cohort study, American Journal of Clinical Nutrition 2010 (vorab online veröffentlicht am 18. August 2010)

C. Drechsler,  S. Pilz, B. Obermayer-Pietsch et al., Vitamin D deficiency is associated with sudden cardiac death, combined cardiovascular events, and mortality in haemodialysis patients, European Heart Journal 2010, vorab publiziert 5. August 2010

Vitamin D-Produktion durch Sonne im Sommer reicht nicht für Vitamin D-Winter

In unseren Breiten reicht der Sommer-Sonnen-Vorrat für den Vitamin D-Winter zumeist nicht aus

Dieser Frage gingen jetzt Wissenschaftler der Universität Manchester nach. Sie bestimmten den Vitamin D-Spiegel am Ende des Sommers über einige Wochen, wenn die Vorräte im Fettgewebe der Menschen am höchsten sind, von 125 Männern und Frauen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren aus der Region Manchester. Die Stadt liegt etwa auf einem Breitengrad mit Berlin. Gleichzeitig wurden die Ernährung und die Dauer des Aufenthalts an der Sonne geprüft.

Die gleiche Prozedur wurde jeweils in jeder der vier Jahreszeiten wiederholt.

Die Vitamin D-Zufuhr durch Ernährung spielte in allen Jahreszeiten eine gleichmäßige aber zu vernachlässigende Rolle.  Die Sonnenexposition dagegen war – wie zu erwarten – im Frühling und Sommer relativ hoch, im Herbst gering und im Winter praktisch nicht vorhanden.

Der Vitamin D-Spiegel war am höchsten im September mit allerdings immer noch nicht optimalen 28.4 ng/mL im Durchschnitt der Teilnehmer (das Optimum wird derzeit von den meisten Experten bei >32 ng/mL angesetzt)  und im Februar am niedrigsten mit 18.3 ng/mL, also einem Vitamin D Mangel.

Um zumindest den auf 20 ng/mL angesetzten Grenzwert zwischen einem Mangel und lediglich einer Unterversorgung zu erreichen, mussten die Teilnehmer im September durch die Sommersonne mindestens Vitamin D-Werte von durchschnittlich 30,4 ng/mL bei Frauen und 34,9 ng/mL bei den Männern angesammelt haben.

Optimale Werte von 32 ng/mL und darüber erreichte keiner der Teilnehmer.

Immerhin reichte der im Sommer angesammelte Vitamin D-Vorrat für die Hälfte der Teilnehmer aus, um einen akuten Vitamin D-Mangel, also weniger als 20 ng/mL,  im Winter zu verhindern. Bei 50 Prozent der Probanden aber fielen die Werte so weit ab, dass hier die Risiko-Schwelle   für viele chronische Erkrankungen bei einem Vitamin D-Mangel überschritten wurde.

Für die Autoren ist klar, die Menschen in diesen Breiten müssten sich in den sonnenreicheren Monaten häufiger und länger an der Sonne aufhalten, um ihre “Vitamin D-Tanks” für den “Vitamin D-Winter” ausreichend zu füllen.

Ein mögliches Fazit: Ergänzung des Sonnenlichts durch künstliche Besonnung im Solarium – nicht nur in den Wintermonaten, wenn die Sonne keinerlei Vitamin D über die Haut produzieren kann, sondern auch im Frühjahr und Sommer.

Quelle: PubMed

Studie: A.R. Webb et al., The role of sunlight exposure in determining the vitamin D status of the UK white Caucasian adult population, British Journal of Dermatology 2010 (vorab online veröffentlicht 12. August 2010)

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