Archiv für das Tag 'Vitamin D-Versorgung'

Wer sonnt lebt längerEine optimale Versorgung (75 – 87,5 nmol/L)  mit dem Sonnenschein-Vitamin D aus den verschiedenen Quellen – Sonnen- und Sonnenbank-Exposition, Ernährung, Nahrungsergänzung – verringert das Sterbe-Risiko insgesamt um etwa 30 Prozent gegenüber den Menschen mit einem akutenVitamin D-Defizit.

Von einer Verbesserung der Vitamin D-Versorgung profitieren die Menschen mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut mehr als diejenigen mit günstigeren Ausgangswerten. In anderen Worten, je krasser das Vitamin D-Defizit, desto größer der Zuwachs an Lebenserwartung durch eine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels. Den ganzen Beitrag lesen »

Ein zu niedriger Vitamin D-Spiegel im Blut während der Schwangerschaft verdoppelt das Risiko einer Diabetes 1-Erkrankung für das Baby. Den ganzen Beitrag lesen »

Wintersonne reicht nicht aus

Winter-Sonne reicht nicht für Vitamin D-Versorgung - vor allem bei Älteren

Alte Menschen sind eine der “Problemgruppen”, wenn es um die Versorgung mit dem lebenswichtigen Vitamin D geht – und das zu allen Jahreszeiten, vor allem aber im “Vitamin D-Winter” von Oktober bis März.  Als Folge des Mangels an „Sonnenschein-Vitamin“ drohen Knochenschwund, häufiges Fallen und oft tödlich endende Knochenbrüche sowie Infektions- und Autoimmunkrankheiten.

UVB-Strahlen können dieses Problem besser lösen als die regelmäßige Einnahme von Vitamin D-Präparaten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kinder an der Sonne

Kinder und Jugendliche brauchen Sonne

Kinder sollten auch im Herbst täglich an die frische Luft, damit ihr Körper den Vitamin-D-Speicher etwas auffüllen kann.” Das rät der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte in einer Pressemitteilung im Vorfeld des Welt-Osteoporosetags.

Tatsächlich gelten Kinder (ab dem zweiten Lebenjahr) und Jugendliche als “Problemgruppe” für die Vitamin D-Versorgung (RKI).

Zwar zitiert die Meldung des BVKJ den Verbandspressesprrecher, Dr. Ulrich Fegeler: „Eine regelmäßige maßvolle Sonnenbestrahlung – ohne einen Sonnenbrand zu riskieren – ist für die Vitamin-D-Versorgung des Körpers wichtig… Kinder und Jugendliche, die selten ins Freie gehen, sind gefährdet, insbesondere im Winter an Vitamin-D-Mangel zu leiden“, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass im Spätherbst und Winter dieser Rat wirklungslos bleiben muss, da die UVB-Strahlen der tief stehenden Sonne von der Ozonschicht in der Atmosphäre ausgefiltert wird.

Die Alternative für Jugendliche nach der Pubertät, das Solarium, ist erst jüngst per “Solariengesetz” (NiSG) verboten worden.

Die Kinder– und Jugendärzte in den USA hatten bereits vor zwei Jahren die Verdopplung der Vitamin D-Richtwerte für Kinder und Jugendliche gefordert (wir haben darüber berichtet).

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.(auch als Audio-Datei)

Herbst- und Wintersonne reichen nicht aus

Herbst- und Wintersonne reichen nicht aus

Der positive Einfluss des Vitamin D auf die Gesundheit und vor allem auf die Prävention vieler “Volkskrankheiten” kann sich nur unzureichend entfalten, wenn der Vitamin D-Spiegel im Blut zwischen Sommer und Winter sehr stark schwankt. Dabei spielt dann die relative Höhe des Vitamin D-Spiegels keine entscheidende Rolle:
Nur ein gleichmäßig hoher Serum-Spiegel im Blut über alle Jahreszeiten garantiert die schützenden und heilenden Wirkungen des “Sonnenschein-Vitamins”.

Mit diesem Ergebnis einer Untersuchung  über den Einfluss von Vitamin D auf Vorbeugung und Entwicklung von Prostata- und Bauchspeicheldrüsen-Krebs in nördlichen Ländern weist der bekannte kanadische Vitamin D-Forscher Reinhold Vieth nach, dass die optimale Versorgung mit Vitamin D allein nicht wirkungsvoll ist, wenn die Versorgung im Laufe des Jahres stark schwankt.

Das ist vor allem beim Übergang vom Sommer zum “Vitamin D-Winter”  (bei uns von etwa Mitte Oktober bis Ende März) der Fall, wenn die Vitamin D “bremsenden” und verstärkenden Enzyme in den Zellen noch im “Sommer-Modus” arbeiten, also eher die Vitamin D-Synthese bremsen, die Sonne aber bereits ihre Kraft verloren hat, das “Sonnenschein-Vitamin” in hohen Dosen über die Haut zu produzieren.

Prof. Vieth sieht die Möglichkeit, die Übergänge vom Sommer zum “Vitamin D-Winter” mit der Einnahme relativ hoher Dosen an Vitamin D3 zu überbrücken. Ebenso problemlos aber lässt sich auch eine gleichbleibende Vitamin D-Versorgung über die Jahreszeiten hinweg auf natürlichere Weise durch mäßige aber regelmäßige UVB-Bestrahlung im Solarium sicherstellen. (Über die Vitamin D-Produktion per Sonnenbank s. hier, hier, hier, hier und hier)

Quelle: Vitamin D Coucil (John Cannell)

Studie: R. Vieth,  How to optimize vitamin D supplementation to prevent cancer, based on cellular adaptation and hydroxylase enzymology, Anticancer Research, 2009 Sep;29(9):3675-84